Was kommt denn hier? Eine Massively-Multiplayer-Online-Real-Time-Simulation mit dem klangvollen Namen Dawn of Fantasy. In der penetranten Flut von MMOs mal etwas frischer Wind oder nur ein weiterer Titel vor der Dämmerung des Vergessens? Wir haben die Closed Beta für euch gründlich durchleuchtet.

Wir schauen, was sich hinter einem solchen 08/15-Namen verbirgt und schieben die Vorurteile einmal beiseite. Bei den Entwicklern handelt es sich um ein Team aus Kanada, das bei so manchen namhaften Strategie-Spielen schon Erfahrungen gesammelt hat. Darunter zum Beispiel Tom Clancy’s H.A.W.X., Empire Earth, Rise & Fall: Civilizations at War und Empires: Dawn of the Modern World. Da ist es ja schon wieder, das Dawn.

Dawn of Fantasy - Der DevDiary-TrailerEin weiteres Video

Fantasy wie gehabt

Dawn of Fantasy behandelt den immerwährenden Krieg dreier Völker, die grundverschiedener nicht sein könnten. Da sich das Geschehen, wie der Name schon vermuten lässt, im Fantasy-Ambiente ansiedelt, lässt sich auch erahnen, um welche Fraktionen es sich handeln mag. Richtig, es sind Menschen, Elfen und Orks.

Dawn of Fantasy - Belager' mich nicht voll

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Die Orcs rücken grundsätzlich mit der gesamten Familie an.
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Jede dieser Rassen, wir wollen sie jetzt nicht Zivilisationen nennen, unterscheidet sich in Einheiten, Baustil, Wirtschaft und Taktik stark von den anderen. So müssen je nach Gegner und eigener Fraktion sorgfältig die Truppen gewählt und eine geeignete Vorgehensweise erdacht werden. Da das Spiel in Echtzeit läuft, bleibt bei einer Belagerung nur recht wenig Zeit für lange Lagebesprechungen. Denn bald schon rollen die mobilen Festungen heran.

Denn ohne Belagerungswaffen kommt eine gute Burgen-Simulation nicht aus. Trebuchets, Ballistae und Katapulte; dieses schwere Gerät ist unverzichtbar für einen Sturm auf eine befestigte Stadt. Auch Rammbock, Belagerungsturm und Leiterträger eröffnen den Truppen einen willkommenen Einstieg in die gegnerische Burg. Die Verteidiger lassen dafür Steine auf die Angreifer purzeln oder übergießen sie mit brennendem Öl.

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Sind die Steine mal alle, gibt's Trauer.
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Während die Menschen die besten Verteidigungs- und Belagerungswaffen besitzen, halten sich die Elfen lieber auf Abstand und lassen wahre Teppiche aus Pfeilen auf die Burgstädte oder deren Angreifer niederregnen. Die Orks nutzen ihre fahrbaren Rammen eher selten, sondern stürmen stattdessen mit Allem, was sie haben, auf die Tore zu, um dagegen zu knüppeln.

Würden sich uns die Online-Inhalte des MMORTS deutlicher erschließen, wäre das wunderbar. Aber auch für Einzelspieler ein dankbarer Stundenfüller.Ausblick lesen

Hat man einige Arbeiter dabei, können diese während der Belagerung Rohstoffe sammeln. So lassen sich auch während eines Gefechts neue Einheiten bauen, wenn die Bauern Holz, Steine, Gold oder Nahrung sammeln. Außerdem benötigen die Geschoßwaffen Steine als Munition.

Die Orks besitzen zudem Einheiten, die während einer Belagerung Gebäude bauen können. Das blieb, soweit wir das bisher in Erfahrung bringen konnten, den Grünhäuten vorbehalten. Das passt aber auch zu deren überaus offensiven Spieltaktik. Denn wer viel in den Pott schmeißt, braucht ja auch schneller Nachschub.

Viel Einzelspieler für ein MMO

Die Handlung hinter Dawn of Fantasy? Nun, in der Fantasiewelt herrscht nun einmal Krieg und das zwischen fast jeder Stadt. Denn egal, für welche Fraktion man sich auch entscheiden mag, hat man es auch immer mit Gleichgesinnten zu tun. In der Einzelspieler-Kampagne bestimmt man Rasse und das Startgebiet und verfolgt dann das Ziel, die gesamte Welt zu unterwerfen.

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Ein Statthalter gibt uns Missionen und Ratschläge - gut verpacktes Tutorial.
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Es steht einem natürlich offen, ob man das allein mit Waffengewalt bewerkstelligen will. Denn Dawn of Fantasy besitzt ein Wirtschaftssystem, mit dessen Hilfe man Rohstoffe produzieren kann und gegebenenfalls mit neutralen Nachbarn tauschen kann, um den Frieden zu wahren. Dazu schickt man eine Einheit in die gewünschte Stadt und erbittet Audienz beim Statthalter.

Frieden unter den Rassen zu stiften ist hingegen eine etwas schwerere Angelegenheit. Gleich zu Beginn unserer Kampagne griff uns ein Trupp Elfen an. Wir versohlten ihnen die Popos, woraufhin sie gebeutelt flohen. Beim Besuch ihrer Heimatstadt wurden wir wenig freundlich empfangen.

Neben der Einzelspieler-Kampagne existieren noch ein Einzelspieler-Geplänkel und der Online-Krieg. Das Geplänkel ist wahlweise eine Belagerungs- oder Verteidigungsmission mit gekauften Söldnereinheiten. Trainingsmissionen für den Krieg gegen andere Spieler im Online-Krieg.

Das, was Dawn of Fantasy zum MMORTS macht, wirkt die ersten Stunden überhaupt nicht, als wäre man online. Denn im Online-Krieg ist man mindestens einen Tag nur damit beschäftigt ein gewaltiges Tutorial zu spielen.

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Aller Anfang ist bescheiden.
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Zu Beginn wählt man eine Rasse, den Terraintyp der Hauptstadt und Besonderheiten seines Volkes. Das sind Boni auf Angriff, Verteidigung, Bauzeiten oder Preise. Nachdem man seinem Dorf einen Namen gegeben hat, gleitet man auf Adlers Schwingen über die Landschaft und befindet sich fast wie bei Spellforce in einer Eventkarte.

Ein Stadthalter begrüßt uns und übereignet uns einige Hütten und Arbeiter. Das Ausrufezeichen über seinem Kopf gibt die Verfügbarkeit von Aufgaben an, die nach Abschluss mit Rohstoffen oder Einheiten belohnt werden.

Von „Baue eine Hütte“ bis „Besiege drei Lords in ihren Festungen“ vergehen so einige Stunden, in denen in Echtzeit Rohstoffe gefördert werden, während die Armeen schneckengleich über die Landkarte ihrer Bestimmungsort entgegenkriechen.