Im wohl umstrittensten Review in der Geschichte der MMOGs hatte unser Kollege Ed Zitron bereits im Mai für die britische Ausgabe von Eurogamer Aventurines Darkfall unter die Lupe genommen. Er bewertete das Spielgefühl als "schmerzhafte Erfahrung" und verpasste dem Spiel 2 von 10 Punkten. Doch damit nahm das Unheil erst seinen Lauf.

Darkfall - Auch keine Liebe auf den zweiten Blick

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Zwei Stunden für ein Review? Ein schlechter Scherz, finden Entwickler und Fans.
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Denn die Fans von Darkfall wollten dieses Review nicht auf sich sitzen lassen. Der Redakteur habe das Sandbox-Prinzip des Spiels nicht verstanden, hieß es in der Kritik und er habe nicht lange genug gespielt. Letzteres wussten die Jungs von Aventurine dann sogar zu belegen. Aus dem Serverlog sei ersichtlich, dass Ed Zitron nicht länger als zwei Stunden in der Onlinewelt verbracht habe, bevor er sich an das Review setzte. Zitron selbst streitet das ab, gestützt von Eurogamer.

Der Krieg war entbrannt, zwischen den Spielern von Darkfall, unterstützt von Aventurines CEO Tasos und den Verteidigern des Reviews. Eurogamer musste herbe Kritik einstecken und Ed Zitron wurde auf allen Kanälen des modernen Kommunikationszeitalters von Darkfallern belästigt.

Darkfall - Auch keine Liebe auf den zweiten Blick

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Die Idylle trügt - in Darkfall wird mit harten Bandagen gekämpft - auch um Haus- und Grundbesitz.
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Jetzt hat man sich bei Eurogamer dazu durchgerungen die Wogen etwas zu glätten und ein zweites Review hinterherzuschieben. Diesmal schickte man Autor Kieron Gillen ins Rennen, der das Spiel etwas ausgiebiger testete als sein Vorgänger und es mit 4 von 10 Punkten knapp unterhalb des Mittelmaßes bewertete. Ein Kompromiss?

Fest steht, dass Darkfall ein ganz besonderer Titel ist, der sich einfach nicht nach normalen Maßstäben bewerten lässt. Entweder man wird Teil des Kults und gräbt sich hinein in den virtuellen Sandkasten - oder man ist verloren, orientierungslos, frustriert und löscht es schon nach wenigen Stunden wieder von der Festplatte.

Auch wir wollten das Spiel eigentlich unter die Lupe nehmen, doch warten wir, wie die meisten anderen Redaktionen auch, noch immer auf einen Account. Und ob man bei Aventurine nach dem vergangenen Debakel überhaupt noch mal einen Pressevertreter auf den Servern haben möchte, ist fraglich. Aber vielleicht ist das auch ganz gut so - für beide Seiten...

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