Asherons Call (PC Review)
von Valentin Rahmel

Schon in der Beta sind einige von uns im Online-Rollenspiel Asherons Call abgetaucht. Das ist jetzt schon ein paar Jahre her. Dennoch wollen wir uns den ehemaligen Everquest Konkurrenten noch einmal anschauen.

Vor unzähligen Jahren herrschte die mächtige Rasse der Empyrianer auf der gesamten Insel Dereth. Ihr Reich zerfiel als der empyrianische Zauberer Asheron versehentlich ein Portal zu einer anderen Welt öffnete und dadurch Horden bösartiger Monster in das Land strömten - die so genannten Olthoi.

Asheron erkannte die Gefahr und schickte die Empyrianer in ein sicheres Versteck zwischen den Welten. Er selbst blieb zurück, um einen Weg zu finden, die Olthoi zu vernichten. Durch die Flucht der Empyrianer wurden weitere Portale geöffnet. So fanden auch die Menschen aus der Welt Ispar ihren Weg nach Dereth. Asheron erkannte schnell, dass die Menschen potentielle Verbündete waren und bemühte sich um ihre Gunst. Eines Tages schlossen sich die Mächte des Guten zusammen und planten einen Gegenschlag. Mit der Hilfe von Asherons Zauberkraft töteten sie die Königin der Olthoi und gewannen ihre Freiheit. Doch der Krieg kostete viele tapfere Kämpfer das Leben.

Bewohner von Dereth
Die Welt von Dereth wird von den Aluvian, Gharu'ndim und Shomit bevölkert. Direkt zu Beginn bekommen alle Nationen verschiedene Fähigkeiten und Attribute zugeteilt, die je nach angehender Berufswahl des Charakters beeinträchtigend sein könnten.

Asherons Call: Throne of Destiny - Wir haben uns den ersten Asherons Call Teil noch einmal angeschaut!

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Wer beispielsweise lieber einen Krieger spielt, ist mit dem Aluvian besser beraten. Die Einstellungen am Erscheinungsbild des Abenteurers sind relativ simpel gestaltet - Augen, Nase, Mund, Hautfarbe, Augenfarbe, Haarfarbe und Haartyp werden aus einer Liste mit unterschiedlichen Formen ausgewählt. Zur Berufswahl bieten sich zwei Möglichkeiten an - der Spieler kann seine Punkte völlig manuell verteilen oder vorgefertigte Professionen nutzen. Es ist beispielsweise möglich als Krieger, Bogenschütze oder Magier zu agieren. Die wählbaren Klassen schränken die Fertigkeiten, die der angehende Abenteurer im weiteren Spielverlauf erreichen kann, nicht ein.
Völlig entgegengesetzte Talente können später noch erlernt werden. Jede Fähigkeit hat übrigens vier Stufen (Specialized, Trained, Untrained und Unusable). Diese geben an, wie gut der Held ein Talent beherrscht und mit welchem Aufwand es gesteigert werden kann.

Hoch die Klinge
Den Charakter betrachtet der Spieler wie gewohnt aus der Verfolgerperspektive. Das Interface ist übersichtlich und bietet die grundlegende Basis für ein halbrundenbasiertes Kampfsystem. Am Bildschirmrand erstreckt sich die Fähigkeitenleiste, die der Abenteurer im fortwährenden Spielverlauf mit Zaubersprüchen oder Nahkampftechniken auffüllen kann. Begegnet der Spieler einem Feind - klickt er diesen an, begibt sich in Reichweite und betätigt seine erlernten Spezialfähigkeiten oder Zauber. Vorsicht: Fast alle Techniken ziehen mit jeder Attacke ein wenig Ausdauer oder Mana ab. Tötet der Spieler ein Wesen, erhält er einige Erfahrungs- und Fertigkeitspunkte als Belohnung.

Asherons Call: Throne of Destiny - Wir haben uns den ersten Asherons Call Teil noch einmal angeschaut!

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Letztere können sofort auf die Talente verteilt werden, völlig neue Fähigkeiten gibt es allerdings nur beim Levelaufstieg. Die Quests des Online-Rollenspiels folgen einer typischen Missionsstraße: Je nach Stufe des Helden kann dieser weitere Aufträge von den Nicht-Spieler-Charakteren der Welt annehmen.

Zu Beginn wirken die Abenteuer ein wenig trist - der Kämpfer muss beispielsweise 10 Monster für einen Händler töten, um ein paar Erfahrungspunkte zu erlangen. Im späteren Spielverlauf wird es um einiges interessanter, wenn sich ganze Heldengruppen an riesige Bestien herantrauen.Was Kämpfe unter Spielern betrifft, gibt es auf normalen Asherons Call Servern keine Player vs. Player Möglichkeit. Für Schlachtenbummler wurde eine spezielle Plattform eingerichtet, auf der Übergriffe auf andere Spieler legal sind. Leider ist der Titel nicht wirklich dafür optimiert, deshalb entwickelt Turbine aktuell ein neues System.

Die Welt
Die Grafikengine des Online-Rollenspiels ist leider sehr veraltet. Wirklich effiziente Updates der Texturen und Modelle waren einfach zu selten - der ehemalige Publisher Microsoft hatte sich mehr auf den Nachfolger konzentriert. Besonders die Figuren und Objekte wirken sehr kantig - reflektierende Lichter gibt es ebenfalls nicht. Über zweitausend Helden tummeln sich in über 40 Städten, 50 Dungeons, unzähligen Wäldern und weiten Steppen

Erweiterungen
Die Erweiterung Dark Majesty ist kein wirkliches Addon. Zum spielen wird nämlich nicht das Original von Asheron's Call benötigt. Schauplatz des Spiels ist die Insel Marae, die unzählige weitere Abenteuer, Monster und Gegenstände bietet. Weiterhin wurde das Playerhousing freigeschaltet - Charaktere können nun eigene Häuser bauen