Auto Assault (PC Review)
von Nedzad Hurabasic

Stellt euch vor, ihr wollt ein Online-Game zocken, habt aber die Schnauze voll von Elfen, Rittern, Zwergen und anderem Fantasy-Kram.

Außerdem wollt ihr Mal richtig fette Baller-Action genießen, die ganze Umgebung in Schutt und Asche legen können und außerdem nicht lahmarschig durch die Gegend wackeln, sondern mit Highspeed aufs Gaspedal drücken können - am besten in gepanzerten Vehikeln.

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Ein unerfüllbarer Traum? Denkste! Seit Kurzem sind die Server von Auto Assault (AA) geöffnet, das für Abwechslung aus dem MMO-Einerlei sorgen will.

Die Story
Die Erde. Nach der Apokalypse. Aber eine andere, als sie je vorstellbar war. Niemand hat für möglich gehalten, was dann doch geschehen ist. Die Heimat der Menschen wurde durch außerirdische Terraformschiffe kontaminiert. Das Resultat: Mutationen. Wie immer fürchten die Menschen das Fremde und bekämpfen es. Zunächst mit kybernetischen Lebensformen, den Biomeks. Als sich das als ineffizient erweist, greift die Menschheit zu nuklearen Waffen.

Erst 200 Jahre später wagt sie sich aus ihren unterirdischen Verstecken, um die Wirkung zu begutachten. Mittlerweile erheben jedoch Mutanten und Biomeks Anspruch auf die Erde, sodass ein Kampf zwischen allen drei Parteien entbrennt.

Auto Assault - Endzeit MMO mit Mad Max-Feeling: Wir haben den neuesten Titel von NCSoft getestet!

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Der Spieler wird in diese post-apokalyptische Welt "hineingeboren", nachdem er sich, rollenspieltypisch, für eine der drei Seiten entschieden hat. Doch anders als in anderen MMOs, bewegt er sich bei Auto Assault nur selten mit seinem Alter Ego. 90 Prozent der Spielzeit werden in verschiedenen gepanzerten Vehikeln bewältigt, die, je nach Charakterklasse, größer, schwerer, leichter, wendiger, mit Tarnmechanismus oder ohne usw. auskommen. Jede Spezies hat natürlich ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile und vier verfügbare Charakterklassen zur Verfügung. Diese Klassen haben ihre jeweilige Pendants auf den anderen Seiten.

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Beispielsweise können Menschen Kopfgeldjäger werden, während Mutanten sich in diesem Fall für Rächer entscheiden und Biomeks eine Laufbahn als Agent einschlagen. Quasi die Schurkenklassen von AA. Die Art der fahrbaren Untersätze ist stark von dieser Wahl abhängig. Von Motorrädern über leichte Geländefahrzeuge und schwere Panzer bis hin zu Trucks und anderen übergroßen Versorgungsfahrzeugen ist alles möglich, nur nicht für jede Klasse.

Alle haben aber eins gemein: Die Fahrzeuge lassen sich mit durchschlagskräftigen Waffen aller Art, Panzerungen, Spezialbereifung und allerlei zusätzlicher Gimmicks ausstatten.Im Verlauf des Spiels können sich die Spieler auch neue Chassis zulegen, was einem Fahrzeugwechsel gleichkommt. Die Bewaffnung der Transportmittel ist bitter nötig, denn in der feindlichen Umwelt, die an das Mad-Max-Szenario erinnert, herrscht Chaos und Anarchie. Die an der Oberfläche verbliebenen Menschen greifen alles an, was sich bewegt, Tiere sind zu kleinen oder riesigen Monstren mutiert und radioaktiver Fallout bedroht die fragile Gesundheit der Überlebenden. Nichts für Weicheier, so eine Welt, in der das Recht des Stärkeren gilt. Was für einen Eindruck das Spiel sonst abgibt, wollen wir wie folgt in einigen Schlagpunkten einschätzen.

Das kann gefallen

1. Non-Stop-Dauer-Action: Bei AA lässt sich (fast) alles zerstören. Immer und überall. Feinde gibt es zuhauf, immer sind sie deutlich in der Überzahl und sie "respawnen" ohne Ende. Wer einfach mal eine halbe Stunde Action will, logged ein, stellt sich auf Dauerfeuer ein und los gehts.Die Steuerung ist denkbar einfach und kann auch mit einem Joystick vorgenommen werden. Bei andauernder Benutzung kann das Waffensystem zwar überhitzen, doch das dauert eine ganze Weile und der Effekt klingt schnell wieder ab. Als Resultat stürzen Gebäude in sich zusammen, explodieren Fahrzeuge und zerplatzen biologische Lebensformen in einen Blutregen. Überfahren, erschießen, zerbomben. Ratatata - Yeah!

2. Neuer Ansatz: Mein Gott - endlich mal keine spitzohrigen Elfen, keine langbärtigen Zwerge, keine magiespuckenden Zauberer, keine Drachen, keine dunklen Verließe. Nein - statt dessen eine große, frei befahrbare Welt, mit einem interessanten, futuristischen Hintergrundszenario. Innovationen braucht das MMORPG-Genre, mit AA wird ein Anfang gemacht.

3. Gelegenheitsspieler: Wir kennen das zu Genüge aus anderen MMOs!

Wer mitmachen möchte, muss sein Leben auf das Spiel ausrichten, seinen Urlaub umbuchen um an Raids teilzunehmen, den Job kündigen, Freund oder Freundin kennt man nur noch von Bildern usw. AA bietet dagegen genau das passende Ambiente für Gelegenheitsspieler: Keine ellenlangen Raidinstanzen, dafür aber ultra-kurzweiliges Gameplay, die Action wartet überall, direkt vor der Haustür, bzw. Garage. Man kann 15 Minuten zocken oder 5 Stunden lang und muss nicht zuvor die 13 wichtigsten Webseiten auswendig lernen und zusätzlich ein Fernstudium der Marke "Schussentfernung durch Größe des Mobs = m*c²" belegen, um Spielspaß zu haben.

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4. Kein Todesmalus: Bumm! Schon wieder gestorben. Zum fünften Mal innerhalb von 15 Minuten. Na und? Bei Auto Assault transportiert uns das spieleigene Beförderungssystem namens INC direkt zur nächstgelegenen Werkstatt, wo wir kostenlos wieder zusammengebaut werden und ohne jegliche Abzüge bei Erfahrungspunkten sofort weiterspielen können. In der Regel liegen diese Punkte auch relativ dicht am Todespunkt, sodass lange Anfahrtszeiten entfallen. Endlich geht wertvolle Spiel- und Lebenszeit, die man zuvor investiert hat, nicht einfach den Bach runter und man wird nicht länger fürs Spielen bestraft.

The Bad Side

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1. Fehlende Balance: Obwohl AA schon seit fünf Jahren in der Entwicklung ist, merkt man dem Spiel an vielen Stellen an, dass es noch lange nicht fertig ist und eigentlich etwas verfrüht auf den Markt entlassen wurde. Es fehlt einfach noch die Balance und Abwechslung. Zum Beispiel beim Questsystem, welches noch zu einseitig mit Tötungsmissionen ausgestattet ist. Oder bei der Zuordnung eben dieser Quests. Häufig erhält der Spieler Aufgaben, die für ihn (noch) nicht lösbar sind, weil die Anforderungen zu hoch bzw. die Gegner zu schwer sind.

2. Die Grafik: Die Explosionen sind chic, alles Mögliche zerbirst unter unserem Beschuss. Aber: insgesamt macht die Grafik keinen übermäßig schönen Eindruck. Zu wenig Details, zu wenig Polygone, auf Bump Mapping wurde zugunsten einer besseren Performance verzichtet. Es hätte aber ruhig etwas mehr Grafikpracht sein dürfen, schließlich isst das Auge mit.Vor allem in den Städten fällt dies negativ ins gewicht, da sich die Spieler dort zu Fuß bewegen und nicht mit einem Affenzahn vorbeiflitzen.

3. Bugs: Das Spiel enthält einfach noch zu viele Fehler. Übersetzungsfehler oder "denglisch", wie es neudeutsch so schön heißt. Ein Kuddelmuddel aus Deutsch und Englisch. Dass andere Spiele beim Start ähnliche Probleme hatten, kann dabei kaum als Entschuldigung herhalten. Auch von einem MMO darf erwartet werden, dass es möglichst ohne Fehler beim Spieler ankommt. Schließlich bezahlt er dafür. Weitere Beispiele sind nicht abschließbare, respektive kaputte, Quests, ein nicht vollständig integriertes PvP-System und von Spielern berichtete häufige Abstürze sowie Performanceeinbrüche.

4. Fehlende "Hauptstadt": Dem Spiel fehlt ein zentraler Ort, an dem sich die Spieler versammeln können. Ein Kommunikations-Ort, der die jeweiligen Fraktionen zusammenführt.

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Wo gechattet werden kann oder gehandelt, Gruppen gesucht und Gilden gegründet oder Freundschaften geschlossen werden. Derzeit gibt es ohnehin schon sehr wenige Spieler auf den Servern und diese sind auf alle Levelgebiete und die ganze Welt zerstreut. So können kein Gemeinschaftsgefühl und keine Community entstehen, die das Spiel tragen würde. Gerade das aber ist bei MMOs essentiell wichtig!

Es gibt zwar in jeder der drei Zonen Spielerstädte, doch diese sind nach Leveln aufgeteilt. Eine Stadt, die weit unter dem eigenen Level liegt, wird keiner mehr aufsuchen. Dadurch ist die Spielerschaft total zersplittert.5. Chaotische Fights: Non-Stop-Action schön und gut. Aber manchmal ist das doch ein wenig des Guten zu viel. Selbst wenn man gar nicht möchte, ständig stolpert man von einem Fight in den nächsten. Immer wartet eine Übermacht von Feinden darauf, unser Gefährt in einen qualmenden Schrotthaufen zu verwandeln. Dank ständigem Respawn gibt es nur in den kleinen Außenposten Verschnaufpausen. Die Feinde stürmen dabei von allen Seiten auf uns herein, häufig ballern sie auch auf unser Vehikel, obwohl sie gar nicht zu sehen sind. Dabei die Übersicht zu behalten ist oft unmöglich.

Insgesamt unterscheidet sich das Gameplay bei AA darüber hinaus nicht von den üblichen Verdächtigen: Um im Level aufzusteigen (Höchstlevel: 80) nimmt der Spieler Quests an und erhält für deren Erledigung Erfahrungspunkte, Gegenstände und Währung. Bei jedem Levelaufstieg können dann Fertigkeitspunkte investiert werden, um die Gefährte z.B. durchschlagskräftiger zu machen und Spezialeigenschaften freizuschalten.

Auch ein PvP-Element fehlt nicht. Dazu stehen den Spielern - theoretisch - zwei Möglichkeiten zur Verfügung: entweder sie treffen sich in der Arena und treten dort einzeln oder in Gruppen - Konvois genannt - gegeneinander an. Oder sie fahren nach Ground Zero: den zentralen und neutralen Punkt inmitten der Weltkarte und fechten dort ihre Kämpfe aus. Allerdings wird dafür ein sehr hoher Level vorausgesetzt. Beides ist aber noch nicht richtig implementiert und konnte von uns, auch aus Mangel an Mit- bzw. Gegenspielern, nicht getestet werden. Könnte aber ein netter Spaß werden. Eines der ersten Spiel-Updates soll diese Features endlich spielbar machen.5. Chaotische Fights: Non-Stop-Action schön und gut. Aber manchmal ist das doch ein wenig des Guten zu viel. Selbst wenn man gar nicht möchte, ständig stolpert man von einem Fight in den nächsten. Immer wartet eine Übermacht von Feinden darauf, unser Gefährt in einen qualmenden Schrotthaufen zu verwandeln. Dank ständigem Respawn gibt es nur in den kleinen Außenposten Verschnaufpausen. Die Feinde stürmen dabei von allen Seiten auf uns herein, häufig ballern sie auch auf unser Vehikel, obwohl sie gar nicht zu sehen sind. Dabei die Übersicht zu behalten ist oft unmöglich.

Insgesamt unterscheidet sich das Gameplay bei AA darüber hinaus nicht von den üblichen Verdächtigen: Um im Level aufzusteigen (Höchstlevel: 80) nimmt der Spieler Quests an und erhält für deren Erledigung Erfahrungspunkte, Gegenstände und Währung. Bei jedem Levelaufstieg können dann Fertigkeitspunkte investiert werden, um die Gefährte z.B. durchschlagskräftiger zu machen und Spezialeigenschaften freizuschalten.

Auch ein PvP-Element fehlt nicht. Dazu stehen den Spielern - theoretisch - zwei Möglichkeiten zur Verfügung: entweder sie treffen sich in der Arena und treten dort einzeln oder in Gruppen - Konvois genannt - gegeneinander an. Oder sie fahren nach Ground Zero: den zentralen und neutralen Punkt inmitten der Weltkarte und fechten dort ihre Kämpfe aus. Allerdings wird dafür ein sehr hoher Level vorausgesetzt. Beides ist aber noch nicht richtig implementiert und konnte von uns, auch aus Mangel an Mit- bzw. Gegenspielern, nicht getestet werden. Könnte aber ein netter Spaß werden. Eines der ersten Spiel-Updates soll diese Features endlich spielbar machen.