Mittlerweile herrscht wieder ein wenig mehr Klarheit über das Fallout-MMO, Fallout Online. Das Entwicklerstudio Masthead, das mit der Programmierung von Interplay beauftragt war, konnte einer Einstweiligen Anordnung entkommen, nachdem Bethesda den Rechtsstreit in die USA verlegen ließ.

Fallout Online - Entwicklerstudio des MMOs entkommt dem Rechtsstreit

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Bethesda erleidet einen Rückschlag im Rechtsstreit um die Marke Fallout, dennoch geht der Kampf der Juristen um das Fallout-MMO weiter.
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Die von Bethesda im Rechtsstreit gegen Interplay eingelegten Beschwerden führten zwangsläufig dazu, dass der Prozess vor einem kalifornischen Gericht stattfinden muss. Der Fallout-3-Publisher versuchte eine Einstweilige Anordnung gegen das Entwicklerstudio zu erwirken, allerdings sah der verantwortliche Richter, John Walter, dazu keine Veranlassung und lehnte den Antrag ab. Damit konnte das in Bulgarien beheimatete Entwicklerstudio, welches von Interplay mit der Programmierung des MMO beauftragt worden war, dem Rechtsstreit entkommen.

Die Streitigkeiten basieren auf einem Deal aus dem Jahre 2007 an, den Bethesda, als Teil der Zenimax-Gruppe, mit Interplay abschloss, der die Fallout-Marke betraf. Interplay beauftragte daraufhin Masthead damit, ein MMO auf Basis der eben dieser Marke zu entwickeln, da sie glaubten, ihnen wären die Lizenzrechte dazu eingeräumt worden. Bethesda, denen das geistige Eigentum an der Marke „Fallout“ zukommt, behauptet allerdings, dass Interplay einige Punkte des Lizenzabkommens verletzt hätte. Im Jahr 2009 verklagte Bethesda Interplay dann zum ersten Mal. Bereits wenige Monate später lehnte ein US-Gericht eine Einstweilige Verfügung ab.
Im zweiten Klageantrag behauptete Bethesda dann, dass Interplay und Masthead weder Gegenstände noch Charaktere oder Storyinhalte benutzen dürfen, die zur Marke Fallout gehören. Richter Walter behauptet nun aber, dass Bethesda nicht gezeigt hätte, dass sie unwiderruflichen Schaden nehmen würden, wenn die Einstweilige Anordnung rechtskräftig werden würde. Sie haben nicht gezeigt, dass Bethesda völlig schuldlos war, als es zu dem Streit kam.

Währenddessen wird die wirtschaftliche Situation von Interplay immer prekärer. Seit einiger Zeit schreibt der Publisher rote Zahlen. Erst vor Kurzem warnte Interplay seine Investoren davor, dass die Firma kurz vor dem Zusammenbruch steht, wenn die aktuelle finanzielle Situation sich nicht bald ändert. Interplay wurde im Jahr 1983 gegründet und ist mit Spielen wie Fallout 1 und 2, Conflict: Freespace oder Baldurs Gate berühmt geworden.

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