Mythos: Laut Wikipedia wird der Begriff für eine Erzählung verwendet, die Anspruch auf Geltung erhebt. Ob das MMO aus dem Hause Frogster diesem gerecht werden kann, wird sich noch zeigen müssen. Fest steht, dass Mythos einer der besten Kandidaten im Kampf um den Thron der derzeitigen Online-Hack-n-Slays auf dem Markt werden könnte.

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Einige werden Mythos noch unter der Flagge von Hellgate: Londons Flagship Studios kennen. Diese hatten das Spiel anfänglich nur als Testprogramm für die Engine gebraucht, doch schnell wurde klar, dass man daraus ein eigenständiges, solides Spiel schaffen konnte. Dass so viele Gemeinsamkeiten zu Diablo bestehen, liegt auch mitunter an einem Teil der Entwickler, die bei beiden Produkten ihre Finger mit im Spiel hatten.

Um sich gegen die breite Masse an Kopien und Klonen von Diablo abzuheben, bedarf es einiger Neuerungen, Innovationen und Genialitäten. Im Schwung der Free-2-Play-MMOs allerdings nicht besonders leicht zu bewerkstelligen. Wir klären vor dem Release des Spiels offene Fragen.

Mythos Global - Frogster strebt gen Diablo-Thron

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Das Intro erzählt eine Geschichte, von der wir nichts mitbekommen haben.
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Das Königreich Uld befindet sich im Krieg. Zwei verfeindete Fraktionen hauen sich wegen irgendwelcher Konflikte die Köpfe ein. Doch das braucht uns am Anfang nicht zu interessieren. Denn in der derzeitigen Beta-Phase lernt man das Spiel von anderen Seiten kennen, das PvP und der Fraktionskrieg behelligen die Neuankömmlinge noch nicht.

Ist aber auch so schon ein wenig kompliziert, hinter die Geschichte zu steigen. Sicher, ein MMO kann man auch durchspielen, ohne sich Quests genau durchzulesen. Vor allem, wenn einem ein Quest-Helper zur Seite steht, der uns direkt zum Ziel lenkt. Das ist aber seit Cataclysm auch nichts Neues mehr. Die Spieler brauchten wohl einfach wieder mehr Führung.

Packshot zu Mythos GlobalMythos GlobalErschienen für PC

Die Reise ins Königreich der Gehörnten

Das Spiel startet wie jedes andere MMO auch: Man wählt sich aus den Rassen (Mensch, Gremlin, Satyr und Zyklop) eine favorisierte aus, pickt sich noch eine der drei Archetypen heraus und individualisiert seine Spielfigur. So weit alles schon tausendmal gesehen. Wodurch sich Mythos vom Rest abhebt, ist die Ausgestaltung der Klassen.

Mythos Global - Frogster strebt gen Diablo-Thron

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Das beschreibt es schon ganz gut.
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Zur Wahl stehen zu Beginn der Bloodletter (Nahkämpfer), Gadgeteer (Schütze/ Ingenieur) und der Pyromant (Feuerzauberer). Das sind an sich vorerst die drei bekannten Klassen Krieger, Schütze und Magier, doch mit zunehmendem Level zeigt sich der Vorzug der benutzten Engine. Denn für jede Charakterklasse stehen drei Skill-Bäume zur Verfügung.

Ja, sagt ihr jetzt, das gab’s doch bei Diablo II auch schon, doch bei Mythos ist es anders. Die Ausgestaltung in den einzelnen Bäumen macht die Charaktere sehr speziell. Denn einen Krieger mit Minions hat man noch nicht so oft in einem Hack-n-Slay gesehen. Zumindest keinen, der auch noch gut ausbalanciert war.

Wenn ehemalige Entwickler des Vorbilds ihre Finger im Spiel haben, ist es nicht weiter verwunderlich, wenn man dem dann auch recht nahe kommt.Ausblick lesen

Das Leveln geht den gewohnten Gang, durch das Erfüllen von Quests und Monstertöten. Bis zu einem bestimmten Charakterlevel kann man das auch wunderbar solo tun, irgendwann wird das aber auch für den besten Tank zu schwierig oder kostenintensiv. Die instanzierten Dungeons sind wie beim Allvater Diablo zufallsgeneriert, mit Ausnahme einiger vorgeskripteter Instanzen.

Das erfordert Gruppenarbeit. Denn das ist ja immerhin der Sinn von Online-Spielen. Neben den üblichen Aktionen wie Handeln, Chatten, Gruppen- oder Gildengründung wird der gemeinschaftliche Aspekt später allerdings mehr auf dem Austauschen von selbst hergestellten Gegenständen beruhen. Ein großes Feature von Mythos ist das Handwerk.

Der Fokus liegt auf dem Handwerk

Neben zufällig fallengelassenen Ingredienzien von Monstern ist es zudem möglich, Items aus dem Inventar in ihre Bestandteile zu zerlegen. Dann lassen sich daraus selten gefundene oder gekaufte Rezepte anwenden und Gegenstände herstellen. Dazu muss aber jeweils die Mindestvoraussetzung in den Handwerksfähigkeiten erfüllt sein.

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Das Handwerk steigert sich allerdings nicht durch Benutzung, sondern durch investierte Skill-Punkte, die beim Levelaufstieg erworben werden. Und auch hier gibt es wieder drei Technologiezweige, in die man seine sauer verdienten Punkte stecken kann.

Die Handwerksbäume orientieren sich hierbei an den Ausgestaltungen der Fähigkeiten des Charakters. Spielt man also zum Beispiel einen Bloodletter mit Schwerpunkt auf Minion-Beschwörung und steigert deswegen eher Intelligenz als Stärke, empfiehlt es sich natürlich, den Technologiezweig der Stäbe, Tränke und Stoffrüstungen zu wählen. Spielt man seine archetypische Rolle allerdings konsequent, wählt der Krieger den Eisenpfad, der Schütze Leder und der Magier Stoff. Einfach.

Die Wahl der Handwerkskunst beeinflusst allerdings den Charakter nicht. Es gibt lediglich Aufschluss darüber, was er wie gut herstellen kann.

Beim Herstellen kann man dann auch noch einzelne Statuswerte verbessern. Außerdem lassen sich besondere Sockel für sogenannte Heraldries in die Gegenstände einsetzen. Diese gewähren dann temporäre Buffs. Wie auch schon bei Diablo II lassen sich auch gefundene Edelsteine in die normalen Sockel einsetzen. Die können zwar, einmal eingesetzt, nicht wieder entfernt, allerdings durch einen neuen Stein ersetzt werden.

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Bleibt zu Hoffen, dass die Lokalisierung nicht dem Vorbild nacheifert.
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Damit noch nicht genug: In den einzelnen Städten können am magischen Amboss auf einen besessenen Gegenstand Verzauberungen gesprochen werden. Das ist pro Teil maximal dreimal erlaubt, und die Rate des Fehlschlages steigt pro Versuch mit an. Leider ist der Erfolg auch bei Gelingen nicht immer positiv oder der gewünschte. Denn die Verzauberungen sind zufällig und können auch negative Auswirkungen mit sich bringen.

Hat man drei Gegenstände eines Typs gefunden, benötigt grade kein Kleingeld oder die Ingredienzien, die man daraus holen könnte, kann man sie auch zu einem zusammenschweißen. Dabei steigen dann die Basiswerte wie Schaden oder Verteidigung. Wenn man nun anschließend noch die Verzauberungen darauf spricht, kann man einen sehr brauchbaren Gegenstand erhalten.

Später findet sich noch eine mysteriöse Puzzlebox, die stark an den Würfel der Horadrim erinnert. In ihr können, wie anno dazumal bei Diablo II, Gegenstände verschmolzen werden. So kann man dann zum Beispiel aus drei schlechten Edelsteinen einen besseren machen - oder gar bestimmte Kombinationen einfach ausprobieren und sehen, was herauskommt.