Interplay scheint mit der Marke Fallout massive Probleme zu haben. Die Rechtsstreitigkeiten mit Bethesda, die die Rechte an der Marke halten, ziehen sich hin und mittlerweile überragen die Kosten für die verschiedenen Projekte bei Interplay die Gewinne deutlich. Man hat Zweifel, dass der Publisher überleben wird.

Fallout Online - Veröffentlichung zweifelhaft, Interplay fürchtet Zusammenbruch

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Ob wir Fallout Online jemals sehen werden? Sicher ist das zumindest nicht.
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Wie die Analysten von „The Californian“ sagen, gibt es ernsthafte Zweifel, dass Interplay die Fähigkeit haben wird, als Unternehmen weiter zu bestehen. Wie sie den Investoren mitteilten, wäre ihr Kontostand beim Jahreswechsel auf 3.000,00 Dollar gesunken, bei einem Defizit von über drei Millionen Dollar. Es wird eindringlich davor gewarnt, das durch das Fehlen von Kreditzusagen das Eigenkapital weiter sinken könnte. Damit wäre die einzige Rettungsmöglichkeit, die Firma zu verkaufen.

Die operativen Verluste, die Interplay mit seinen verschiedenen Projekten gemacht hat, sind dermaßen hoch, dass auch keinerlei Zusagen für Kredite von entsprechenden Kreditgebern gemacht werden. Diese Probleme machen die Veröffentlichung von Fallout Online ebenfalls sehr zweifelhaft, zumal die einzige Überlebenschance, den Analysten momentan sehen, darin besteht, den Publisher zu verkaufen oder mit einem anderen Unternehmen zusammenzulegen.

Über die Fallout-Marke ist auch immer noch ein Rechtsstreit mit Bethesda offen. Bethesda versucht Interplays Pläne, Fallout Online zu entwickeln und zu verkaufen aus der Welt schaffen, indem sie behaupten, dass Interplay mit der Entwicklung Urheberrechtsverletzungen begeht - was Interplay aber zurückweist. Stattdessen behauptet Interplay, dass Bethesda sich nicht an die geschlossenen Verträge gehalten hätte, und reichte eine Gegenklage ein, welche aber im Januar 2011 abgewiesen wurde.

Nimmt man alles zusammen, dann wird die Veröffentlichung von Fallout Online durch Interplay immer unwahrscheinlicher. Zum einen sind da die hohen Schulden und Verluste, zum anderen der Rechtsstreit über die maßgeblichen Urheberrechtsverletzungen. Es bleibt hier nun abzuwarten, wie sich die Rechtsstreitigkeiten zwischen den Firmen entwickeln und welche Pläne Interplay zur Rettung des Unternehmens schmieden wird.

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