Böse Taten werden in virtuellen Welten meist sehr schnell bestraft. Schadet ein Spieler einem anderen, greifen Gamemaster ein und sorgen für Recht und Ordnung. Doch es gibt auch Welten, in denen das anders ist. Lineage 2 und Eve Online beispielsweise bauen beide gleichermaßen auf Drama, Skandale und Korruption.

Und das sei auch so gewollt, erklärte jetzt Noah Ward von CCP in einem Interview mit den Kollegen von MTV. So lange Spieler keine rassistischen Äußerungen machen oder andere Spieler real bedrohen, darf jeder tun und lassen, was er will.

Diese Freiheit führt zu "massiven politischen Skandalen - und die Spieler lieben das. Die größte Allianz im Spiel ist von einem Händler von innen zerstört worden und als das geschah, hatten wir zu Beginn wirklich Angst und dachten 'Oh nein! Jetzt hören alle auf!'. Das war wirklich schrecklich für uns. Das war morgens, doch ein paar Stunden später dröhnte es wie verrückt in den Foren, die Zahl der Abonenten ging nach oben und alle waren begeistert."

Vielleicht ist es wirklich wieder an der Zeit, dass Entwickler ihre schützenden Hände von den Spielern nehmen und ihnen wieder mehr Freiheiten einräumen. Zum guten Charakter eines Spiels gehört schließlich nicht nur, dass man etwas gewinnen kann, sondern auch die Gefahr, etwas zu verlieren.

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