Ein originalgetreues Barbarendorf, waffenschwingende Schwertkämpfer und ein stygischer Harem – Funcom machte vollmundige Versprechungen für das Launch Event von „Age of Conan“. Als Product Manager Erling Ellingson dann noch “Tons of tons of food” und Lots of lots of drinks“ ankündigte, war die Entscheidung gefallen: Wir fliegen nach Oslo – obwohl es bereits am Pfingsmontag losging.

Und es sollte sich lohnen, den Weg ins kalte Oslo angetreten zu haben. Neben einer ausführlichen Präsentation, durch die Game Director Gaute Godager persönlich führte, gab es tatsächlich „Lots of lots of everything“. Und das ist so wörtlich gemeint, dass wir euch einen Teil leider vorenthalten müssen.

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Die Präsentation beginnt mit einer ebenso schönen wie gefährlichen Frau, danach folgt die Vorstellung der Klassen bzw. Archetypen. Je drei der zwölf Klassen fallen in einer der vier Archetypen: Soldat, Magier, Schurke und Priester bietet Age of Conan an. Nach einem kurzen Ausflug in den Singleplayer-Teil (Bis 20 folgt der Charakter in Age of Conan einer Storyline, die alleine gespielt wird) zeigen uns die Entwickler einen Live-Raid, in dem es richtig zur Sache geht. Raid-Inhalte werden ca. ab Level 67 angeboten (Höchstlevel: 80), davor gibt es jedoch bereits Gruppen-Encounter, die alleine nicht zu bewältigen sind. Der Raid sieht recht beeindruckend aus – abschließend können wir das aber natürlich erst beurteilen, wenn wir selbst eine Level-80-Axt schwingen dürfen.

Age of Conan: Unchained - Launch Event in Oslo - wir waren mit Conan im stygischen Harem.

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Sogar Conan höchstpersönlich bekamen wir zu Gesicht.
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Außerdem gibt es einen Vorgeschmack auf Gildenstätte und Belagerungen. In Age of Conan kann jede Gilde Stätte errichten und diese nach Belieben ausbauen. Ob Verteidigungsanlage, Kaserne, Handelsposten oder andere Gebäude – jedes einzelne davon gewährt der Stadt oder der ganzen Gilde Vorteile. Einige Aktionen sind gar nur mit Gildenstand bzw. einem bestimmten Gebäude möglich. Errichtet ihr in eurer Stadt beispielsweise einen Handelsposten, werden damit erst bestimmte Handels-Features freigeschaltet.

Wer gut Englisch spricht - oder sich einfach an den Bildern ergötzen möchte - dem sei der Videomitschnitt der Präsentation ans Herz gelegt.

Spellweaving und Barbarenkämpfe

Zum ersten Mal überhaupt zeigt Funcom außerdem das Spellweaving. Dieses Feature ermöglicht es magisch begabten Charakteren, besonders mächtige Zauber zu wirken. Allerdings büßen diese dabei ihre Fortbewegungsmöglichkeit ein – zusätzlich kostet das Spellweaving ordentlich Ausdauer. Ist diese erschöpft, stirbt die Spielfigur. Durchaus riskant also, dieses Spellweaving – dafür sprechen die Vorteile für sich. Von einer deutlichen Steigerung des eigenen Schadensoutputs bis hin zu mächtigen Buffs für die ganze Gruppe reicht das Repertoire und rechtfertigt damit das hohe Risiko.

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Die kampfeslustigen Barbaren sorgten für ordentlich Action.
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Erschöpft von Präsentation und Interviews dürstet es die Pressemeute anschließend nach dem angekündigten „Lots of lots…“ – und Funcom macht die Versprechungen wahr. Hoch oben auf dem Holmenkollen, der Skisprung-Anlage von Oslo, hat man ein Barbaren-Dorf nachgebaut. Ein Spalier aus schwer bewaffneten und martialisch geschminkten Kriegern und Kriegerinnen (teilweise übrigens trotz Temperaturen um 5 Grad im Lendenschurz!) begrüßt die Neugierigen. Auf der Bühne sitzt König Conan auf seinem Thron, verkündet eine große Party und eröffnet das Buffet. Halbe Schweine, Enten und ähnliches Getier brutzeln auf Spießen und Grills, bedient vom glücklichen – weil gewärmten – Teil des Barbarenvolks.

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Heitzten den Besuchern mit ihren Darbietungen ein: Feuerspucker.
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Zwischen den einzelnen Bissen entbrennt in der Nähe immer mal wieder ein Streit zwischen den unzivilisierten „Bewohnern“ des Dorfes, der ausnahmslos damit endet, dass mindestens einer der Streithähne „tot“ auf dem kalten Boden liegt. Kompliment an dieser Stelle übrigens an die Barbaren: Statt mit Plastik- oder Holzwaffen prügelten diese sich mit (zwar stumpfen, allerdings dennoch extrem schmerzhaften) Metallschwertern, -Äxten und anderen Mordwerkzeugen. Die abgeplatzten Splitter der Holzschilde flogen nicht selten mehrere Meter weit davon – ein Beweis dafür, dass die Schläge durchaus mit der Härte echter Barbarenkämpfe geführt wurden.

Die unglaublichen Vorkommnisse im stygischen Harem

Als gegen 22 Uhr endlich der stygische Harem in den Katakomben der Anlage seine Pforten öffnet, sind die meisten Besucher nicht nur durchgefroren, sondern für einen solchen Ort auch angemessen gesättigt und alkoholisiert.

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Über die Qualität des Essens herrschte Einigkeit: Barbarisch gut!
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Dralle Bauchtänzerinnen sorgen für zusätzliches Feuer – obwohl einige Besucher witzeln, die Feuerspucker aus dem Barbarendorf hätten mehr Hitze verbreitet. Uneinigkeit herrscht auch über den musikalischen Act: „Turbo Negro“ lieferten zwar zweifelsfrei eine beeindruckende Show – die Musik sorgt allerdings für unvereinbare Standpunkte zwischen den Besuchern.

Der Anblick des durch die Menge schlendernden Conan beruhigt allerdings die Gemüter. Zeigt er doch, dass selbst die blutrünstigsten Krieger beim Feiern ihre Aggresivität vergessen. Die versammelte Besucherchar verließ Oslo jedenfalls weitgehend mit einem guten Gefühl, wenn auch – bei Crom – mit einem ordentlichen Kater.