Wer glaubt, das EVE Online Fanfest sei eine ganz spezielle Veranstaltung, für die sich nur eine kleine, verrückte Fangemeinde interessieren müsste, der irrt gewaltig. Denn was CCP alljährlich an einem der wohl ungastlichsten Orte der Welt auf die Beine stellt, ist in der Branche einzigartig und könnte so manchem Publisher als gutes Beispiel dienen - und gleichzeitig als schlechtes.

Hilmars rosarotes Monokel

Wer im vergangenen Jahr regelmäßig die MMO-News verfolgt hat, dem wird kaum entgangen sein, welche schwierigen Zeiten die Softwareschmiede CCP in den letzten Monaten durchlebt hat. Obwohl auf dem Fanfest 2011 für normale Beobachter noch alles in Ordnung schien, schwelte im Untergrund der Fangemeinde schon damals ein Fünkchen Missmut, das sich bald darauf zum Flächenbrand entwickeln sollte.

Nachdem der zugegeben grandiose Trailer von der großen Vision zum hundersten Mal angeschaut war und sich die Erweiterung Incarna dann als ein rein kosmetisches Gimmik erwiesen hatte, fragte sich der geneigte Fan zu Recht, wo seine monatlichen Gebühren da eigentlich landeten. Als dann noch eine interne Firmenmail ihren Weg in die Öffentlichkeit fand, in der Firmenchef Hilmar Veigar Pétursson den erfolgreichen Verkauf überteuerter Monokel feierte und damit eine Umstellung des Spiels auf free to play einleiten wollte, liefen die Fans Amok.

Eve Online - Volle Kraft zurück! EVE Online tritt den Rückweg nach vorne an

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Die Fans auf den Barrikaden: Die Spieler waren wenig begeistert von den letzten Änderungen.
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Die eigentlichen Geldgeber

In einer bislang in der MMOG-Geschichte nie dagewesenen Protestwelle kündigten tausende und abertausende von Spielern ihre Abonnements. Wo EVE Online als einziger Titel der Branche bislang über Jahre hinweg stetig an Spielern zulegte, verzeichnete man plötzlich einen Einbruch, der die Existenz des gesamten Unternehmens gefährdete.

Denn CCP hatte sich längst in seiner Struktur verändert, war über alle Maße gewachsen, steckte nicht länger jeden Cent in die Entwicklung des kleinen Weltraum-Titels, dem es einst seinen Erfolg zu verdanken hatte, sondern in zwei weitere Spiele, die zwar spannend klangen, die eigentlichen Geldgeber CCPs allerdings einen feuchten Kehricht interessierten.

Packshot zu Eve OnlineEve OnlineErschienen für PC

Basisdemokratische Unternehmensführung

In höchster Not beschloss CCP, den Spielerrat für eine Krisensitzung nach Island einzufliegen. Der tat genau das, wozu er gewählt worden war: er setzte dem Publisher im Namen der Spieler den Blaster auf die Brust und forderte einen radikalen Kurswechsel hinsichtlich der Entwicklung von EVE Online und damit indirekt auch hinsichtlich der Unternehmensführung.

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Hilmar Veigar Pétursson reagierte umgehend, schrieb einen langen Brief und bekannte sich schuldig im Sinne der Anklage. Zweifelten die Fans anfangs noch an der Aufrichtigkeit seiner Zeilen, wurden sie spätestens eines Besseren belehrt, als bei CCP die personelle Umstrukturierung begann. CCP entließ 20 Prozent seiner Belegschaft, vorwiegend jene, die in Atlanta an World of Darkness gearbeitet hatten und zog zusätzlich weitere Mitarbeiter in Island zusammen.

Nur mal kurz die Welt retten

Arnar “CCP Zulu” Gylfason dankte als Senior Producer von EVE Online ab und übergab seinen Posten an Jon Lander. Der hatte bislang das Team hinter der hauseigenen Carbon Engine geleitet und ist eher für Perfektionismus und Detailverliebtheit bekannt als für abstrakte Träumereien. Sein Auftrag: nur mal kurz die Welt retten und das Flaggschiff EVE Online wieder auf den Kurs bringen, den man mit Incarna und dessen ganzem kosmetischen Schnickschnack fälschlicherweise verlassen hatte.

Und da traf man nun erneut zusammen - zum EVE Fanfest 2012, von dem im Voraus tatsächlich niemand genau sagen konnte, was da auf uns zukommen würde. Würde sich CCP wieder in Träumen und Flausen verlieren? Würde man die Teams doch wieder aus EVE Online abziehen, um andere Spiele zu entwickeln? Würden überhaupt noch Fans die weite Reise nach Island auf sich nehmen und wie ist es um die Stimmung in der Community bestellt - nach all den Querelen des letzten Jahres?

Sand in den Augen

Für mich war klar, dass die Veranstaltung in diesem Jahr möglicherweise noch spannender werden würde als im letzten und so kletterte ich, nachdem mich der Ruf in den eisigen Norden ereilte, sofort in den nächsten Flieger, um dem Spektakel beizuwohnen, bei dem diesmal doch tatsächlich einmal nicht EVE Online im Mittelpunkt stehen sollte, sondern Konsolen-Shooter Dust 514. Doch das ist eine andere Geschichte, von der ich im Detail später noch gesondert berichten werde.

Dabei fällt es nicht immer leicht, EVE Online und Dust 514 zu trennen, denn wenn auf dem Fanfest eines deutlich wurde, dann doch die Tatsache, dass CCP noch immer ein großes Ziel vor Augen hat und nicht nur an einem Spiel bastelt, sondern an einem riesigen Universum, in dem jede einzelne Welt letztlich dazu beitragen soll, das Spielerlebnis ein Stück näher an die Realität zu rücken.

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Frank auf dem EVE Fanfest in Island.
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Internet spaceships are serious business!

Und mit diesem Ziel vor Augen fällt es insgesamt auch immer schwerer, EVE Online überhaupt noch als Spiel zu betrachten. Es ist viel mehr als das - es ist ein Koffer voller Werkzeuge, der dem Spieler alle erdenklichen Möglichkeiten bietet, im Sandkasten nach Herzenslust zu buddeln, zu formen oder zu zerstören.

Ob man EVE Online letztlich als Spiel nutzt oder als Methode, Ruhm, Ehre oder Reichtum in einer virtuellen Umgebung zu erlangen, bleibt jedem Spieler selbst überlassen. Für die meisten Besucher des Fanfests steht auf jeden Fall fest: “Internet spaceships are serious business!” Diesem Mantra folgen sie und nicht weniger erwarten sie auch vom Hersteller CCP.

Große Infos in kleinem Rahmen

Umso aufmerksamer verfolgen die Spieler jede einzelne Ankündigung, die CCP macht und sie wollen überall mitdiskutieren. In Island ist das auch möglich, denn das komplette Fanfest ist mit seinen unzähligen kleinen Panels ganz stark darauf ausgerichtet, dass man als Fan gemeinsam mit den Entwicklern an einer Thematik arbeitet. Die größeren Präsentationen sind also nur eine ganz grobe Zusammenfassung - die interessantesten Fakten findet man zwischendurch.

Und das klappt nur, weil die Jungs von CCP alles andere als kontaktscheu sind. Im Gegenteil - sie suchen das Gespräch mit den Spielern und scheuen sich auch nicht zu erklären, dass die Fans oft weit mehr vom Alltag in der Sandbox verstehen als die Entwickler, die aus ihrer Perspektive oftmals gar nicht merken, dass eine vielleicht tolle Idee in der Praxis gar nicht funktionieren kann.

Einblick in die Schöpfung

Und so ist es kaum verwunderlich, dass in diesem Jahr auch die Third-Party-Applications einen hohen Stellenwert eingeräumt bekommen. EVE Online ist und war schon immer ein Spiel, das sich besonders bei IT-Fachleuten großer Beliebtheit erfreut. Und die wollen nicht nur im Sand der Galaxis buddeln, sondern auch einen möglichst tiefen Einblick in die Schöpfung gewinnen.

Und in dieser Hinsicht zeigt sich CCP in diesen Tagen recht großzügig, legt gewisse Teile der Datenbanken und des Codes offen, sodass die Tüftler und Bastler genügend Raum bekommen, ihre eigenen Ideen zu verwirklichen, EVE Online um neue Facetten zu erweitern und praktische Tools und Applikationen für alle erdenklichen Systeme zu entwickeln.

Spartanisch in die Zukunft

Doch natürlich geht man auch bei CCP selbst fleißig zu Werke, vielleicht fleißiger denn je. So spartanisch Jon Landers neuer Kurs auf manchen Außenstehenden auch wirken mag - für eingefleischte Fans entspricht er genau den Vorstellungen. Der ganze Schnörkel um Incarna liegt zwar nicht auf Eis, wurde aber deutlich hintangestellt. Im Vordergrund stehen jetzt die grundlegenden Funktionen von EVE Online und das Geschehen im Weltall, das man einerseits dezent erweitern will, nebenbei jedoch auch nachhaltig überarbeiten möchte und sei es nur grafisch, wie es aktuell bei den Raketen geschieht.

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Die erste Ladung neuer Inhalte sollen wir bereits mit dem nächsten Update bekommen, das den vielsagenden Namen “Inferno” trägt und wie so oft in mehreren Teilen aufgespielt werden soll. Der vorbereitende Patch ist für den 24. April geplant, das komplette Update soll dann bis zum 22. Mai komplett aufgespielt sein.

Die Kunst des Krieges

Beobachter sprechen schon jetzt davon, dass Inferno vor allem das PvP verändern und erweitern wird, was vor allem Langzeit- und Intensivspieler freuen dürfte. Geplant ist unter anderem eine Überarbeitung rund um die Kriegserklärungen, die nach einer Woche enden, wenn der Erklärende nicht weiter für die Verlängerung bezahlt. Ein ausführlicher Kriegsreport soll Beteiligten und interessierten Außenstehenden gleichzeitig einen Überblick über das gesamte Kriegsgeschehen geben - ein Paradies für Analysten.

Das neue System soll den Kriegen insgesamt mehr Bedeutung für die gesamte Galaxis geben, indem auch bislang Unbeteiligte partizipieren können. Dafür wird eigens ein neuer Marktplatz für Söldner eingefügt, über den der Angegriffene die Möglichkeit bekommt, Unterstützer gegen Sold anzuheuern. Um die Kriege insgesamt möglichst in Balance zu halten, hat der Aggressor diese Möglichkeiten jedoch nicht und muss daher abwägen, ob er den Krieg gegen eine kleine, aber möglicherweise finanzkräftige Corporation durchstehen kann.

Zuhören, diskutieren, auswerten

Auf dem Fanfest wurde dieses System natürlich sofort hitzig diskutiert. Kaum dass es in der Theorie vorgestellt worden war, sahen Kritiker tausend Ecken und Kanten, an denen es in der Praxis scheitern könnte. Doch genau dafür ist das Fanfest ja gedacht und Jon Lander hat seinen Teams für das Fanfest einen klaren Auftrag mit auf den Weg gegeben: zuhören, diskutieren, auswerten.

Neben der Kriegsführung gibt es noch ein System in EVE Online, das durchaus etwas Feintuning gebrauchen könnte: die Fraktionskriege. Die sind seit 2008 im Spiel und eigentlich dafür gedacht, Spielern ohne große Corp ein schnelles PvP zu ermöglichen. In der Praxis allerdings blieb das System hinter seinen Möglichkeiten zurück und findet seit einiger Zeit kaum noch Beachtung.

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Hybrider Weltraum: Die Welt von EVE wird mit der von Dust 514 verschmolzen.
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Krieg an allen Fronten

Auf dem Fanfest rief CCP jetzt eine eigene Diskussionsrunde zum Thema ein, um über Ideen und Sorgen zu sprechen und um alte Pläne neu zu sortieren. Das Ziel: die Fraktionskriege als Sprungbrett in die umkämpften Sektoren zu etablieren und unabhängigen Spielern tatsächlich die Möglichkeit zu geben, die territorialen Machtverhältnisse zu beeinflussen und gleichzeitig gewisse Boni zu erkämpfen.

Ganz einfach sind eventuelle Veränderungen an den Fraktionskriegen allerdings nicht vorzunehmen, denn letztlich werden sie auch eine Schnittstelle zwischen EVE Online und Dust 514 bilden und könnten die Balance vor allem der etablierten Sandbox nachhaltig gefährden, so zumindest die Sorge der EVE-Community.

Tausend kleine Ideen

Neben den übergeordneten Möglichkeiten, sich in der Sandbox zu verwirklichen, will CCP aber auch die klassischen Dinge ausbauen und beispielsweise neue Module entwickeln, die neue Strategien im Raumkampf ermöglichen und erfordern, darunter intelligente Verteidigungsmodule sowie ein taktisches Warp-Modul, mit dem sich das eigene Schiff quasi verzögerungsfrei über eine große Distanz nach vorne katapultieren lässt.

Eine Überarbeitung der Dronen samt Steuerung ist ebenso in der Planung wie neuartige Schilde, seltene Anbauten für ganz besondere Einsatzmöglichkeiten und PvP-Seasons, in denen dann zum Beispiel ganz spezielle Baupläne temporär ins Spiel kämen, die für eine kurze Zeit eine ganz neue Ära im Raumkampf einläuten könnten.

Wie war das noch mit der Vision?

All diese Dinge und unzählige mehr sind im Gespräch. Doch wer weiß, wie eine Sandbox funktioniert, weiß auch, dass all diese Infos nicht viel mehr als vage Andeutungen sind - ungefähre Ideen, die erst in der Praxis getestet werden müssen und von denen es manche möglicherweise auch gar nicht erst ins Spiel schaffen. All das wissen und verzeihen die Fans - mehr als die Richtung, die CCP mit Incarna und den Avataren einschlagen wollte.

Ganz aus den Augen verloren hat man die große Vision trotzdem nicht. Man geht das Thema nur weit vorsichtiger an als bisher und verspricht, weit weniger Ressourcen in ferne Fantastereien zu stecken. Das Problem, das man derzeit mit den Finanzen hat, ist nach Ansicht von CCP auch nicht von Dauer. Spätestens wenn man Dust 514 im Sommer veröffentlicht, rechnet man schließlich mit einer zweiten Einnahmequelle, die dann auch ganz neue Spielräume für die Verwirklichung von Träumereien lässt.

Der Stoff aus dem die Träume sind

Und trotz aller gebotenen Vorsicht ist das auch in Ordnung. In einem Studio wie CCP muss man träumen dürfen. Das mag nicht immer effizient sein und bisweilen verrennt man sich auch mal in die eine oder andere Spinnerei, doch vor allem daraus werden letztlich neue Ideen geboren, können Innovationen entstehen.

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Beinahe schüchtern kündigte Hilmar Veigar Pétursson in diesem Jahr den obligatorischen Film an, der für viele Zuschauer wie ein reines CGI-Konstrukt wirkt, tatsächlich aber bis auf wenige Schnipsel komplett mit den Mitteln erzeugt wurde, die EVE Online und Dust 514 bieten. Und wer auf dem Fanfest fleißig den wichtigsten Veranstaltungen beigewohnt hat, erkennt auch, woran CCP gerade arbeitet.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Da wären zum Beispiel die Erkundungsmissionen, mit denen die Entwickler derzeit experimentieren. So viel Kritik man für Incarna auch einstecken musste - die Avatare und deren Umgebungen sind nun einmal entwickelt - die Trinity Engine von EVE Online wurde entsprechend ausgebaut, die Carbon Engine tut ihr Übriges.

Es wäre nachlässig, wenn man nicht zumindest die Möglichkeiten durchspielte, mit denen Avatare New Eden aufwerten könnten. Dass man Artefakte mit einem Raumschiff aufsammelt, ist sicher nett - doch wie nett wäre es erst, wenn man dafür mit seinem Avatar durch eine uralte Station wandelt und dort die eine oder andere Falle überwinden muss?

Verstärkung aus dem All

Dass ein Bombenabwurf aus dem Orbit von EVE Online auf die Planetenoberfläche in Dust 514 funktioniert, haben wir schon jetzt mehrfach gesehen. Wenn im Film dann ein Zerstörer einen Trupp Söldner zur Verstärkung auf die Planetenoberfläche schickt, ist das zumindest technisch durchaus keine Zauberei, sondern vielleicht bald schon ein weiteres Element im Krieg der Welten.

Auch die irrsinnigen Explosionen, die sich durch das Gesamte Schiff fressen und die physikalisch korrekt zerberstenden Asteroiden sind keine wilde Träumerei, sondern ganz konkret das, womit sich die Grafikartisten bei CCP in Kooperation mit NVIDIA gerade beschäftigen. Und was da so wundervoll anzusehen ist, könnte auch spielerische Bedeutung erlangen.

Denn ist die Physik erst einmal in EVE Online wirksam eröffnen sich gleichzeitig ganz neue spielerische Möglichkeiten. Derzeit arbeitet CCP daran, den seit Beginn des Spiels weitgehend unangetasteten Erzabbau zu revolutionieren, indem die Asteroidengürtel bald nicht mehr statisch im Raum hängen, sondern tatsächlich auf einer Bahn durch das Sonnensystem ziehen.

Raumschiffe nehmen bei einer Kollision mit Asteroiden möglicherweise Schaden und ganz besonders wertvolle Erze in sehr gefährlichen Gürteln könnten bald ganz neue Strategien beim Abbau erfordern. Der Vergleich mit Fischerbooten auf der Jagd nach Fischwärmen kam hin und wieder auf und damit der Gedanke, dass der eher langweilige Erzabbau so vielleicht wieder zum Erlebnis werden könnte - auch und vor allem für Teamspieler.

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Im Laufe der vielen Jahre wurde EVE Online immer komplexer. Und so gibt es unzählige Baustellen, an denen noch gearbeitet werde kann und derzeit offensichtlich auch gearbeitet wird - zu viele, um sie alle aufzuzählen. Doch CCP hat ganz klar gezeigt, dass es wieder vorangeht, dass das Geld der Spieler gut eingesetzt wird. Nach den Aufständen im Sommer schien die Zukunft von EVE Online und CCPfür lange Zeit ungewiss. Nach diesem Wochenende wirkten jedoch selbst die größten Kritiker besänftigt.

Hilmar Veigar Pétursson - gefallen, aufgestanden und gewachsen
Viele der Gäste in Island hatten noch vor ihrer Reise zum Fanfest ihren Account auf Eis liegen, wollten erst mal abwarten und dann eine Entscheidung fällen. CCP wusste das und hat entsprechend weise gehandelt, tiefgestapelt und offen diskutiert. Die Begeisterung und der Dank der versammelten Fans während der Abschlussveranstaltung in der großen Halle und die Standing Ovations für den reumütigen CEO und sein Team sprachen Bände.

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Standing Ovations für Hilmar und sein Team - die Halle bebte vor Begeisterung
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Hilmar Veigar Pétursson war im vergangenen Jahr hart gefallen. Doch wie es sich für einen raubeinigen Isländer gehört, ist er wieder aufgestanden, hat sich entschuldigt und ist damit über sich hinausgewachsen. Die Fans hat er wieder hinter sich und die freuen sich nicht nur auf die vielen kleinen Inhalte für ihre Sandbox, sondern auch auf das Fanfest im nächsten Jahr.

Dafür wird dann selbst das neu errichtete Harpa alleine nicht mehr ausreichen, denn dann feiert EVE Online seinen sage und schreibe zehnten Geburtstag. Obendrein werden unzählige Anhänger einer ganz neuen Community erstmals ihre Reise nach Island antreten. Dust 514 steht in den Startlöchern und nach allem, was ich gesehen und gespielt habe, muss ich davon ausgehen, dass die kleine Insel in großer Gefahr ist.