Fans der Final Fantasy-Spielreihe und Computerspielejournalisten sind in Aufruhr über Square Enix' neues MMORPG Final Fantasy XIV. Kaum eine Wertung übersteigt die 70%-Marke, die Kritiken sind hart, auch von langjährigen Fans der Serie. Doch was ist dran an den teilweise vernichtenden Urteilen? Ist Final Fantasy XIV tatsächlich nicht so gut wie erhofft?

Unsere kurze Antwort: Leider ja. Final Fantasy XIV ist im derzeitigen Zustand nicht das Spiel geworden, das es sein könnte und sein will und das man von einem modernen MMORPG erwartet. Unsere lange Antwort lest ihr im Folgenden.

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Das Dilemma beginnt bereits bei der Erstellung eines Accounts. Wer Final Fantasy XI gespielt hat, weiß, worauf er sich einlassen muss. Alle anderen sollten viel Geduld und gute Nerven mitbringen. Denn rückwirkend die Steuererklärungen der letzten sechs Jahre inklusive aller Anhänge auszufüllen, kann nicht komplizierter sein.

Final Fantasy XIV: A Realm Reborn - Das ist ja echt die Härte!

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Das grandiose Intro von Final Fantasy XIV schürt große Erwartungen an das Spiel.
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Wer dies hinter sich gebracht hat, darf sich zunächst an der spektakulären Intro-Sequenz erfreuen, die einem regelrecht das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Hier offenbart sich das Potenzial, das in Final Fantasy XIV steckt. Das MMORPG versetzt euch in die Fantasywelt Eorzea.

Nachdem das Garleische Kaiserreich vor 15 Jahren den Stadtstaat Al Mhigo überfiel, schlossen sich die anderen fünf Stadtstaaten des Kontinents zusammen, aus Angst, das Kaiserreich würde eine größere Invasion planen. Diese blieb jedoch aus, weshalb zahlreiche Abenteurer, Krieger und Soldaten nun arbeitslos sind. Es wurde ein Netzwerk an Gilden erschaffen, um den Kämpfern die Möglichkeit zu bieten, der Bevölkerung bei ihren Problemen unter die Arme zu greifen. Natürlich seid ihr einer dieser Helden. Na, das hört sich doch schon mal gut an. Also, schnell einen Helden erschaffen und in die Abenteuer gestürzt.

Packshot zu Final Fantasy XIV: A Realm RebornFinal Fantasy XIV: A Realm RebornErschienen für PC, PS3 und PS4

Wählt eine Klasse und ändert sie

Wie in MMORPGs üblich, erstellt ihr euch zunächst einen Helden. Aus den fünf Völkern Hyur (Menschen), Migo'te (Katzenmenschen), Lalafell (kleine halblingartige Wesen), Elezen (Elfen) und Roegadyn (große, muskelbepackte Kerle) wählt ihr euren Charakter aus. Jede Rasse unterteilt sich noch in zwei Untervölker. Anschließend verändert ihr das Aussehen eures Recken anhand zahlreicher Optionen wie Frisur, Hautfarbe, Größe und besonderer Merkmale wie etwa Narben und wählt eine Charakterklasse aus. Hier stehen die Oberklassen Kämpfer, Zauberer, Handwerker und Sammler zur Wahl, die noch durch Unterspezialisierungen ausgebaut werden. Insgesamt wählt ihr so aus 18 Klassen diejenigen aus, die euch zu Beginn des Spiels am meisten zusagt.

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Bei der Charakter-Erstellung habt ihr viele Möglichkeiten, euren Helden zu individualisieren.
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Könnt ihr euch nicht für eine Klasse entscheiden? Macht nichts. Denn eines der interessanten Features von Final Fantasy XIV ist die Möglichkeit des Jobwechsels. Und dies funktioniert erstaunlich einfach. Wechselt ihr etwa die Waffe, so wird aus eurem Axt- ein Bogenkämpfer. Ebenso ändert ihr auch euer Handwerk durch einen einfachen Wechsel des Werkzeugs. Ihr seid also nicht darauf festgelegt, für immer eurer gewählten Profession nachzugehen.

Daher lohnt es sich auch, Attributspunkte auf die Werte zu verteilen, die mit eurer gerade gespielten Klasse nicht viel zu tun haben. Denn bei einem schnellen Wechsel seid ihr so schon etwas geübter, es sei denn, ihr möchtet wirklich einen Zauberspezialisten oder einen reinen Krieger spielen. Welche Klasse ihr zu Beginn wählt, bestimmt also hauptsächlich, mit welcher Ausrüstung ihr beginnt und wie eure Anfangswerte aussehen. Ein interessantes System, das Abwechslung und Flexibilität ins Spiel bringt.

Möge das Abenteuer beginnen!

Jetzt noch schnell den Server gewählt und es kann losgehen. Da es keine länderspezifischen Server gibt, trefft ihr auf Spieler aus aller Welt. Hier ist die Übersetzungsfunktion im Spiel sehr nützlich, welche es euch erlaubt, euch zumindest rudimentär mit anderssprachigen Spielern zu unterhalten. Während unseres Tests waren jedoch auch die Server, die als nicht ausgelastet gekennzeichnet waren, stets voll, was zu vielen, teils sekundenlangen Lags geführt hat und man oft unsichtbar durch die Gegend wanderte und erst nach und nach Mitspieler aus dem Nichts erschienen. Vor allem an den Wochenende kam es auch zu Warteschlangen.

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Schon zu Beginn könnt ihr auf gefährliche Gegner treffen. Hier ist es von Vorteil, in einer Gruppe unterwegs zu sein.
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Je nachdem, für welche der drei Städte Gridania im Finsterwald, die Wüstenei Ul'dah oder den Stadtstaat Limsa Lominsa ihr euch entschieden habt, beginnt euer Abenteuer auf eine andere Weise. Startet ihr in Gridana, erlebt ihr beispielsweise den Absturz eines Luftschiffes mit und müsst euch um die Überlebenden kümmern. In Ul'dah nehmt ihr an einem Fest teil, bei dem es zu einer Katastrophe kommt und in Limsa Lominsa erscheint eine legendäre Insel aus dem Meer, die natürlich untersucht werden muss.

Final Fantasy XIV erinnert mich an einen lecker aussehenden Kuchen, der viel zu früh aus dem Ofen genommen wurde.Fazit lesen

Diese Hauptstorys setzen sich im Lauf des Spiels immer weiter fort und stellen einen der Lichtpunkte in Final Fantasy XIV dar. Immer, wenn ihr in dieser Geschichte voranschreitet, erzählt das Spiel in einer - dank der detaillierten 3-D-Grafik - beeindruckenden Sequenz die Geschehnisse weiter. Leider jedoch nur sehr selten durch englische Sprachausgabe unterlegt - deutsche Sprachausgabe gibt es nicht. Dies trübt etwas die Atmosphäre, da viele Texte gelesen werden müssen.

Wann die Hauptstory jedoch voranschreitet und wen ihr dafür ansprechen müsst, stellt eine Herausforderung dar. Denn in Final Fantasy XIV haben Questgeber keine Ausrufezeichen oder ähnliche aus anderen MMORPGs bekannten Symbole über den Köpfen, welche markieren, dass ihr mit dieser Person sprechen solltet. Es bleibt euch oft nichts anderes übrig, als alle NPCs (die glücklicherweise im Gegensatz zu Spielern grün gefärbte Namen tragen) anzusprechen. Apropos Namen: Aufgrund der Fülle an Spielern ist oft fast der gesamte Bildschirm mit Namen bedeckt, was es schwer macht, Personen anzuklicken – dies stellt übrigens auch in Kämpfen ein nicht zu unterschätzendes Problem dar.

Holt euch einen Freibrief

Abgesehen von Hauptquests gibt es in Final Fantasy XIV noch eine weitere Möglichkeit, Aufträge zu absolvieren. Dazu sprecht ihr mit dem Gildenmeister und holt euch einen Gildenfreibrief. Diese stehen in den Varianten "Kampf," "Sammeln" und "Fraktionsquests" zur Verfügung. Habt ihr einen oder mehrere Freibriefe erhalten, müsst ihr euch zu einem sogenannten Ätheriten begeben und hier eine der Missionen starten. Seid ihr alleine unterwegs, wählt ihr den Schwierigkeitsgrad "Einzelkämpfer". Möchtet ihr die Quest in einer Gruppe erledigen, gibt es noch weitere Optionen, je nachdem, wie groß eure Truppe ist. Bis zu 14 Mann können in einer Party sein.

Der gewählte Schwierigkeitsgrad bestimmt nicht nur, wie hart die Gegner sind, sondern auch, wie hoch die Belohnung ausfällt. Sobald eine Mission begonnen wurde, erkennt ihr auf der Karte einen Pfeil, der euch zeigt, wo ihr hinlaufen sollt. Zudem zählt ein Timer herunter. Innerhalb dieser vorgegebenen Zeit müsst ihr die Aufgabe erfüllen. Manchmal artet dies in Stress aus, denn die Laufwege sind mitunter recht weit. Sterbt ihr und es ist kein Heiler anwesend, werdet ihr zum Ätheriten-Kristall zurückgeführt und müsst alles noch einmal ablaufen – ärgerlich. Auch Grund zum Ärger bieten die vielen unsichtbaren Barrieren etwa an Abgründen oder der Umstand, dass der Held hin und wieder an Ecken der Spielwelt hängen bleibt. Da es auch keine Option zum Springen gibt, bleibt oft nur ein Umweg, um ans Ziel zu gelangen. Allerdings dürft ihr euch zu bereits besuchten Ätheriten teleportieren.

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Die Cutscenes der Hauptstory sind grafische Leckerbissen.
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Nach erfolgreich abgeschlossener Mission erscheint ein Ätherknoten, der euch zurück zum Ätheriten führt. Da es sich in den meisten Fällen um altbekannte Quests der Marke "Töte 12 Erdhörnchen" handelt, fehlt hier mit der Zeit die Abwechslung, auch wenn die Monster mit fortschreitendem Spielverlauf glücklicherweise immer spektakulärer werden - denn wenn ein bulliger Krieger mit Riesenaxt von einem winzigen Eichhörnchchen-ähnlichen Nagetier vermöbelt wird, nimmt das Spiel leicht groteske Züge an.

Natürlich dürft ihr auch außerhalb von Missionen gegen die umherstreunenden Monster kämpfen – und dieses Grinding solltet ihr sogar tun, um euren Helden zu verbessern. Denn euch stehen nur acht Missionen pro 36 Stunden zur Verfügung. Dies soll, zusammen mit einer Reduzierung der Erfahrungspunkte nach acht Spielstunden dafür sorgen, dass Spieler mit wenig Zeit nicht ins Hintertreffen gegenüber Powergamern geraten. Woher ihr wisst, dass ihr aufgestiegen seid und Attributspunkte verteilen oder neue Fähigkeiten einsetzen dürft? Augen auf! Denn im Textfenster des Spiels erhaltet ihr eine kleine Meldung dazu, die jedoch aufgrund der rasant vorüberscrollenden Meldungen zu leicht übersehen werden kann. Wer achtet mitten in einem Kampf auch schon auf alle Texte, die vorüberfliegen? Daher solltet ihr regelmäßig – übrigens über das Hauptmenü des Spiels – nachsehen, ob ihr Punkte verteilen dürft. Weshalb es kein deutliches visuelles Feedback irgendeiner Art gibt, bleibt das Geheimnis von Square Enix.

Interface aus der Hölle!

Kaum ein MMORPG bietet eine derart verschachtelte, unbequeme und teilweise unlogische Benutzerführung wie Final Fantasy XIV. Ein kleines Beispiel: Recht am Anfang des Spiels sollt ihr zu einem Ätheriten-Kristall wandern und diesen berühren. Hört sich einfach an. Am Ätheriten angekommen, lässt sich dieser jedoch nicht anklicken. Da es keinerlei Hinweise im Spiel oder im Handbuch gibt, was zu tun ist, stellt sich schnell Frust ein. Wie ihr den Kristall nun benutzt? Aufgepasst: Ihr öffnet das Hauptmenü des Spiels – genau, jenes Menü, in dem ihr auch die Spieloptionen einstellt und euch ausloggen könnt. Befindet ihr euch im Radius eines benutzbaren Objekts wie des Ätheriten, erscheint im Hauptmenü eine Zusatzoption "Interaktion". Hierüber lässt sich der Kristall nun benutzen... Offenbar wäre es zu simpel gewesen, den Ätheriten einfach anzuklicken.

Auch neue Fähigkeiten in die Quickslot-Leiste zu transferieren, ist nicht so einfach wie gedacht. Dies geschieht über mehrere Menüs und Untermenüs, die erst aufgerufen werden müssen. Vor derartigen Problemen mit der Benutzeroberfläche werdet ihr öfter stehen. Wer auch immer sich diese Steuerung ausgedacht hat, muss entweder einen Hang zur Qual anderer haben oder hat die Entwicklungen in Sachen Computerspiele der letzten zehn Jahre verschlafen. Die Steuerung scheint auf einen Controller optimiert zu sein - ein deutlicher Hinweis darauf findet sich im Handbuch, in dem ein Playstation-3-Controller bei der Erklärung der Steuerung abgebildet ist.

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Das Kreaturendesign in Final Fantasy XIV ist typisch für die Serie sehr gelungen.
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Interessant dagegen ist das Kampfsystem. Im Gegensatz zu den meisten anderen MMORPGs attackiert euer Held die Feinde nicht automatisch. Ein Ausdauerbalken zeigt an, wann ihr Angreifen könnt und müsst entsprechend selbst auf die gewünschte Aktion klicken. Ihr dürft euch auch während der Kämpfe bewegen und versuchen, die Gegner wegzulocken oder zu umrunden. Auf diese Weise ist vor allem das Zusammenspiel in der Gruppe taktisch und kann zu Komboangriffen führen.

Nach einem Kampf regeneriert sich euer Held automatisch, was recht schnell geschieht. Besonders spektakulär sind die Kämpfe gegen teilweise gigantische und grafisch atemberaubende Bossgegner in Szene gesetzt. Hier glänzt das MMORPG wieder und lässt gleichzeitig das Herz bluten, denn es offenbart sich, welches Potenzial im Spiel steckt, das einfach nicht ausgenutzt wurde.

Crafting des Teufels

Zu einem MMORPG gehört natürlich auf das Craften. In Final Fantasy XIV dürft ihr einer Gilde beitreten und entsprechend dieser eine Handwerkkunst erlernen und so eigene Objekte herstellen – was auch deshalb sehr nützlich ist, da ihr im Spiel kaum durch Händler an bessere Ausrüstung kommt. Gute Rüstungen oder Waffen gibt es meist nur als Belohnung für Quests oder durch den Handel mit anderen Spielern. Dies allein ist eine Wissenschaft für sich, da es keinerlei Marktsystem oder ähnliches gibt. Lediglich der Umstand, einen Gehilfen zum Verkauf von Waren einzustellen, bringt ein wenig Licht in den Wust an Klickorgien durch Hunderte von Namen und dadurch heilloses Chaos.

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Möge der Händler mit der besseren Axt bitte zum Mauszeiger kommen? Biiitteeeeee!!!
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Nicht weniger frustrierend läuft das Craften an sich ab. Zwar ganz nett gemeint, arten die Minispiele, über welche die Handwerkskunst ausgeübt wird, oft in Nervenzusammenbrüche aus. Abgesehen von der wieder verschachtelten Menüführung macht der Umstand, den richtigen Zeitpunkt beim Angeln oder die richtige Dosierung der Kraft beim Schmieden zu finden, das Handwerken zu einem Craft... äh Kraftakt - auch da zusätzlich noch ein Timer nach unten zählt.

Um etwas herstellen zu können, benötigt ihr jedoch zunächst das entsprechende Rezept und die Zutaten. Leider kommt man nicht darum herum, dieses System zu nutzen, da die eigene Ausrüstung mit der Zeit verschleißt und repariert werden muss. Daher solltet ihr euch im Spiel am besten auf die Handwerkskunst spezialisieren, mit der ihr eure eigene Ausrüstung wieder instand setzen könnt und nicht immer mühsam nach einem entsprechend ausgebildeten Spieler suchen müsst.

Verschenktes Potenzial

Begleitet von den sphärischen Klängen von Final-Fantasy-Komponist Nobuo Uematsu wandert ihr durch idyllische Landschaften und trefft auf exotische Kreaturen, die euch nicht selten den Mund offen stehen lassen. Detaillierte Texturen, wunderschöne Effekte und sogar Mimiken der Charaktere in den Zwischensequenzen lassen in Final Fantasy XIV eine Atmosphäre aufkommen, wie man sie aus den Singleplayer-Spielen der Reihe kennt.

Hier trägt die Hauptstory mit tollen Cutscenes einen großen Teil dazu bei. So kann man eine gute Geschichte in einem Online-Rollenspiel erzählen. Diese Atmosphäre und dieses cineastische Gefühl sollte sich jedoch konsequent durch das gesamte Spiel und einen in seinen Bann ziehen, obwohl auch hier Leerlauf aufkommt, da neue Missionen erst ab einem bestimmten Level freigeschaltet werden und man deswegen hin und wieder nie weiß, wie, wo oder wann die Hauptaufgabe weitergeht.

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Gruppenkämpfe gegen Bossgegner gehören zu den Highlights von Final Fantasy XIV.
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Trotzdem könnte könnte das MMORPG grundsätzlich in eine andere Welt entführen, in der man sich verlieren kann. Tja, wären da nicht die vielen Probleme, mit denen das Online-Rollenspielen noch zu kämpfen hat. Zu unfertig wirkt es, zu störrisch und unnötig kompliziert, um es genießen zu können. Doch nicht nur daran merkt man, dass Final Fantasy XIV noch etwas Entwicklungszeit gut getan hätte. PvP soll mit einer Erweiterung eingeführt werden, genau wie Endgame-Content für hochstufige Charaktere und auch Transportmittel wie die bekannten Chocobos finden erst zu einem späteren Zeitpunkt ihren Weg ins Spiel – obwohl schon entsprechende Läden in der Welt vorhanden sind.

Die wirklich gelungene Optik benötigt auch einen entsprechend guten PC. Selbst auf einem Intel i7-930 mit 8 GB RAM und einer Radeon 5870 lief das Spiel mit maximalen Details in der Auflösung 1920x1080 nicht flüssig. Die vielen Lags auch auf angeblich nicht ausgelasteten Servern führen zudem zu einem zähen Spielablauf.

Im aktuellen Zustand macht Final Fantasy XIV einen unfertigen und nicht völlig durchdachten Eindruck und nur hartgesottene MMORPG-Liebhaber und Fans der Final-Fantasy-Serie werden einigermaßen Spaß damit haben. Glücklicherweise haben die Verantwortlichen bei Square Enix den Aufschrei der Spieler gehört und arbeiten bereits daran, das Spiel benutzerfreundlicher zu machen. Von einer Verringerung des Serverlags und einer Überarbeitung des Interface ist die Rede. Auch das Zielsystem, die Karte, die Menünavigation und das Inventar sollen verbessert werden. Alles dringend nötige Bauarbeiten, um Final Fantasy XIV zu dem Spiel zu machen, das es sein will.