"Liebes Tagebuch, heute hat sich nicht allzu viel Spannendes zugetragen, das übliche halt: Ich habe 235 Vanir abgeschlachtet, 25 Krokodilen die Haut abgezogen und habe mit zwei Huren das Lager geteilt ..."

So oder so ähnlich könnten wir unseren Bericht über Age of Conan fortsetzen, der die Erlebnisse meines Barbaren in den Leveln von ca. 30 bis 45 widerspiegeln soll. Doch was hat sich in den Tagen seit dem Release am 25. Mai tatsächlich ereignet? Entwickler Funcom arbeitet nach wie vor unter Volllast an der Beseitigung von Mängeln, behebt kleinere und größere Bugs und passt das Balancing der Spielcharaktere langsam den Gegebenheiten an.

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Doch auch wenn Probleme wie nicht funktionierende Bankfächer relativ schnell behoben wurden, stolpert unsere Spielfigur immer noch regelmäßig über Fehler, vor allem Quests sind noch zu häufig mit Ungereimtheiten behaftet. Doch Spaß haben wir trotzdem, und das nicht zu knapp. Das liegt vor allem an den vielseitigen Quests, auch wenn wir leider bis Level 50 warten müssen, bis die spannende Schicksalssquest fortgeführt werden kann.

Age of Conan: Unchained - Unser großes Spieler-Tagebuch plaudert aus dem Nähkästchen: Was tut sich in der Welt von Conan?

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Wehr' dich doch, du Halunke: Oft bekomme ich es mit Banditen zu tun.
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Seit der Veröffentlichung von Age of Conan haben wir uns lange in den Startgebieten wie beispielsweise dem Conall-Tal herumgetrieben, wo wir den üblen Vanir auf vielfältigste Art und Weise in die Quere gekommen sind. Wir haben ihre Vorratslager geplündert, ihre Verletzten erschlagen, ihre mächtigen Zauberer und Heerführer vernichtet und nebenbei auch versucht, zwischen den zerstrittenen Verteidigern von Conans Reich zu vermitteln.

Allerdings nicht immer mit Erfolg. Vor allem nicht mit großartiger persönlicher Belohnung bzw. Befriedigung, denn die Quest-Belohnungen sind häufig nicht ausreichend genug auf die Klassen abgestimmt und viele Boss-Gegner lassen nach wie vor nichts oder nur generischen Loot fallen. Zudem rennen fast alle Spielfiguren mit ähnlich aussehenden Klamotten rum, was nicht wirklich für ausreichende Individualisierung sorgt.

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Neues vom Fehlerteufel: Die Prinzessin betreibt Arbeitsverweigerung!
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Über Questarmut kann man sich in den Mit- bis Enddreißigern wahrlich nicht beschweren, zumal es uns dann immer häufiger in die Wilden Lande von Zelata verschlägt, wo allerlei neue Abenteuer warten. Bis wir schließlich erstmals den Fuß in eine raidähnliche Gruppeninstanz setzen (Heiligtum der brennenden Seelen), die mit einigen fies anmutenden Endgegnern gespickt ist. Für eine halbwegs homogene Gruppe stellte sich das Abenteuer jedoch als leicht zu knackende Nuss heraus und leider wartete auch hier der Fehlerteufel, denn die schöne, aber blutrünstige stygische Prinzessin Akivasha wehrt sich nicht gegen unsere Angriffe und eine Quest (Reinigung des Opferaltars) lässt sich gar nicht aktivieren, was spätere Besuche vonnöten macht. Zwar gibt es hier das eine oder andere nette Item abzustauben, doch wirklich befriedigt geht man aus diesem Feldzug nicht hervor.

Das ändert sich mit dem Erreichen von Spielstufe 40 nicht ganz, auch wenn die Quests weiter auf einem recht hohen Niveau für Unterhaltung sorgen. Vor allem das Reichenviertel von Tarantia hält eine ganze Reihe spannender Aufgaben bereit, wo es nicht nur um das Metzeln von Feinden geht. Beispielsweise spielt man Detektiv bei der Ermittlung in einem Mordfall, geht einem Gammelfleischskandal nach, der weite Kreise zieht, besorgt Gegengift, schlagt einen fluchenden Griesgram mit seinen eigenen Waffen oder unterstützt die Wachen in ihrem Kampf gegen die marodierenden Nemedier.

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Quests mit aktuellen Bezügen: Hier decke ich einen Gammelfleischskandal auf.
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Leider sorgen auch hier nicht korrekt funktionierende Missionen oder Questtagebücher (etwa bei der Arena) für Frust. Nervig sind zu diesem Zeitpunkt auch die häufig langen Wege, wenn man z. B. von Alt-Tarantia zum Feld der Toten reist, wo es zwar wieder sehr viele Quests gibt, der Weg dorthin jedoch elendig lange dauert. Da helfen übrigens auch die speziellen Reittiere wie Nashhorn und Mammut nichts, die viel zu langsam sind. Lediglich die sehr teuren Pferde erleichtern das Reisen ein wenig, sind bzw. waren jedoch bis vor kurzem noch teilweise verbugged.

Immer wieder verschlägt es unseren Barbaren in Alt-Tarantia übrigens in den langweiligen Abwasserkanal, wo eine ganze Reihe von Aufgaben warten. Leider muss ein und derselbe Endboss mitsamt seiner Helfershelfer für verschiedene Missionsziele herhalten, was die Quests in der Kanalisation nicht eben spannender macht. Dafür ist die Auflösung im Fall der "Rettung der Prinzessin" durchaus überraschend und amüsant.

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Wenn der Kundensupport doch auch so geschwätzig wäre, wie dieser Questgeber...
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Jetzt bei Level 45 sind wir zwar bereits über eine Vielzahl an Fehlern gestolpert und ärgern uns auch über unterschiedlichste Probleme, die immer mal wieder für Frust sorgen. Auf der anderen Seite haben wir aber bei unseren Abenteuern auch sehr viel Spaß gehabt, das Spielvergnügen an sich wird nur selten dramatisch getrübt. Funcom muss trotzdem noch einiges bereinigen und die Details aufbessern, wie etwa abwechslungsreichere Gegenstände und vor allem auch der Kundensupport gehört gehörig verbessert. Die Beschwerden der Spieler in den Foren häufen sich gerade bei diesem Punkt derzeit rapide - das ist sicher kein Zufall. Wir sind gespannt darauf, wie sich Age of Conan in den nächsten Wochen für unseren Barbaren weiter entwickelt!

"Das wars für heute, liebes Tagebuch. Auch morgen werde ich - bei Crom! - wieder die Schädel der Eindringlinge zermalmen!"