Tolle Grafik, zahlreiche Quests, fliegende Charaktere – trotz attraktiver Features musste NCsofts MMO-Attraktion viele Nackenschläge einstecken. Höchste Zeit zurückzuhauen – zumindest auf die Pixelfeinde.

Neues Federkleid für alte Flughasen

Ablösung naht für alle Aion-Fans: Assault on Balaurea kommt gerade recht, da immer mehr Helden auf den Servern den höchsten Level erreicht haben und dem Endcontent ins Auge blicken durften. Die Neuerungen von Aion 2.0 sind dabei ein weiterer Weg, das Spiel zum Langzeit-Hit auszubauen. Um den Unkenrufen gleich zu Anfang entgegentreten zu können: Bei unseren Testflügen waren die Server nach wie vor recht gut besucht – egal ob wir mitten in der Nacht oder am hellichten Tage die Welt von Atreia erkundet haben.

Aion 2.0: Assault on Balaurea - Das Ende des Grinds? Aion 2.0 im Langzeit-Test

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Nachbesserungen beim Grind - genug für die Kritiker?
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Das mag vielleicht aber auch an den viel geschmähten Grindpassagen liegen, die aus dem Rollenspiel ein Stück harte Arbeit machen. Aber auch in diesem Punkt gibt es einige kleine Nachbesserungen, die speziell für den westlichen Markt eingeführt wurden. Wir haben ein weiteres Mal unseren Rucksack umgeschnallt, um die Welt Atreias zu erkunden.

Natürlich wollten wir ganz genau wissen, welche Neuerungen die Spieler nun von dem Update erwarten können – und ob auch Einsteiger von den Verbesserungen profitieren können. Einiges von dem frisch hinzugewachsenen Content ist nämlich eher für Spieler interessant, die schon eine Weile dabei sind.

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Der Maximallevel wurde um 5 Punkte angehoben.
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In erster Linie betrifft das sicherlich die Anhebung des maximalen Levels auf 55 – vorher war bei Charakterstufe 50 das Ende erreicht und man konnte sich zunächst einmal auf seinen Lorbeeren ausruhen. Man hat bestimmt in diesem Stadium den Großteil der Quests gesehen, die Endbosse besiegt und so manchen Feind im PvP erschlagen. Da kommen die fünf neuen Sprossen auf der Entwicklungsleiter gerade recht, bevor die große Langeweile Einzug halten kann.

Logischerweise zieht die Erhöhung des Levelcaps nicht nur neuen Inhalt im Kampf der Elyos gegen Asmodier und beide Rassen gegen die computergesteuerten Balaur nach sich, sondern auch neue Skills, Stigmen und Gegenstände.

Skills an die Kette gelegt

Auch für die Spieler, die noch mitten in der Evolution ihrer Spielfigur stecken, ist neues Futter dazu gekommen: Zwischen Level 18 und 22 können Solo-Instanzen in neuen Dungeons begangen werden, die ziemlich schnelles Sammeln von Erfahrungspunkten bedeuten. Die nächsten Solo-Instanzen sind dann Charakteren der Stufen 37 bis 41 vorbehalten.

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Grafisch ist Aion immer noch herausragend.
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Auch hier werden Wirkungsstätten der Balaur unsicher gemacht und sowohl Elyos als auch Asmodier haben eine gute Gelegenheit, es den unheimlichen Monstern einmal zurückzuzahlen. Schließlich sind die Balaur auch mit dafür verantwortlich, dass die geflügelten Daeva nicht mehr unangefochten an der Spitze der Nahrungskette stehen.

Mit den Instanzen kommen auch neue Items ins Spiel, die den Spielern noch durchaus wertvolle Dienste erweisen werden. Waffen, Schilde, Spezialtränke oder Gegenstände zur Erhöhung der Widerstandkraft bilden attraktive neue Sets, mit denen das Leben in der harten Umgebung schon wieder ein kleines Stückchen leichter wird. Zusätzliche Fertigkeiten laden zum Experimentieren ein und können auch sinnvoll als Kettenangriffe zu bestehenden Kampfstrategien eingesetzt werden.

Aion - Interview: Das ist alles neu an Aion 2.03 weitere Videos

Ein bisschen Zeit kann eine lohnende Investition sein, um die effizienteste Kettenkombo auszuarbeiten. Manche dieser Kampftaktiken können auch die Entscheidung in PvP-Begegnungen herbeiführen, die im Riss oder den neuen offenen Arealen immer wieder drohen. Die Bosse sind dabei nicht von Pappe, weshalb auch diese Erfahrungsstufen angemessen sind. Schon alleine die Größe einiger dieser Fieslinge lässt sicher den einen oder anderen Abenteurer schon mal vor Unbehagen einen trockenen Hals bekommen.

Hund, Katze, Monster

Als echte Neuerung halten nun auch Pets in der Welt von Aion Einzug. Diese Streicheltierchen haben verschiedene Funktionen: Vom reinen Zier- und Sammelobjekt über Warnschilder auf Pfoten oder Klauen bis hin zu zusätzlichem Stauraum oder Helfer im Kampf mit eigenen Fähigkeiten zur Verteidigung reicht der neue Zoo. Niedliche Hunde oder Katzen, aber auch gehörnte Mini-Dämonen und die hamsterbackigen Shugos begleiten die Spieler nun durchs Abenteuer.

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Hund, Katze und viel Gewusel...
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Neukunden bekommen ein Pet zur Einführung schon mal gratis zum Charakter dazu. Dass einige der Helferlein mit der Maske des Killers aus der Horrorkomödie „Scream“ und ähnlich humorigem Outfit herumlaufen, dürfte wahrscheinlich den Rollenspiel-Puristen sauer aufstoßen, sorgt aber dennoch für gelegentliche Grinser beim Spiel. Die Online-Helden dürfen zwar viele verschiedene Pets besitzen, aber nur einen ihrer Kameraden gleichzeitig aktivieren. Trotzdem erleichtern viele dieser Wesen das Crafting oder den Kampf ungemein.

Ein Patch, der fast schon Add-on-Größe erreicht – Fans werden mit den Flügeln klatschen.Fazit lesen

Wer zum Reisen gerne die Flügel benutzt, wird sich bestimmt auch irgendwann einmal über die Höchstflugdauer geärgert haben. Eben noch stieß man sich von einer hohen Klippe ab, setzte majestätisch zum Segelflug an, erspähte sein Jagdrevier aus der Luft und im nächsten Moment ist die Zeit schon um, in dem die Flügel kraftvoll aus dem Rücken ragten. Flügellahm und wenig erhaben stürzen die Zocker in diesen Fällen vom Himmel und plumpsen unsanft auf dem harten Pixelboden.

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Das ist der Hammer!
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Nicht selten endet ein solcher Rundflug tödlich. Eigens gekennzeichnete Windkanäle verlängern nun die Flugdauer auf natürliche Weise und tragen die Spieler sogar schneller durch die Gegend. Auch Anfänger werden von diesem Einfall der Programmierer profitieren, denn die Gebiete sind nun schneller zu erreichen, ohne dass man allzu schnell zum willkommenen Fraß jedes dahergelaufenen NPC-Lumps wird.

Zusammen mit neuen Festungen, Instanzen, der Einführung der Windströme und Pets kommt also wieder neues Leben nach Atreia, auch wenn dort sowieso nicht tote Hose herrscht. Die nervigen Farmbots sind vom Support im letzten Jahr schon stark eingegrenzt worden, so dass nun auch angenehmeres Spiel möglich ist.

Natürlich ist ein MMO immer nur so gut wie seine Community, aber die Größe Aions lässt auch alle Facetten von Rollenspielern auf die Server los: von freundlichen, hilfsbereiten Dauerzockern bis hin zu weniger netten Spielern, die mehr auf ihren eigenen Vorteil aus sind. Wichtig ist es, dass jeder virtuelle Flattermann seine Rolle begreift und gerade in den Gruppenquests seine Funktion spielen gelernt hat. Mit den neuen Inhalten kommen nun auch neue Möglichkeiten hinzu, seinen eigenen Charakter zu entfalten – und dazu zählt auch die Teamfähigkeit.