Der Bundesgerichtshofs urteilte in einem Streitfall, dass die in Onlinespielen direkt an Kinder gerichtete Werbung für virtuelle Gegenstände nicht erlaubt ist.

Aktuelles - Gameforge-Urteil: BHG verbietet in Onlinespielen an Kinder gerichtete Werbung

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Runes of Magic kann zwar kostenlos gespielt werden, verleitet aber zum Geldausgeben.
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Dabei ging es um Gameforge und deren MMORPG Runes of Magic. Darin versuchte Gameforge virtuelle Güter folgendermaßen zu bewerben: "Schnapp dir die günstige Gelegenheit und verpasse deiner Rüstung & Waffen das gewisse Etwas." Darüber hinaus wurde auch der Abschnitt "deinen Charakter aufzuwerten" mit einbezogen.

Der BGH ist hier der Ansicht, dass sich der Text durch die Wortwahl sowie die Möglichkeit, ebenfalls per SMS zahlen zu können, eindeutig an Kinder richtet. Als Grundlage des Verbots zieht man §3 Absatz 3 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb heran.

Dies untersagt, "die in eine Werbung einbezogene unmittelbare Aufforderung an Kinder, selbst die beworbene Ware zu erwerben oder die beworbene Dienstleistung in Anspruch zu nehmen oder ihre Eltern oder andere Erwachsene dazu zu veranlassen."

Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (Vzvb). Nun hat Gameforge knapp zwei Wochen Zeit, Einspruch einzulegen. Sollte das nicht in dem Zeitrahmen passieren, wird das Urteil rechtskräftig. Wird danach gegen das Urteil verstoßen, indem erneut ähnliche Kaufforderungen integriert werden, droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.

Ob sich das künftig zudem auf andere Onlinespiele auswirken wird, bleibt abzuwarten.

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