Ein Online-Rollenspiel nur für Erwachsene? Komplett ohne Orks, Elfen und Zauberer mit ihren spitzen Hüten? Gibt's nicht? Gibt's doch: Mit »Age of Conan« wagen sich die »Anarchy Online«-Veteranen von Funcom auf neues Terrain und heben sich mit einer düsteren, brutalen Fantasy-Welt sowie einem actionlastigen Kampfsystem deutlich von Spielen wie »World of Warcraft« oder »Warhammer Online« ab.

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Völkerkunde
Wie jedes Online-Rollenspiel beginnt auch »Age of Conan« mit der Erstellung eines eigenen Charakters. Hier könnt ihr erst einmal aus drei verschiedenen Völkern auswählen, die auf dem fiktiven Urkontinent Hyboria ihr Zuhause haben: Stygier, Aquilonier oder Cimmerier. Robert E. Howard, der Schöpfer des Conan-Universums, schuf die Kulturen der hyborischen Welt sehr nahe an dem Vorbild real existierender Völker aus den unterschiedlichsten Geschichtsepochen.

Age of Conan: Unchained - Die Barbaren rufen zur Schlacht - und eine neue Ära im MMO-Genre bricht an!

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In Age of Conan trefft ihr auf wahrlich unliebsame Zeitgenossen.
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Die aus dem Süden stammenden Stygier ähneln in ihrer Kultur beispielsweise den antiken Ägyptern und sind eher als düsteres Volk anzusehen. Im Gegensatz dazu sind die Aquilonier eine gutmütige Rasse, die den größten Anteil an der Bevölkerung Hyborias ausmacht. Die aus dem Norden stammenden Cimmerier sind hingegen das Volk Conans, wild und barbarisch, wie man sie eben aus zahlreichen Verfilmungen oder den Büchern von Robert E. Howard kennt.

In wie weit sich die Wahl der Rasse auf die Charakterentwicklung auswirken wird, verrieten die Entwickler von Funcom noch nicht. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Stygier die besseren Magier sind, während sich die Cimmerier wohl für den Umgang mit Schwertern prädestinieren.

Harte Galeerensklaven
Tatsächlich weist ihr eurem Protagonisten keine Charakterklassen wie Krieger, Zauberer oder Paladin zu, vielmehr wählt ihr euer zukünftiges Alter Ego aus einer Gruppe verschwitzter, stinkender und ungepflegter Galeerensklaven aus. Sollte euch keiner der Leibeigenen gefallen, könnt ihr euch kurzerhand auch selbst einen Recken erstellen. Dazu dürft ihr in »Age of Conan« aus unzählige Einstellungen auswählen: Vom Körperbau über die Gesichts- und Kopfbehaarung bis hin zum Augenabstand - eurer Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt.

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Die riesige Welt Hyborias kann frei erkundet werden.
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Nun startet das eigentliche Intro des Spiels: Irgendwo im Nirgendwo wird eure Galeere von einem feindlichen Schiff angegriffen, ihr könnt euch eurer Fesseln entreißen und dem Inferno auf hoher See entkommen. Lediglich ausgestattet mit einem Lendenschutz und einem abgebrochenen Ruder als Waffe findet ihr euch an einem Strand einer Dschungelinsel wieder. Wie in jedem Online-Rollenspiel begrüßt euch dort auch schon der erste Questgeber.

Dank verschiedener Aufgaben, Erkundungstouren und Einweisungen könnt ihr euch jetzt mit »Age of Conan« vertraut machen. Doch die ersten Schritte auf der Insel fördern etwas ganz und gar Genreunübliches zu Tage: Bis jetzt sind keine anderen Spieler zu finden. »Age of Conan« beginnt nämlich wie ein Offline-Rollenspiel. Nach kurzer Zeit, genauer gesagt ab Level 5, könnt ihr euch für die Basisklasse eures Helden entscheiden. Je nach Volk stehen hier Schurke, Priester, Magier oder Soldat zur Auswahl. Abhängig von eurer Entscheidung beginnt nach Angaben von Funcom für jede Basisklasse eine eigene, die nächsten 15 Charakterlevel füllende Kampagne- sozusagen euer ganz persönliches episches Abenteuer.

Dort lernt ihr auch das Kampfsystem von »Age of Conan« kennen, das sich von den simplen Click & Fight-Systemen anderer Genre-Vertreter deutlich unterscheidet. Als Nahkämpfer stehen euch jeweils sechs Richtungen zur Verfügung, aus denen ihr mit eurem Schwert, eurem Hammer oder eurer Axt zuschlagen könnt.

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In Age of Conan spritzt Blut, und es fliegen Körperteile durch die Gegend.
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Wie in einem wirklichen Kampf führt ein Schlag zum nächsten, und es ergeben sich Combos, die mit Leuchtspuren an eurer Waffe signalisiert werden. Gegner parieren, weichen aus oder schlagen auf ungesicherte Stellen. Das Gleiche gilt natürlich für Fernkämpfer und Magier. Bogenschützen wechseln zum Beispiel beim Schießen in eine Egosicht und müssen zielen, um zu treffen.

Nur nicht den Kopf verlieren
Während es in bisherigen Online-Rollenspielen so ist, dass bei einem Fehlschlag lediglich das Wort "Verfehlt" über dem Kopf eures Gegners eingeblendet wird, weichen eure Kontrahenten in »Age of Conan« tatsächlich aus. Dieses System wird von den Entwicklern sogar noch weiter verfeinert: Habt ihr mit eurem Charakter zum Beispiel zu tief ins Glas geschaut, beginnt euer Held zu taumeln. Stapft ihr durch den Schnee, hebt ihr eure Beine besonders hoch, und wenn ihr eurem Gegner in den Bauch tretet, knickt der in der Körpermitte ein. Dieses "Layered Animations"-Feature macht »Age of Conan« realistischer, als es jeder Genre-Vertreter jemals war.

Mehr Realismus bedeutet aber auch mehr Brutalität. Da kommt es schon des Öfteren vor, dass bei einem erfolgreichen Hieb mit eurem Schwert das Blut nur so spritzt. Deutlich seltener, dafür noch brutaler, ist das sogenannte "Fatality": Bei dieser drastischen Todesanimation lösen sich Körperteile von eurem Kontrahenten. Würde Robert E. Howard noch leben, wäre das sicher in seinem Interesse, der USK dürfte das Ganze aber nicht gefallen. Damit »Age of Conan« nicht zum 18er-Titel avanciert, will man laut Publisher Eidos hierzulande die Fatalities entfernen.

Jetzt geht's los
Seid ihr mit eurem Charakter bei Level 20 angekommen, öffnen sich endlich die Pforten der Online-Spielwelt und ihr könnt mit der Erkundung Hyborias beginnen. Jetzt stehen euch für jede Basisklasse bis zu vier verschiedene Hauptklassen zur Auswahl. Der Schurke kann nun zum wilden Barbaren oder hinterlistigen Assassinen mit vergifteten Klingen werden, während sich der Priester als kräftiger Bärenschamane oder unheilbringender Sturmdruide entpuppen kann. Natürlich ist das alles noch der anfängliche Teil des eigentlichen Spiels. Insgesamt gibt es 80 Level, rund 14 Klassen, vier Prestigeklassen und eine Reihe von Tradeskills.

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Die Grafikpracht ist wirklich beeindruckend.
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Natürlich gibt es bei »Age of Conan« auch Reittiere, mit denen ihr euren Gegnern einheizen könnt. Für den Kampf auf dem Rücken eines Pferdes schickten die Entwickler von Funcom sogar ein Pferd ins Motion-Capture-Studio. Und die Aktion hat sich gelohnt: Wenn sich euer Pferd im wilden Galopp in eine Kurve legt, sieht das verblüffend echt aus. Die Geschwindigkeit eures Vierbeiners bestimmt übrigens auch, wie viel Schaden ihr beim Gegner anrichtet.

Wer sich mit anderen Spielern messen will, der bekommt in anspruchsvollen PvP-Kämpfen die Gelegenheit dazu. Von Kneipenschlägereien, bei denen weder Stufe noch Ausrüstung des Charakters über den Ausgang des Kampfes entscheiden bis hin zu ausgefeilten Belagerungsschlachten. Vor allem Gilden kommen hier voll auf ihre Kosten, die gegeneinander zum Beispiel um Burgen und Türme kämpfen. Dabei kommt auch allerhand Belagerungsgerät zum Einsatz. Wer zudem neben seiner Hauptklasse die Prestigeklasse "Commander" erlernt hat, kann seinen Mitspielern in solchen Schlachten Formationen zuweisen. Der "Lord" ist hingegen für den Bau von Schmieden zuständig, um die Waffenbrüder mit frischen Katapulten zu versorgen.

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Die Grafik-Engine sorgt für eine zauberhafte Weitsicht.
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Auf eurer Reise durch die schier unendlichen Weiten von Hyboria werdet ihr auf allerlei Außergewöhnliches treffen: hochentwickelte Völker, steinzeitliche Flora und Fauna, längst ausgestorbene Tiere und natürlich mystische Geschöpfe wie Drachen, Schlangenmenschen oder Riesen - und das in einer Grafikpracht, die es in einem Online-Rollenspiel noch nicht gegeben hat. Allein schon die enorme Sichtweite stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Dabei sollen die Systemanforderungen erfreulich human ausfallen: Nach Aussage von Funcom werden diese in etwa mit denen von »The Elder Scrolls IV: Oblivion« vergleichbar sein.