„Mit derzeit 400.000 Spielern hat ´Age of Conan´ einen äußerst erfolgreichen Start hingelegt“, gerät Erling Ellingson bei unserem Treffen auf der Games Convention in Leipzig ins Schwärmen. Dennoch bemängelten Viele, dass es ab Level 55 nicht mehr allzu viel zu tun gibt. „Und ich gebe zu: Sie haben Recht.“

Ehrliche Worte, mit denen sich Funcom einem häufig zitierten Kritikpunkt stellt. Doch hier soll bald Abhilfe geschaffen werden. In Leipzig stellten die Entwickler erstmal neuen Content vor und präsentierten die überarbeitete Grafik in DirectX10-Qualität.

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Beinahe ist man geneigt, eine Umbenennung des Spiels in „Age of Altair“ zu fordern: In der neuen Stadt Tarantia City soll viel geklettert und von Dach zu Dach gesprungen werden. „Das Ganze spielt sich fast ein bisschen wie ´Assassin’s Creed´“, meint Erling mit einem Schmunzeln. Auch der Look der Stadt mit ihren schmutzig sandbraunen Häuserfassaden erinnert an die akrobatische Action aus dem Hause Ubisoft.

Age of Conan: Unchained - Endlich: Highlevel-Content auf der GC

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Zahlreiche neue Dungeons sollen Abenteurer begeistern.
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Ganz anders hingegen die düstere Atmosphäre der zahlreichen neuen Dungeons: In den tiefen Höhlenstädten des „House of Crom“ beispielsweise wurden mächtige Statuen aus dem schwarzen Fels geschlagen, und die steinernen Häuser unterirdischer Bewohner zieren die Wände und Klüfte riesiger Grotten.

Im „Black Castle“ setzt Funcom wiederum auf abwechslungsreiches Gameplay: „Unser Ziel war es, mehr Strategie in diesen 4er-Dungeon zu bringen“, berichten die Entwickler. Dies soll durch heimtückische Fallen bewerkstelligt werden, die nur mit Teamwork außer Gefecht zu setzen sind.

MMO-Spieler in der Falle

Ein Beispiel: Eine majestätische Halle wird von haushohen Schlangenstatuen umsäumt, die allesamt tödliches Feuer in den Raum spucken. Ein Vorankommen ist hier erst möglich, wenn sich ein Spieler auf eine Steinplatte stellt und so den Abschalt-Mechanismus auslöst, während seine Kameraden gefahrlos passieren können.

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Zahlreiche Rätsel müssen gelöst werden, bevor es weiter geht.
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Die nächste Falle in Form einer unsterblichen, und im Gegensatz zu den Feuerspuckern äußert lebendigen und bissfesten Schlange, wartet jedoch bereits um die nächste Ecke. Erst wenn der Spieler begreift, dass diese ihre Energie von einer ägyptisch anmutenden Wandmalerei in Form eines riesige Auges bezieht, kann der Spieler mit einem Schuss aus seinem Köcher der Unsterblichkeit ein Ende bereiten. Auffällig an dieser Szene ist vor allem die bewundernswert schön und atmosphärisch eingesetzte Farbgebung durch den Energieschein, den das magische Auge in den Raum wirft.

Ein Rätsel in ähnlicher Form erwartet uns im nächsten Raum – augenscheinlich eine Hommage an die bekannte Gruselgeschichte um Dr. Frankenstein. Ein aufgebahrter Torso soll um seine fehlenden Körperteile ergänzt, zusammengeflickt und zum Leben erweckt werden. Klar, dass wir da gerne behilflich sind… Mit Anspielungen auf berühmte Doktoren sparen die Entwickler auch im Folgenden nicht: Eine riesige Steinkugel verfolgt unseren Charakter wie einst Dr. Jones unaufhaltsam einen langen Gang hinunter.

Väterchen Frost und seine hübsche Tochter

Mit „Ymirs Pass“ begeben wir uns dann in eine Region, die von schweren Erdbeben heimgesucht wird. Grund dafür ist der „Frostfather“, eine Gottheit, die verraten und verstoßen an einen Felsen gekettet wurde, und bei jedem Versuch, sich daraus zu befreien, heftige Erdstöße in der Umgebung hervorruft.

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"Ey, ich hol' meine Brüder!"
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„Für viele Conan-Fans ist die Geschichte um ‚Frostfather’s Daughter’ eine der besten in der Saga von Robert E. Howard“, bemerkt Erling Ellingson. „Sie ist übrigens auch meine persönliche Lieblingsstory“, fügt er hinzu. Die titelgebende Tochter treffen wir auch sogleich – die reizende Keira ziert bereits seit einiger Zeit als Artwork diverse Magazincover und Werbekampagnen.

Doch sollte man sich von ihrer Schönheit nicht blenden lassen: Nur Augenblicke später lockt uns die Maid in eine tückische Falle und liefert uns ihren gar garstigen Brüdern aus, die daraufhin unseren kalten Stahl zu spüren bekommen.

Am Ende der Quest stehen wir schließlich dem Frostfather persönlich gegenüber: ein ungeschlachtes Monstrum von Ausmaßen eines Wolkenkratzers, in gewaltige Ketten gelegt und an den Felsen eines Hochplateaus gebunden. Wie wir ihn daraus befreien, müssen wir selber herausfinden. Und danach noch, was passiert, wenn dies geschehen ist. Denn ob der aggressive Riese seine Dankbarkeit auch zu artikulieren weiß, bleibt vorher zweifelhaft…

PvP und DirectX 10

Eine Randnotiz zum Thema PvP brachte die Präsentation auch hervor: Böse Taten sollen ab sofort unter Strafe gestellt werden. So sollen üble Schlächter zukünftig beispielsweise als „Mörder“ gebrandmarkt werden.

Abschließend zeigt Erling noch ein paar Impressionen aus der DirectX10-Version: Die auffälligste Veränderung betrifft zweifellos die HDR-Beleuchtung, die reflektierende Gegenstände und die metallenen Kuppeln von Gebäuden in einen atmosphärischen Schimmer taucht. Volumetrisches Licht und Nebel sorgen für das gewisse Plus an Augenschmeichlern.

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Nur mit DirectX10 erreicht Age of Conan seine volle Grafikpracht.
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Bäume und Sträucher wehen nun physikalisch korrekt im Wind, während Gras und Blumen bei Berührung zur Seite knicken: Besonders beeindruckend ist dieser Effekt beim Einsatz von Zaubersprüchen, die sich nun als bombastische Druckwelle im Untergrund fortpflanzen.

Am meisten sind die Entwickler jedoch stolz auf ihre Unterwasser-Beleuchtung: Statt einfach nur einen blauen Filter über das Bild zu legen, durchbrechen nun vereinzelte Sonnenstrahlen die Wasseroberfläche und tanzen wie goldene Funken auf dem Meeresboden. Klasse!