Das Weltall. Unendliche Weiten. Welcher Fan von Weltraumspielen schwelgt bei Titeln wie Wing Commander oder Elite nicht in seligen Erinnerungen? Auch das Science-Fiction-MMOG Jumpgate begeistert Genrefans seit nunmehr sechs Jahren, konnte es sich doch mit einer Mischung aus Weltraum-Flugsimulation und komplexem Wirtschaftssystem gegen den starken Konkurrenten EvE Online behaupten.

Entwickler NetDevil will sich jedoch nicht auf den Lorbeeren ausruhen und kündigte im Juni des letzten Jahres den Nachfolger Jumpgate Evolution an, der jetzt im Rahmen des Codemasters-Connect-Events in Birmingham erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen und enterten dort nicht nur das virtuelle Cockpit eines Raumgleiters, sondern schnappten uns bei der Gelegenheit auch gleich Producer Hermann Peterscheck, der uns allerlei Neuigkeiten über das Spiel erzählte.

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Weltraum für Jedermann

Das wohl Wichtigste zuerst: Wie grenzt sich Jumpgate Evolution von Genre-Platzhirsch EvE Online ab? „Der Fokus liegt ganz klar auf Weltraumaction“, erzählt Hermann. „Bei uns ist der Spieler selbst der Pilot und kann sein Schiff entsprechend steuern. Wir möchten den Spielspaß von Wing Commander und X-Wing mit den Möglichkeiten und der riesigen Welt eines MMOGs verbinden.“

Jumpgate Evolution - Konkurrenz für EvE? Wir sagen euch, was die Neuauflage des Weltraumspektakels bietet.

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Producer Hermann Peterscheck erzählte uns auf der Connect alle Neuigkeiten zum Spiel.
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Im Gegensatz zu EvE soll Jumpgate deutlich einsteigerfreundlicher werden. Der Spieler soll sich innerhalb kürzester Zeit zurechtfinden können und einfach Spaß haben solange er möchte, ohne dabei ständig Gefahr zu laufen, den Anschluss zu verlieren. Hermann bemängelt, dass viele Spiele zwar damit protzen komplex zu sein, dies aber bisweilen leider mit „unübersichtlich“ gleich gesetzt werden könne - das möchte NetDevil anders machen.

„Unser Ziel ist es nicht, den Spieler zu besiegen und durch komplizierte Spielführung zu verwirren, sondern ihm langfristig Spaß und Entertainment zu bieten.“ Die Kunst dabei ist, einerseits einsteigerfreundlich zu sein, andererseits aber genug Herausforderung zu bieten, um Spieler langfristig bei der Stange zu halten und möglichst wenig Wiederholungen zu schaffen. Zeit also, einen Blick auf die Features des Spiels zu werfen.

Packshot zu Jumpgate EvolutionJumpgate EvolutionRelease: PC: 2011 kaufen: Jetzt kaufen:

Zutaten für ein MMORPG

Jumpgate Evolution wird nicht etwa ein Addon, sondern ein komplett neues Spiel. NetDevil hat bei der Entwicklung den entscheidenden Vorteil, dass der Vorgänger ständig als Vergleich herangezogen werden kann. „Da im alten Jumpgate vor allem die Grafik sowie eine häufig zu leere Umgebung auffielen, war es nahe liegend, sich zunächst auf diese beiden Punkte zu konzentrieren und die Grafik sowie die KI zu überarbeiten, so dass letztere zukünftig genau auf Spielerhandlungen reagieren soll.“

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Die Weiten des Weltraums stehen euch offen.
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Aber auch sonst hat das Weltraumspektakel einiges zu bieten: Da es sich um ein MMO handelt, sollen auch die typischen Inhalte wie verschiedene Rassen, Quests, Mining, Aufstieg des Levels, der eigentliche Kampf sowie PvP-Features ihren Eingang ins Spiel finden. Um Abwechslung zu gewährleisten, sollen außerdem verschiedene Schiffstypen mit spezifischen Vorteilen zur Auswahl stehen.

Auf diese Weise könnt ihr euren Fokus selbst wählen und euch zum Beispiel auf den Handel oder auf das Kämpfen spezialisieren. Außerdem verspricht Hermann den Spielern jede Menge Space Loot in Form von Waffen, Schilden, Radar oder verbessertem Antrieb. Auch durch das Erledigen von Missionen sollen Spieler Belohnungen erhalten, die je nach gewählter Fraktion variieren sollen.

Seid ihr erst mächtig genug, könnt ihr in kooperativen Schlachten den Kampf gegen riesige Raumstationen aufnehmen, die der Bekämpfung eines mächtigen Bossgegners am Ende eines Raids ähneln sollen. Außerdem wird das spielerkontrollierte Wirtschaftssystem eine viel bedeutendere Rolle als im Vorgänger einnehmen. Angefangen beim Rohstoffabbau soll über Verbesserung und Herstellung von Gegenständen bis hin zu einem spieleigenen Auktionshaus alles Dazugehörige vertreten sein.

Der Name ist Programm: Jumpgate Evolution hat sich im Vergleich zum Vorgänger deutlich weiterentwickelt und dürfte nicht nur für Fans des ersten Teils interessant sein.Ausblick lesen

Auf Hochglanz poliert

Szenenwechsel: Zu Beginn des Spiels überlegen wir uns, mit welchem Helm und welchem Gesicht unser Solrain-Pilot in den Weltraum starten soll. Insgesamt wird es wie schon im Vorgänger drei spielbare Rassen geben: die bereits erwähnten Solrain sowie die noch nicht verfügbaren Quantar und die Octavius. Zwar fallen die Gestaltungsmöglichkeiten unseres Piloten etwas dürftig aus, im Spiel sieht man aber ohnehin nicht viel von dem erstellten Charakter: Sitzt man im Raumschiff, kann zwischen 1st und 3rd-Person-Perspektive gewechselt werden – eure Figur ist dabei jedoch nicht zu erkennen.

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Die Grafik erhielt eine Frischzellenkur, die dem Spiel anzusehen ist.
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Nachdem wir aus dem Hangar unserer Raumstation gejettet sind, fällt sofort die stark verbesserte Grafik ins Auge: Die Hintergründe bestechen durch aufwändige Lichteffekte, Planeten schimmern in den Weiten des Alls und auch seltsam wabernde Zonen, die an eine Art Unterwasserwelt erinnern, fallen sehr positiv auf.

Leider sind die namensgebenden Jumpgates noch deaktiviert. Diese sollen es möglich machen, von einem Sektor des Spiels in den nächsten zu springen. Unser Ausflug beschränkt sich deshalb auf die Anfangszone, in der es allerdings auch ohne die besagten Tore schon genug zu tun gibt: Ein Schwarm feindlicher Infernals ist unserer Heimatbasis, der Blackstone Station, zu nahe gekommen. Zeit also, ihnen ein wenig einzuheizen.

Die ersten Schritte…

Schon in den ersten Minuten können wir uns davon überzeugen, dass Hermann hinsichtlich der Einsteigerfreundlichkeit nicht zuviel versprochen hat: Die Steuerung ist schnell erlernt und schon nach kurzer Zeit sind die ersten Feinde in Sicht, deren Lokalisierung aufgrund von Pfeilen am Bildschirmrand, die in die richtige Richtung weisen, nicht weiter schwer fällt.

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Dank einfach zu erlernender Steuerung lassen sich auch diese Meteoriten problemlos umschiffen.
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Nachdem wir unsere Laserkanone an dem ersten Gegner ausprobiert haben und dieser in einer hübsch animierten Explosion das Zeitliche gesegnet hat, hinterlässt er artig den angekündigten Space-Loot, der einfach per Mausklick eingesammelt werden kann, sobald man sich ihm weiter als 1000 Meter genähert hat.

Praktischerweise stellt sich die Beute als Scanner heraus, den wir nach Abschluss der Mission in unser Raumschiff einbauen können, nachdem wir wieder in die sichere Raumbasis zurückgekehrt sind. Gleichzeitig bekommen wir PR-Punkte, die unser Ansehen steigen lassen. Versagen wir dagegen, sinken die Punkte wieder. Des Weiteren können in der Raumbasis unbenötigte Gegenstände verkauft und nützliche Items eingekauft und ausgerüstet werden.