Die Strategie, Aion: Tower of Eternity zuerst in NCsofts Heimatland Südkorea zu veröffentlichen und es dann Monate später der westlichen Welt zu präsentieren, birgt Risiken. Die europäischen Fans fühlen sich benachteiligt und stöbern in ihrer Ungeduld in den offiziellen koreanischen Foren und graben dabei so tief, dass Community Manager Ayase von Brighton aus eingreifen muss:

"Offizielle Foren beinhalten immer negatives Feedback [...] Das gibt es bei jedem Spiel [...] bedauerlicherweise spiegelt ein Forum nicht immer alle positiven Dinge wider und strahlt damit eine verzerrte Aura aus."

Das kennt man tatsächlich auch von anderen Spielen und läßt sich möglicherweise nachvollziehen. Doch wie steht es mit den Bots? Ayase erklärt:

"Wir werden absolut alles tun, was in unserer Macht steht, um Bots und das Aufkommen illegaler Märkte zu unterbinden [...] Wir werden wie Robocop sein und die Gesetzesbrecher werden wie die Käfer des alten Spectrum/C64 Klassikers Exterminator von Audiogenic behandelt."

Ahja. Aber was ist mit den Problemen in Sachen Balancing, von denen man in Südkorea hört? Ayase weiß auch dazu mehr:

"Balancing ist ein ständiger Prozess und wie hatten nicht erwartet, die absolute Balance vom ersten Tag an zu erleben (ich glaube nicht einmal daran, dass so etwas überhaupt möglich ist). Die Entwickler arbeiten allerdings emsig daran, alle auftetenden Probleme zu beseitigen [...]"

Da scheint Ayase die Situation noch einmal gerettet zu haben. Allerdings werden bald die nächsten Bedenken aufkommen und es wird einmal mehr deutlich, dass der Publisher hier gegen die Zeit kämpft. Erst mit den versprochenen Preview-Events und einem konkreten Release-Termin wird es NCsoft gelingen, die ungeduldigen europäischen Fans wieder etwas zu beruhigen.

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