Autor: Valentin Rahmel

Elfen, Orks und Mittelerde verpackt in einem Online-Rollenspiel! Im Frühjahr 2007 soll "Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Angmar" endlich den Weg in die Händlerregale finden. Was Entwickler Turbine uns alles auftischen will? Dies und mehr in unserer Vorschau zum potentiellen Blockbuster!

Der Herr der Ringe Online - Entwicklertagebuch: „Der Aufstieg Isengarts“48 weitere Videos

Ist Mittelerde auch Mittelerde?
Es gibt nur wenige Zocker, die das Buch und die Filme der epischen Fantasy-Geschichte nicht kennen. Vor allem Online-Rollenspieler träumen schon seit langem davon, endlich in die Haut eines Helden aus Mittelerde zu schlüpfen und die abenteuerliche Welt zu erkunden. Auch wenn ihr im MMORPG nicht die berühmten Protagonisten des Herrn der Ringe spielen könnt, soll der Titel nur so von Einflüssen des Autors J.R.R. Tolkien strotzen. Bei jedem Entwicklungsschritt, den Turbine durchführt, werden erstmal die Bücher ausgepackt, und die Macher vergleichen jegliche Spielinhalte mit der berühmten Trilogie. Schließlich basiert die Lizenz auf den Büchern und nicht auf den Filmen.

Der Herr der Ringe Online - Schlacht um den Einen Ring - und den MMO-Thron!

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Windmühlen, Tulpen... Holland? Nein, Mittelerde!
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"Tolkiens Welt ist einfach gigantisch! Wir müssen uns also auf das konzentrieren, was wir umsetzen können. Dabei legen wir unseren Fokus auf die Bücher und natürlich auch auf ein paar neue Innovationen, die ein MMORPG einfach braucht. Wichtig ist uns, dass wir Mittelerde so präsentieren, wie sich Fans die Welt auch vorstellen", so Cardell Kerr, Design Director von "Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Angmar".

Der Kampf geht weiter!
Das Online-Rollenspiel beginnt kurz nach dem Auszug Frodos aus dem Auenland. Der eigene Charakter befindet sich in einer Welt des Krieges um den einen Ring. Es wird sogar die Möglichkeit geben, die Gefährten zu treffen und sie bei ihrem Kampf zu unterstützen. Einfluss auf die Hauptstory kann der Held allerdings nicht ausüben.

Der Herr der Ringe Online - Schlacht um den Einen Ring - und den MMO-Thron!

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"Ähm, guten Tag, Herr Nazgul. Hätten Sie wohl eine Quest für mich?"
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Zu Beginn besteht die Spielwelt nur aus Eriador. Regionen wie das Auenland, Bruchtal und andere Orte, die im ersten Buch vorkommen, kann der Spieler von Anfang an bereisen. Da die Macher die Geschichte erst mit der Zeit nach einem festgelegten Plan weiterspinnen, werden im Laufe der Jahre neue Gebiete wie Rohan, Gondor oder Mordor ins Spiel kommen. Da freut sich so mancher Zocker schon jetzt auf die erste Expansion.

Jäger, Diebe und andere Gesellen
In "Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Angmar" könnt ihr in die Haut eines Hobbits, Zwerges, Elben oder Menschen schlüpfen. Bekanntlich unterscheiden sich alle Rassen voneinander: Menschen sind sehr anpassungsfähig, Hobbits haben eine hohe Charakterstärke, Elben kann keine Krankheit etwas anhaben, und Zwerge sind äußerst kräftig. Bedingt durch ihre Vor- und Nachteile kann jede Rasse auch nur bestimmte Klassen auswählen. Zum Start des Spiels wird es insgesamt sieben Professionen wie Champion, Lore Master, Hunter, Burglar, Guardian, Captain und Minstrel geben. Der Champion steht auf schnelle Kämpfe, der Hunter erledigt seine Feinde eher aus der Entfernung, und der Lore Master verlässt sich auf seine magischen Fähigkeiten.

Auch wenn es "nur" sieben Klassen gibt, unterscheiden sich die Abenteurer Mittelerdes gewaltig. Dafür sind die so genannten Traits verantwortlich: Diese sind ähnlich aufgebaut wie die Talente in "World of Warcraft". Je nachdem welche der austauschbaren Fähigkeiten man anlegt, verändert sich der Charakter. Spieler können also trotz gleicher Klasse und Stufe einen völlig anderen Helden spielen. Traits verbessern Eigenschaftswerte, Fähigkeiten und ggf. Zaubersprüche. Man unterscheidet zwischen gewöhnlichen Traits, Rassen-Traits, Klassen-Traits und legendären Traits. Wenn ihr euch mal vertan habt, könnt ihr diese immer wieder neu kombinieren.

Hau den Ork
Im Spiel wird es natürlich diverse Kreaturen geben, die sich euch entgegenstellen. Das Repertoire reicht von Orks und Trollen bis hin zu bösartigen Drachen. Alle Unholde werden mit Hilfe eines halbrundebasierten Kampfsystems ("World of Warcraft", "Everquest 2") niedergestreckt, das einige Innovationen bietet. So ist es möglich, Angriffs- und Verteidigungskombinationen wirken zu lassen. Weiterhin gibt es spezielle Teamattacken, so genannte Conjunctions. Diese könnt ihr nur mit euren Freunden zusammen ausführen. Spieler betätigen nacheinander bestimmte Fähigkeiten und richten so immensen Schaden an - allerdings nur bei Bossmonstern. Damit bei der Absprache nichts in die Hose geht, haben die Macher ein internes Voice-Tool eingebaut.

Der Herr der Ringe Online - Schlacht um den Einen Ring - und den MMO-Thron!

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Mist! Schon wieder Maulsperre während der Schlacht...
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Solltet ihr trotz diverser Möglichkeiten doch mal etwas abbekommen, gibt es kein typisches Gesundheitssystem. Stattdessen haben die Macher ein so genanntes Moralprinzip eingebaut. Jeder Charakter hat einen Moralwert. Wenn dieser auf Null sinkt, ist die Moral gebrochen und der Held kann ins Gras beißen. Captains, Minstrels oder Lore Master können die Moral wiederherstellen.

"Das Moralsystem haben wir eingebaut, weil J.R.R. Tolkien der Meinung ist, dass man erst stirbt, wenn die Moral gebrochen ist. Solange man noch einen Funken Hoffnung in sich trägt, kann der Mensch auch weiterkämpfen", betonen die Entwickler.
Schlägereien mit anderen Spielern?

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Ein Männlein steht im Walde... Man beachte die Wassereffekte.
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Ein typisches Player-vs.-Player-System, das es in vielen anderen Online-Rollenspielen gibt, haben die Macher bewusst weggelassen, da sich ein solches System nur schwer mit den Büchern vereinbaren lässt. Stattdessen ist es möglich, in die Haut eines Monsters zu schlüpfen. Anfänglich zieht ihr noch als Ork oder Goblin durch das Land. Sobald ihr erfolgreich andere Spieler erledigt, erhaltert ihr Monsterpunkte. Mit diesen Punkten könnt ihr wesentlich stärkere Monster freischalten. In verschiedenen instanzierten Gebieten wird es sogar Quests geben, deren Ziel es ist, ein bestimmtes Monster zu töten. Die Bestie wird in diesem Fall allerdings von einem Spieler gesteuert und agiert somit wesentlich intelligenter.

Die technische Seite
Grafisch kann der Titel durchaus mit anderen Genrevertretern mithalten. Nette Landschaften und schöne Charaktere werden geboten. Zwar haut die Engine keinen aus den Socken, dafür sind die Systemvoraussetzungen auch relativ moderat. Mit 2,4 GHz, 512 MB Arbeitsspeicher und einer 64 MB Grafikkarte kann man schon in Mittelerde eintauchen. Auch die musikalische Untermalung kann sich hören lassen. Was wir bisher auf den Präsentationen des Spiels gesehen haben, war durchaus ansprechend. Auf der offiziellen Website könnt ihr schon einen kleinen Einblick gewinnen und einen Song runterladen.