Paukenschlag bei IGN in den USA: Chefredakteur Steve Butts wurde nun nach monatelangem Rätselraten gefeuert. Die Begründung: "mutmaßliches Fehlverhalten".

Aktuelles - Wegen Vorwurf "mutmaßlichen Fehlverhaltens": IGN-Chefredakteur Steve Butts gefeuert

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Steve Butts war seit 2012 (1999) bei IGN tätig
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Steve Butts, langjähriger Chefredakteur der IGN-Hauptstelle in den USA, ist gefeuert worden. "IGN hatte eine Untersuchung aufgrund 'mutmaßlichen Fehlverhaltens' in Zusammenhang mit Steve Butts eingeleitet", ließ Mitch Galbraith, Executive Vice President bei IGN, wissen. "Als Resultat der Untersuchung hat das Unternehmen entschieden, Butts zu entlassen."

Sexuelle Belästigung

Bereits im Vorfeld hieß es, dass Butts ab November nur noch von Zuhause aus gearbeitet habe, nachdem er in einer Krisenkonferenz der sexuellen Belästigung bezichtigt wurde. In der besagten Krisenkonferenz hätte eigentlich ein anderer Fall besprochen werden sollen, denn im vergangenen November hatte Gamespot-Redakteurin Kallie Plagge wohl im Zuge der #metoo-Kampagne dem bereits im März vergangenen Jahres gefeuerten IGN-Redakteur Vince Ingenito vorgeworfen, sie und eine weitere Kollegin während ihrer Zeit bei IGN sexuell belästigt zu haben. Trotz einer Beschwerde beim Personalmanagement wurde nicht gegen Ingenito vorgegangen. Stattdessen wurde sie nach eigenen Worten gezwungen, ein Dokument zu unterschreiben, in dem sie bestätigen sollte, dass sie sich unprofessionell und in der Folge unangemessen verhalten habe.

Plagge nannte dabei einen Chef, der ihrer Meinung nach die Situation falsch angegangen sei und ihr sogar geraten habe, "nicht so verklemmt" zu sein. In der Zwischenzeit wird Peer Schneider, Chief Content Officer, als Interimschef dienen, "solange, wie es braucht, um alles wieder geradezubiegen", so Schneider.

Ein weiterer ehemaliger Mitarbeiter ließ zudem wissen, dass das Arbeitsumfeld an sich "vergiftet" sei bei IGN. "Viele von denen, die das Vorgehen gegen Kallie verurteilten und ihre Arbeit niedergelegt haben, waren und sind selbst Mobber", so sein Vorwurf.