Seit das MMO Der Herr der Ringe Online vor gut einem Jahr ans Netz gegangen ist, wurde viel für die Community getan. Eine Menge kostenloser Updates haben die virtuelle Welt von Mittelerde und die spielerischen Möglichkeiten darin ständig erweitert. Nun kommt mit Die Minen von Moria das erste echte Add-On, für das man auch reales Geld auf den Ladentisch legen muss.

Lohnt sich das? Bietet es gegenüber den zahlreichen kostenlosen Updates einen echten Mehrwert? Wir waren bei einer Vorab-Präsentation durch Executive Producer Jeffrey Steefel und sagen es euch.

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They have a Cave Troll!

Moria ist nicht nur ein Dungeon. Das unter dem Nebelgebirge liegende Areal aus endlosen Gängen, gigantischen Hallen, Kavernen und unterirdischen Anlagen wurde einst von den Zwergen geschaffen und war über lange Zeit die bedeutendste und größte Ansiedlung der Zwerge in ganz Mittelerde. Die Stollen waren auch reich an Mithril, doch in ihrer Gier nach dem wertvollen Metall gruben Durin VI. und seine Mannen einst zu weit und trafen auf den Balrog, der in den Tiefen unter Moria hauste.

Der Herr der Ringe Online: Die Minen von Moria - Trommeln in der Tiefe: Die erste richtige Erweiterung wird episch!

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"Die Zwerge haben zu tief gegraben..."
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Was folgte, war der Niedergang des einstmals prunkvollen unterirdischen Reiches. Als die Ringgemeinschaft auf ihrem Weg nach Mordor viele Jahre später die alten Anlagen durchqueren mussten, trafen sie dort auf Goblins und Trolle, welche die alten Tunnel für sich entdeckt und sich dort ausgebreitet hatten. Aber nicht nur die Orks, auch der Balrog stellte sich den Recken entgegen. Gandalf der Graue opferte sich heldenhaft und stürzte gemeinsam mit dem Balrog in die Tiefe, machte so aber den Weg frei für Frodo und seine Gefährten.

Doch was geschah danach? Der Herr der Ringe Online geht in seiner Erweiterung davon aus, dass die Zwerge versuchen, Khazad-Dûm (wie Moria in ihrer Sprache genannt wird) wieder zurückzuerobern. Schließlich hat Gandalf den Balrog besiegt, und nun stehen nur die Heerscharen an Goblins und sonstigen Monstern einer Wiederbesiedlung im Wege. An diesem Punkt setzt auch das Spiel ein: Bislang wurde erst ein kleiner Teil Morias zurückerobert, und auf die Charaktere warten Hunderte von neuen Quests, Raids und Instanzen, um den Zwergen bei ihrer Aufgabe zu helfen.

Packshot zu Der Herr der Ringe Online: Die Minen von MoriaDer Herr der Ringe Online: Die Minen von MoriaErschienen für PC

Trommeln in der Tiefe

Am beeindruckendsten ist die schiere Größe der unterirdischen Welt. Es handelt sich nicht um eine Aneinanderreihung verschiedener Dungeons, sondern man kann ohne Unterbrechung stundenlang die verschiedenen, abwechslungsreich gestalteten Orte erforschen. Dabei gibt es die Schmiedöfen zu bestaunen, in denen Trolle schuften, unbearbeitete Höhlensysteme zu entdecken, sowie gewaltige Prachtgänge zwergischer Architektur und sogar einen riesigen, unterirdischen Garten, bei dem der Einfluss der Elben zu erkennen ist.

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Die Macher des Addons verbinden geschickte unerzählte Geschichten der Ringe-Saga.
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Moria entstand schließlich nicht aus einem Guss, sondern über viele Jahrhunderte hinweg, daher lassen sich auch die unterschiedlichsten Einflüsse in der Bauweise erkennen. Von der Größe her beschreibt Jeffrey Steefel die neue Region als etwa anderthalb mal so groß wie eine Landscape des Spiels. Für das gewaltige Gebiet war eine Anpassung der Technik nötig, die sukzessive umgesetzt wurde.

Natürlich werden die Höhlensysteme von einer Vielzahl neuer Kreaturen bevölkert. Wo es ging, haben sich die Entwickler an die Beschreibungen aus den Romanen gehalten. Die ist aber nicht immer gegeben: Viele der Kreaturen wurden nur benannt, jedoch nicht beschrieben, was den Entwicklern Freiheiten bei der Gestaltung ließ. Hunderte neuer Kreaturen verspricht Steefel den Spielern, von Feuerorks, über Goblins auf Wargen und den namenlosen Schrecken der Tiefe bis hin zum tentakelbewährten Wächter, der am Eingang zu Moria lauert.

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Auch auf den Balrog treffen wir - hier ein ferner Verwandter.
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Natürlich darf auch der prominenteste Einwohner Morias nicht fehlen, der Balrog. Durch einen Kniff gelang es den Entwicklern, ihn ohne die Verletzung der Storyline in die Handlung einzubauen. In einer Rückblende spielt man einen Zwerg aus dem Gefolge Durin VI., der dabei war, als der schreckliche Maiar einst versehentlich angebuddelt wurde. Tatsächlich ist es sehr eindrucksvoll mitzuerleben, wie der feurige Dämon plötzlich vor einem steht und einen durch die Gänge verfolgt. Auf einen Kampf braucht man sich nicht einzulassen, Steefel verrät, dass die Bestie 535.000 Hitpoints hat und nicht im Kampf zu bezwingen ist.

Neues unter Tage

Es gibt natürlich noch viele andere Neuheiten. Der Level-Cap wurde von 50 auf 60 angehoben, und zwei neue Klassen stehen den Spielern zur Verfügung. Der Bewahrer / Warden erinnert an Haldir aus den Filmen: Er ist ein Allrounder, kann sowohl als Tank, als auch im Nah- und Fernkampf mitmischen. Er hat Zugriff auf spezielle Kombos: Wenn er seine Fähigkeiten in einer bestimmten Reihenfolge auslöst, schaltet er dadurch mächtigere Fähigkeiten frei.

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Die Entwickler haben zahlreiche neue Gegner eingefügt.
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Die andere neue Klasse ist der Runenbewahrer / Runekeeper, der dem klassischen Magier nahe kommt. Er kann zum einen Heilzauber wirken, aber auch ordentlich Schaden austeilen. Er hat als Besonderheit eine Anzeige, die in zwei Richtungen ausschlagen kann. Wenn er viele Heilzauber in Folge wirkt, schlägt die Anzeige nach rechts aus, was ihm Zugriff auf bessere Heil-Fähigkeiten bringt. Wirkt er aber entsprechend viele Schadenszauber, geht die Anzeige in die andere Richtung und ermöglicht ihm den Zugriff auf wieder andere Fähigkeiten eines höheren Levels.

Mehr als ein Dungeon: Die Minen von Moria versprechen zahllose Neuerungen und eine epische Story.Ausblick lesen

Eine weitere große Neuerung sind die legendären Gegenstände. Ihr wolltet schon immer Stich euer Eigen nennen? Jetzt könnt ihr euch Frodos berühmten Dolch selbst basteln! Es ist relativ einfach, an legendäre Gegenstände zu gelangen, nur weiß man zunächst noch nicht, was sie tun. Erst ein Gang zum Forgemaster verschafft Gewissheit. Gefällt einem der Gegenstand nicht, so kann der Relicmaster das legendäre Teil auseinander nehmen, wobei sogenannte „Relics“ überbleiben.

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Legendäre Items: Endlich dürfen wir "Stich" in den Kampf führen.
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Ist man jedoch mit dem legendären Teil zufrieden, so kann man es nach seinen eigenen Wünschen verbessern: Bis zu drei Relics lassen sich einbauen und verleihen dem Artefakt so bestimmte Kräfte. Zusätzlich lässt sich das legendäre Ding auch noch steigern, es erhält XP und wird entsprechend immer besser. Bis zu sechs solcher Gegenstände kann man so ganz nach den individuellen Bedürfnissen gestalten und verbessern.

Legendär wird es auch bei den Traits. Wer sich bestimmte Sets davon zulegt, kann einen der sieben legendären Traits erlangen, die alle einen starken Bonus mitbringen. „Way of the Spear“ beispielsweise verspricht einen heftigen Schadensbonus im Nahkampf.

Damit immer noch nicht genug wurden auch neue Crafting-Features angekündigt, mit einer Spezialisierung und einem Gildensystem. Es gibt also richtig viel zu entdecken und eine Menge spannender Ankündigungen. Die Minen von Moria soll noch dieses Jahr erscheinen und damit eine Reihe von Expansions einleiten, die sich in einem Rhythmus von einer Erweiterung pro Jahr einpendeln sollen. Die vielen kleinen, kostenlosen Updates gibt es natürlich weiterhin zwischendurch.