Die Spekulationen in der Spieleindustrie bezüglich Realtime WorldsAll Points Bulletin wurden heute Nachmittag durch einen der Verwalter bestätigt. Begbies Traynor gab zu, dass der „Stecker gezogen werden wird‟, da es nicht möglich war, APB gegenüber potentiellen Käufern attraktiv zu machen.

All Points Bulletin: Reloaded - Realtime Worlds zieht den Stecker

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Bald ist es aus mit APB
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Gegenüber der Öffentlichkeit bestätigte Ben Bateman, Communitymanager des Spiels, die Schließung:

„Heute müssen wir die traurige Ankündigung machen, dass trotz der größten Bemühungen aller Beteiligten, den Service am laufen zu halten, APB geschlossen werden wird. Die Server sind noch online, also kommt zur Party und sagt auf Wiedersehen!‟

Wie Les Able gegenüber dem Industrie-Magazin GamesIndustry.biz mitteilte, war trotz den über 300 Interessenten, von denen schließlich nur noch 6 in die engere Auswahl kamen, niemand dabei, der „sich bequemte es im laufenden Betrieb zu kaufen.‟

Able fügte hinzu, dass „der Belegschaft gesagt wurde, woran sie ist‟. Es wird nun erwartet, dass das Spiel innerhalb der nächsten 24 Stunden abgeschaltet wird.

Der Verwalter beabsichtigt nun, einen neuen „Marketingprozess‟ einzuleiten, um zu versuchen, das vorhandene Vermögen und das geistige Eigentum, das in Verbindung mit dem Spiel steht, zu verkaufen. Eine offizielle Ankündigung wird für morgen erwartet.

Gegenüber Gamesindustry.biz sagte eine Quelle mit engen Beziehungen zu Realtime Worlds: „Entgegen allem Gerede wurde kein Käufer gefunden, sodass es aussieht, als würde der Stecker gezogen. Wir hörten, dass das morgen passieren könnte.‟ Ein Gerücht, das von einer zweiten unabhängigen Quelle aus den Entwicklerkreisen am heutigen Nachmittag bestätigt werden konnte, als der Verwalter kontaktiert wurde.

Wie sich herausstellte, wurde All Points Bulletin ebenfalls aus dem Steam-Shop entfernt. Der Link dorthin wird nun zur Steam-Homepage umgeleitet. Googles Webcache zeigt allerdings, dass es bis zum 10. September noch über Steam gekauft werden konnte.

Realtime Worlds bietet außerdem mittlerweile auch weder das Spiel noch „RTW-Punkte‟ zum Kauf an. Letztere wurden benötigt, um Gegenstände innerhalb des Spiels zu kaufen. Das Studio setzte allerdings die Produktion von Updates für das Spiel fort. Selbst für heute wurde noch ein neues Patch angekündigt.

Verwalter Begnies Traynor äußerte sich noch im letzten Monat folgendermaßen: „APB wird als ein Live-Dienst in den USA und in Europa während der Restrukturierung mit vollem Spiel- und Communitysupport fortgesetzt.‟

Die restrukturierende Gesellschaft veröffentlichte außerdem Nutzerdaten, die „gesunde Zahlen‟ zeigen wollten, die „sich positiv für APB auswirken‟, als es nach einem Käufer für das Online-Multiplayer-Actionspiel suchte.

Aber so wie es aussieht, sind alle Verhandlungen, um einen engagierten Investor zu finden, gescheitert. All Points Bulletin hatte 130.000 registrierte Spieler, die durchschnittlich 28 Dollar (21,40 Euro) im Monat zahlten.

All Points Bulletin: Reloaded ist für PC, seit dem 2. Quartal 2015 für PS4 und Xbox One erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.