Mischungen aus verschiedenen Genre haben meist einen merkwürdigen Beigeschmack. Viele rufen, dass solche kruden Mischungen weder Fisch noch Fleisch sind und beide Teile nicht das volle Potenzial entfalten können. Trotzdem bringen immer wieder Entwicklerstudios genau solche Spiele auf den Markt. Eines der jüngsten Beispiele ist der Shooter-MMORPG-Mix Global Agenda der Hi-Rez-Studios.

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In Global Agenda schreiben wir das Jahr 2155. Die Erde ist durch den Dritten Weltkrieg verwüstet und eine neue Organisation - das Commonwealth - strebt danach, die Herrschaft über den Planeten an sich zu reißen. Die wenigen unabhängigen Organisationen stellen sich dem entgegen und trainieren Soldaten in Special-Ops-Einheiten. So entbrennt eine Auseinandersetzung mit verheerenden Waffen.

Global Agenda - Rollenspiele im Online-Shooter

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In Global Agenda müsst ihr auch gegen hartnäckige Bossgegner kämpfen.
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Ähnlich wie in anderen Multiplayer-Shootern oder auch MMORPGs wählt ihr zunächst die Klasse aus, die ihr verkörpern wollt: Zur Wahl stehen der schwer bewaffnete Assault, der schnelle und aus dem Hinterhalt agierende Recon, der Medic, der nicht nur heilt, sondern auch Gift einsetzt, und der Robotics, eine Art Techniker.

Nach dem Tutorial, das euch in die Welt und das Spiel einführt, startet ihr schließlich in eurer Basis und wählt hier eine Mission aus, die ihr absolvieren wollt. Zur Wahl stehen PvE, PvP und Allianz-gegen-Allianz-Missionen. PvE unterteilt sich dabei in Special-Ops-Aufträge für Teams oder Einzelspieler, Open-Zone-Missionen zum Voranbringen der Geschichte und Defensive Raids, in denen ihr Schlüsselstellen der Stadt Dome City verteidigen müsst.

Die PvP-Missionen sind ebenfalls aufgeteilt in den Mercenary-Modus, in dem zehn Spieler gegen zehn andere in den Modi Control, Payload, Demolition, Scramble und Breach antreten, sowie den Arena-Modus, in dem Teams gegeneinander kämpfen. Zu guter Letzt bekriegen sich Allianzen in großen Schlachten um Territorien.

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Sähe so Crackdown als MMO aus?
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Habt ihr euch mit eurem Team (oder allein) für eine Aufgabe entscheiden, geht es ans Eingemachte. Der Klasse entsprechend kämpft ihr euch durch das Level. Dank der Unreal-3-Engine macht Global Agenda eine recht gute Figur. Die Modelle sind detailliert, die Gebiete abwechslungsreich und Explosionen sowie Spezialeffekte lassen den Bildschirm glühen.

Auch die teilweise recht großen Robotermonster sind beeindruckend modelliert. Da es sich beim Spiel um eine Mischung aus MMORPG und Shooter handelt, dürft ihr nicht davon ausgehen, dass sich Global Agenda wie Counter-Strike spielt. Shooter-Fans müssen sich mit Sicherheit erst an das etwas taktischere Spielgeschehen anpassen.

Einsam oder gemeinsam?

Denn ein Treffer bedeutet nicht gleich das Aus. Wie in einem Rollenspiel verursachen eure Waffen Schaden, die von den Hitpoints des Gegners abgezogen werden. So kann es mitunter etwas länger dauern, bis die Lebensenergie eines Feindes aufgebraucht ist. Schafft er es, sich an einen sicheren Ort zurückzuziehen, kann er sich auch langsam selbst heilen – genau wie ihr. Hier kommen bessere Waffen sowie Buffs ins Spiels, durch die euer Charakter mächtiger wird.

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Um in den Kämpfen zu bestehen, müsst ihr eure Fähigkeiten taktisch einsetzen.
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Obwohl Global Agenda in einem Science-Fiction-Szenario spielt, kommt auch Nahkampf zum Einsatz. Kommt euch also ein Feind zu nahe, wechselt ihr schnell die Waffe und schlagt mit Energieschwertern oder -äxten auf ihn ein. Zum Schutz steht euch ein Energieschild zur Verfügung. Jede Klasse nutzt außerdem eine spezielle Fähigkeit, durch die sie ihre Teammitglieder kurzzeitig verbessern kann, und jede Waffe ist mit zwei Modi ausgestattet – etwa mit einem Zielfernrohr. Daneben könnt ihr drei weitere Gegenstände in die Missionen mitnehmen, seien es Minen, ein Fernglas oder Medipacks. Jeder Charakter verfügt außerdem über ein Jetpack, das ihn schnell in Sicherheit bringen kann, was vor allem in den Nahkämpfen oft etwas ärgerlich ist. Denn jettet ein Gegner schnell weg, bevor man ihn ausschalten kann, und muss man ihn danach erst wieder suchen, kommt ein wenig Frust auf.

Sammelt eure Erfahrungen

In den Missionen und Kämpfen erhaltet ihr auch Erfahrungspunkte, durch die euer Held langsam aufsteigt. Erreicht er eine neue Stufe, wird dies entweder mit einem Skillpunkt oder einem besseren Gegenstand belohnt. Den Skillpunkt könnt ihr nun in einen von drei Fertigkeitenbäumen investieren. Diese richten sich nach eurer Klasse. Beispielsweise könnt ihr mit den Skillpunkten euren Medic effektiver heilen oder tödlicheres Gift nutzen lassen.

Habt ihr eine Mission geschafft, teleportiert euch das Spiel zurück in das Hauptquartier, wo ihr euch sammeln und einen neuen Auftrag in Angriff nehmen könnt. Hier fühlt sich Global Agenda wieder mehr wie ein Team-Shooter an, denn eine offene Welt wie in einem MMORPG gibt es nicht, was einen Wermutstropfen für Rollenspieler darstellt.

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In Global Agenda ist nur die beschränkte Trial-Version kostenlos.
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In einem eingespielten Spiel taktisch vorzugehen, Gegner gezielt auszuschalten und langsam Stück für Stück voranzuschreiten, das macht Laune. Jedoch muss das Team funktionieren. Damit steht und fällt jedes Multiplayer-Spiel und auch Global Agenda ist hier keine Ausnahme. Wer sich für das Spiel anmeldet, darf an einer kostenlosen Trial-Phase teilnehmen. Dies bedeutet, dass ihr nur bis Level 12 aufsteigen könnt. Es stehen euch auch nicht alle Spielmodi zur Verfügung. Auf Defensive Raid, Allianz-gegen-Allianz- und Arena-Kämpfe müsst ihr verzichten. Auch werden nur ab und zu neue Content-Updates für die Trial-Version zur Verfügung gestellt. Wer sich das Spiel jedoch für 25 Euro kauft, erhält alle Features. Eine monatliche Gebühr gibt es nicht.