Everquest 2 - Wüste der Flammen (PC-Test)
von Valentin Rahmel

Mit dem ersten Everquest 2 Add-on "Die Wüste der Flammen" erweitert Sony Online Entertainment die Welt von Norrath um neue Quests, Features und orientalische Landschaften.

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Wer noch keinen höherstufigen Charakter hat, beginnt erst einmal mit der Generierung des eigenen Abenteurers. Wie Fans des Originalspiels bereits wissen, werden 16 spielbare Rassen sowie vier Berufe geboten, die sich im weiteren Spielverlauf in vielfältige Unterklassen spalten. Freeport ist die Heimatstadt der bösen Völker, darunter Dunkelelfen, Oger und die kräftigen Trolle.

In Qeynos hausen die Guten, etwa die robusten Zwerge sowie Hoch- und Waldelfen. Neutrale Helden wie die Menschen, Erudit, Ratonga und weitere Gattungen können sich zu Beginn eine Seite aussuchen. Auch an den umfangreichen Gestaltungsmöglichkeiten des virtuellen Egos hat sich nichts geändert. Vom Kinn bis zur Haarpracht ist alles mittels Regler einstellbar.

Das kann den eitlen Rollenspieler mehrere Stunden kosten.

Add-on für Neulinge?
Kaum loggt sich der frisch erschaffene Held ins Spiel ein, geht es auf die Insel der Zuflucht. Im nett gestalteten Tutorial macht sich der angehende Abenteurer Schritt für Schritt mit den Funktionen vertraut. Außerdem wählt man die erste Charakterklasse und absolviert einige kleinere Aufträge.

So muss der Held beispielsweise eine Gruppe verseuchter Rehe erledigen sowie ein paar grüne Goblins ins Jenseits schicken. Sobald man genug vom Schauplatz hat, geht's per Schiffsglocke in die ausgewählte Stadt (Freeport oder Qeynos). Hier fallen schnell die ersten Übersetzungsfehler auf, die auch nach knapp einem Jahr nicht korrigiert wurden.

Gewisse Passagen sind immer noch in englischer Sprache. Eine Bestätigung mit "Yes" gehört wohl zum Alltag der Everquest 2 Anhänger. Das kann bei weit über tausend Quests schon stören. Doch kommen wir zu den Neuheiten!

Everquest 2: Die Wüste der Flammen - Mehr als ein lauer Wüstenwind?

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Praktischerweise ist in "Everquest 2: Die Wüste der Flammen" nicht nur die Erweiterung enthalten. Sony war so spendabel und hat das Originalspiel direkt dazugepackt. Wer das Add-on ohne Everquest 2 Erfahrungen kauft, wird allerdings relativ schnell bemerken, dass sich der neue Content eher an höherstufige Charaktere richtet. Eine Exkursion ins unentdeckte Ödland endet für junge Helden grundsätzlich tödlich. Anfänger sollten sich erst einmal durch die Abenteuer des Grundspiels kämpfen.

Packshot zu Everquest 2: Die Wüste der FlammenEverquest 2: Die Wüste der FlammenErschienen für PC

Gladiatoren sind gefragt
Wer sich dennoch mit dem fliegenden Teppich in die neue Wüstensiedlung Maj'Dul traut, kann sich mit anderen Spielern in der Arena messen.

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Auch kleine Charaktere können in die Rolle einer starken Kreatur schlüpfen und so ihr geringes Level wettmachen. In verschiedenen Gefechten tauchen sogar spezielle Tränke auf, die den Spieler beispielsweise heilen und so weitere taktische Optionen zulassen. Wer sich nur mit bestimmten Kontrahenten prügeln will, lässt sich seine eigene Arena per Passwort schützen.

Es stehen drei verschiedene Arenentypen zur Auswahl, die sich in ihren Regeln von einander unterscheiden. Basierend auf dem gewählten Typ, können Abenteurer eine Vielzahl verschiedener Kampfplätze wählen - so beispielsweise gigantische Hallen oder kleine Gewölbe. Natürlich wird am Ende jeder Schlacht eine Statistik angezeigt, die dem Gladiator einen Überblick über die Anzahl der getöteten Feinde und über die eigenen Verluste bietet.

Deathmach: Zwei Kontrahenten oder Teams kämpfen bis zum letzten Überlebenden gegeneinander.

Götzenverteidigung: Jedes Team hat ein Götzenbild, das es zu verteidigen gilt. Um den Sieg davonzutragen, muss das Götzenbild des gegnerischen Teams zerstört werden.

Flagge einnehmen: Jedes Team trachtet nach der Kontrolle über die Flagge des feindlichen Teams.

Veteranen freuen sich
Mit der Wüste der Flammen haben die Entwickler definitiv an alte Anhänger gedacht, die schon einen ordentlichen Charakter haben.

Die neue Stadt Maj'Dul wird von drei Fraktionen beherrscht, denen sich der erfahrene Protagonist anschließen kann. Wer verschiedene Wachen der gegnerischen Truppe erledigt, steigert seinen Ruf bei der eigenen Gruppierung.

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Besonders spannend sind die so genannten Turmeroberungen. Verschiedene Mini-Burgen sind über die Stadt verteilt und tragen die Banner der besitzenden Fraktion. Wer seiner Vereinigung zu Ruhm und Ehre verhelfen will, trommelt einige

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Mitstreiter zusammen und nimmt die feindlichen Bastionen ein. Aber Achtung: Die Türme werden von massig Soldaten bewacht.

Wüstenexpedition in orientalischen Landen
Tapfere Charaktere, die sich für die vielen Fraktions- oder Arenakämpfe besser wappnen wollen, können

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ab sofort Stufe 60 erreichen. Unzählige Quests sowie über 40 neue Kreaturen stocken das Monsterrepertoir der Onlinewelt auf mehr als 200 Bestien auf. Das Kampfsystem bleibt typischerweise "halbrundenbasiert" (Everquest, World of Warcraft) - um eine Attacke einzuleiten, muss der Spieler zuerst auf sein Ziel klicken, dann bewegt er sich je nach Waffe oder Zauber in die Reichweite des Opfers und betätigt gegebenenfalls seine Spezialfertigkeiten in der Aktionsleiste.

Köpfchen und Strategie sind hier gefragt, denn die neuen epischen Begegnungen für Stufe 45 oder höher erfordern das ganze Können des PC-Besitzers. Mutige Abenteurergruppen treten beispielsweise gegen den riesigen Zwillingsmetalldrachen an - eine haushohe Bestie, die man nur mit erfolgreicher Teamarbeit erledigen kann. Positiv:

Die hart erkämpften Schätze kann man mittels der Gildentresor-Funktion mit seinen Kameraden fair teilen.Im Glanz der Sonne
Insgesamt bietet die Expansion etwa ein Dutzend neuer Zonen, in denen man einige Areale nur erreichen kann, wenn man verschiedene Wände oder Abhänge erklimmt. Eine wirkliche Neuheit im MMORPG-Genre, die vielfältige neue Möglichkeiten offen legt. Ferner sind die sandigen Ländereien ein echter Augenschmaus. Bis auf wenige triste Gebiete zeigt sich die Engine von ihrer besten Seite. Bump Mapping, komplexe Pixelshader und ausgefuchste Lichteffekte wurden zeitgemäß umgesetzt.

Das ganze hat aber auch seinen Preis: Wer "Die Wüste der Flammen" in vollen Details genießen will, benötigt einen High-End Rechner.