Dark Age of Camelot: Darkness Rising (PC-Beta-Bericht)
von Nedzad Hurabasic

Etwas Böses hat sich unter die Länder Albions, Midgards und Hibernias geschlichen und bedroht die ohnehin schon fragile Sicherheit der miteinander im Krieg befindlichen Reiche.

Eine neue Dunkelheit, eine Rebellion, erhebt sich und nur die größten Helden können die Reiche retten und sich das Recht erkämpfen, in den Rang eines Champions erhoben zu werden. Das ist die grobe Hintergrundstory des vierten kostenpflichtigen Addons zum Online Rollenspiel Dark Age of

Dark Age of Camelot: Darkness Rising - TeaserEin weiteres Video

Camelot (DAoC). Am 11. Oktober 2005 erscheint "Darkness Rising" in den USA und wir hatten die Gelegenheit, die Erweiterung während des Beta-Tests ausführlich Probe zu spielen.

Fast auf den Tag genau vier Jahre, nachdem DAoC im Herbst 2001 veröffentlicht wurde, wird "Darkness Rising" mit dem Patch 1.80 auf die US-Server des Entwicklers Mythic Entertainment aufgespielt.

Dabei wird mit privaten Reitpferden eines der von Spielern am meisten geforderten Features ins Spiel implementiert. Besser spät als nie, auch wenn der Entwickler selbst es kritisch sieht: "Irgendwie gab es in den letzten vier Jahren immer irgendetwas Wichtigeres zu tun, als Privat-Pferde ins Spiel zu bringen", so Producer Matt Firor auf der diesjährigen Games Convention." Neben diesen so genannten "Mounts" integriert die Erweiterung noch zwei weitere wesentliche Neuerungen: Die Champions-Quests und das "Sub-Classing", neue Unterklassen. Alle neuen Features sind auf die eine

oder andere Art miteinander verbunden, sodass der Eindruck von künstlich aufgepfropften Inhalten nicht aufkommt.

Champions braucht das Land
Doch der Reihe nach. Da sich eine Rebellion in den drei Reichen formiert, können die Herrscher natürlich nicht tatenlos zusehen, wie das Land von dieser Bedrohung in die Dunkelheit gezogen zu werden droht. Daher scharen die Könige ihre treusten und tapfersten Kämpfer um sich, um das Reich vor einer dunklen Ära zu retten. Die Helden, also die Spielfiguren der Gamer, werden mit dem Auftrag ins Land geschickt aufzudecken, wer oder was hinter der Rebellion steckt. Dies alles haben die Entwickler unter dem Decknamen "Champions-Quest" verpackt und schicken die Spieler mit diesem Auftrag auf eine lange Reihe von Missionen. DAoC-Veteranen werden wissen und befürchten, was auf sie zukommt.

Da Mythic einen Teil der alten Länder neu aufpoliert hat und die Spieler

Dark Age of Camelot: Darkness Rising - Beta-Bericht: Das Glück dieser Erde...

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 93/951/95
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

dazu animieren will, sich auch wieder vermehrt in diesen Arealen aufzuhalten, spielt sich der größte Teil der neuen Quests in ihnen ab. Ähnlich den altehrwürdigen Epic-Quests muss das ganze Land bereist werden, die Helden werden in die entlegensten Winkel und Zonen geschickt, in denen sich heutzutage kaum noch jemand aufhält.

Auch mit den heutigen, angepassten Teleportern und Reisemöglichkeiten ist dies immer noch eine zeitaufwendige und oft auch nervige Angelegenheit. Leider wurde hier versäumt aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Um eine epische Story zu kreieren, ist es nicht unbedingt notwendig, den Spieler mit solchen endlosen und langweiligen Reisen zu konfrontieren. Glücklicherweise sind die Quests, die aus einer Abfolge von ca. 30 Missionen bestehen, ausgewogen und haben einen Teil des sterilen Touchs verloren, der vielen Quests in DAoC bisher anhaftete. Vorbei sind die Zeiten, wo lediglich von Punkt A zu Punkt B geritten werden musste, um einen Gegenstand abzuliefern und sich durch die Litanei der NPCs zu klicken oder ein Monster bzw. einen Feind zu töten. Natürlich muss auch bei den Champions- Quests ständig gekämpft werden, das gehört zu Camelot wie die Faust aufs Auge, dennoch sind die Quests diesmal deutlich abwechslungsreicher gestaltet.

Packshot zu Dark Age of Camelot: Darkness RisingDark Age of Camelot: Darkness RisingErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Ohne zu viel von der Story vorweg zu nehmen, hier ein Beispiel: Zu Beginn des Abenteuers bekommt der Held die Aufgabe sich irgendwie in die Reihen der Rebellen einzuschleichen. Dazu genügt es aber nicht, sich lediglich zu einem NPC zu begeben und dessen Text zu lesen, um zum nächsten Punkt zu gelangen.

Die Figur darf beispielsweise nicht in ihrer glänzenden Rüstung dort auftauchen, das würde dem Bemühen entgegenlaufen, sich als Rebell auszugeben. Daher muss eine ("Igitt, das stinkt"!) einfache Bekleidung angelegt werden, die die Anwerber in die Irre führen soll. Doch so einfach, wie wir gedacht haben, werden wir nicht als Agent in den Reihen der Rebellen an Informationen gelangen, die wir an die Mächtigen liefern können. Wer sich lediglich durch die Quest klicken will, wird einige Anläufe brauchen, denn die NPCs stellen fragen, die sich auf die Aussagen vorheriger NPCs beziehen. Wer falsch antwortet, muss einen anderen NPC besuchen oder später wieder kommen. Letztendlich ist diese Hürde zwar nicht all zu groß, im Vergleich zu früheren DAoC-Quests ist dies jedoch fast schon ein Quantensprung.

Im weiteren Verlauf der Champions-Quest gelangt der Spieler zu verschiedenen bekannten Orten und Dungeons, unter denen sich auch "Darkness Falls" befindet, in dem sich ein Teil der Handlung abspielt, allerdings in privaten Kampfzonen. So steigt der Held mit jeder Mission im Ansehen der Auftraggeber und erwirbt sich schließlich die fünf möglichen Champions-Ränge, an deren Ende ... Nein, soviel wollen wir nicht verraten. Allerdings soll hier natürlich nicht verschwiegen werden, dass es als Belohnung für jede Klasse eine einzigartige Waffe, die Champions-Waffe, gibt.

Diese gehört zu den stärksten Waffen des Spiels und kann im Aussehen und ihren Fähigkeiten durchaus mit den Artefakt-Waffen konkurrieren, die mit der Erweiterung »Trials of Atlantis« Einzug gehalten haben und das Spiel seitdem dominieren. Ein Teil der Sub-Quests kann von Spielern mit Level 50 leicht im Alleingang bewältigt werden, bis Kapitel 2 wird hier keiner Probleme bekommen. Erst in späteren Abschnitten ist es erforderlich, sich Verstärkung zu suchen, wobei eine Gruppe wackerer Kämpfer alle Quests ohne weitere Hilfe abschließen können sollte. In diesen Phasen der Champions-Quest hat Entwickler Mythic vor allem auf instanzierte Zonen gesetzt, sodass jeder Spieler die Gewissheit hat, jederzeit alle nötigen NPCs und Monster anzutreffen.

Jeder Champions-Level will aber hart verdient sein, nicht nur die Missionen dienen zum Aufstieg, auch Erfahrungspunkte müssen erarbeitet werden, ähnlich den herkömmlichen Stufenaufstiegen. Bis Level 49 gibt es spezielle Champion-Aufgaben, danach müssen die Punkte durch das Töten von Monstern, Dungeon-Tasks oder im RvR verdient werden.

Lauf, Pferdchen, lauf!
Die schon erwähnten Reittiere gibt es in zwei unterschiedlichen Grund-Versionen. Zum einen kann sich jeder Spieler ab Level 35 zum Preis von 1 Platin ein Pferd kaufen und erhält damit eine um 25 % erhöhte Reisegeschwindigkeit im Verhältnis zur normalen Laufgeschwindigkeit der Charaktere. Diese Pferde werden zwar mit Darkness Rising eingeführt, die Erweiterung wird für den Erwerb

Dark Age of Camelot: Darkness Rising - Beta-Bericht: Das Glück dieser Erde...

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 93/951/95
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

dieser simplen Reittiere jedoch nicht vonnöten sein. Anders verhält es sich mit den so genannten "Advanced Horses". Diese stehen erst ab Level 45 zur Verfügung und sind deutlich teurer (3 - 8 Platin), außerdem muss hierfür Darkness Rising vorhanden sein, dafür wird die Reitgeschwindigkeit auf 150% der normalen Laufgeschwindigkeit angehoben. Im Zuge der Champions-Quest bzw. mit Champion Level 5, lassen sich auch bestimmte Prachtpferde - "Epic Mounts" - wie Kriegspferde, Einhörner und andere Spezies freischalten, deren Levelanforderung allerdings alle bei 50 liegen und 15 Platin kosten. Alle "Advanced Horses" können auch mit einem Namen und mit allerleiAusstattung versehen werden. Dazu zählen Schutzrüstungen, Decken und Satteltaschen, für die jedoch bezahlt werden muss; teilweise müssen die Gegenstände auch von Handwerkern hergestellt werden. Ein weiterer Vorteil der Luxus-Reittiere besteht darin, dass sie in den RvR-Gebieten genutzt werden können, wogegen herkömmliche Pferde in den so genannten Grenzgebieten den Dienst verweigern.

Die dritte Content-Säule von Darkness Falls ist ebenfalls mit den Champions-Quests verbunden. Mit jeder der fünf Champion-Stufen erhalten die Charaktere je einen Skill-Punkt, den sie in so genannte "Sub-Klassen-Fähigkeiten" - also "Unterklassen" - investieren können.

Damit können nun auch Kämpfer, die bisher nicht zaubern konnten, kleinere Unterstützungs- oder Kampfzauber wirken, diese sind jedoch auf einem recht schwachen Niveau gehalten (entspricht etwa einem Level 5-Charakter) und haben im Reichskampf keine spürbaren Auswirkungen.Umgekehrt dürfen nun auch Magier Schwerter schwingen und Schilde tragen, was ab Champion-Level 3 für jeden Charakter möglich wird. Allerdings ist eine Spezialisierung in Schadensarten wie Schnitt, Schlag oder Stich nicht möglich, lediglich simple Angriffe sind zugelassen und damit auch das Schadenspotenzial äußerst gering.

Diese Fähigkeiten sind im Vergleich zur Champion-Waffe und den Reittieren ein eher kleiner, dafür aber netter Zugewinn, der das Rollenspiel fördern kann.

Abgesehen von diesen drei zentralen Änderungen bzw. Neuerungen bringt das Addon auch noch einige grafische Überarbeitungen mit, vor allem der große, zentrale, Dungeon "Darkness Falls", der von allen Reichen betreten werden kann (abhängig davon, wer gerade Zugang hat), wurde in vielen Aspekten überarbeitet. Viele Monster haben neue Texturen, ein neues Aussehen und neue Animationen erhalten und sehen dadurch gefährlicher und auch gemeiner aus. Auch DAoC-Veteranen dürften daran ihre wahre Freude haben, auch wenn die Inhalte nur marginale Updates erfahren haben. Auch DAoC-Veteranen dürften daran ihre wahre Freude haben, auch wenn die Inhalte nur marginale Updates erfahren haben. Auch DAoC-Veteranen dürften daran ihre wahre Freude haben, auch wenn die Inhalte nur marginale Updates erfahren haben.