Wenn es nach CCPs Geschäftsführer Hilmar Pétursson geht, dann ging der Aufstand um die „Goldene Gans“ in EVE-Online deutlich zu weit. Bei dem kürzlich ans Licht gekommenen, internen, Schriftstück, in dem von besagter goldenen Gans die Rede war, soll es sich um eine missinterpretierte Fehlinformation handeln.

Eve Online - Geleakte Unterlagen wurden falsch interpretiert

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Wenn die Masse der Spieler schlechte Laune bekommt, kann sie durchaus aggressiv reagieren.
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Nachdem der isländische Entwickler kürzlich um ein Haar tausende von Spielern verloren hätte, sagt Pétursson nun, die Ursache für die Auseinandersetzungen sei unbegründet.

„Was die Stimmung der CCP-Mitarbeiter am meisten beeinflusst hat, ist die Tatsache, dass dieses Leck aufgetreten ist. Es wurde internes Material als etwas missinterpretiert, dass es nicht ist.“

Im Juni wurde eine interne Newsletter-Diskussion veröffentlicht, in der es darum ging, ob CCP damit anfangen sollte, die Kunden für in-game-Items zur Kasse zu bitten, die ihnen dabei helfen, in EVE-Online weiter zu kommen. Das Spiel wurde dabei als „Goldene Gans“ bezeichnet und als Möglichkeit, andere Spiele damit zu finanzieren.

Allerdings soll es sich bei dem Ausdruck nicht um etwas handeln, was sich intern auf EVE-Online oder seine Spieler bezieht.

„Es stand in dem Newsletter, um es auf den Punkt zu bringen. Der Newsletter ist ein internes Werkzeug für Diskussionen und Debatten, wo die Leute jede polarisierte Sichtweise annehmen und darüber im Diskussionsstil schreiben, ihre eigenen Positionen in Widerspruch bringen, allein um über verschiedene Punkte zu diskutieren. Und das ist alles. Die „goldene Gans“ ist kein Aushängeschild für interne Dialoge.“

Im Rahmen der Streitigkeiten drohten über 6.000 Spieler damit, ihre Abonnements zu kündigen, was CCP einen jährlichen Verlust von über einer Million Dollar eingebracht hätte. Erst nach einer eilig einberufenen Sondersitzung des CSM, der demokratischen Spielerverwaltung des EVE-Universums, konnten die Unstimmigkeiten geklärt werden.

Dennoch ist Pétursson überzeugt, dass man insgesamt einen guten Job macht. Obwohl die Spielerbasis durchaus ziemlich aggressiv reagieren kann und man sich ein dickes Fell zugelegt hat, hat er in den acht Jahren, in denen er das Spiel nun betreut, noch keinen Spieler gesehen, der nicht absolut begeistert von EVE-Online gewesen wäre. Die Spieler können ziemlich feindselig werden - aber er sehe sich in der Position, in der ihm all das entgegengeworfen werden darf. Nur wenn sie dann auf einzelne Angestellte abzielen, die einfach nur ihren Job machen, ginge das seiner Ansicht nach ein wenig zu weit.

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