Die Realität holt die Fiktion ein. Am 21. Oktober 2015 ist es soweit! Marty McFly landet in der Zukunft. Unserer Gegenwart! In „Zurück in die Zukunft 2“ ist es dieser Tag, an dem er in der Zukunft ankommt und miterleben muss, wie beschissen das Leben seines dummen Sohns ist. Grund genug, das alles zu ändern.

Genau das kann man nun noch einmal erleben, und zwar nicht auf DVD oder Blu-ray oder gar im Fernsehen (auch wenn TNT Film an diesem Tag auch eine Sonderprogrammierung fährt und die komplette Trilogie zeigt), sondern dort, wo die Trilogie hingehört. Auf die große Leinwand!

"Back to the Future"-Day! - Marty McFly landet in unserer Gegenwart!

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Das mit den Hoverboards haben wir hinbekommen. Nur in Serie sind die Dinger leider nie gegangen.
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Zahlreiche Kinos quer durch die Republik zeigen am 21. Oktober die komplette Trilogie. Wer sie also in den 1980er Jahren verpasst hat – oder noch gar nicht gelebt hat –, kann nun den Kinotrip ins Hier und Jetzt machen. Schade nur, dass wir immer noch keine fliegenden Autos haben. Aber das Hoverboard, das existiert in Protoform schon.

1955 - 1985

Muss man über den Inhalt überhaupt noch viele Worte verlieren? Na gut, ein paar. Marty McFly ist ein Teenager, der nicht viel reißt, aber mit dem schrulligen Wissenschaftler Doc Brown befreundet ist. Der hat eine Zeitmaschine in seinen DeLorean-Wagen eingebaut, mit der Marty ins Jahr 1955 reist – und dabei fast sich selbst auslöscht, weil sich seine Mutter in ihn verknallt.

Das ist „Zurück in die Zukunft“, dem später die ebenfalls von Robert Zemeckis gedrehten zwei weiteren Teile folgten, die damals etwas Neues in Hollywood waren. Erstmals wurden zwei Filme einer Reihe back-to-back gedreht, so dass sie innerhalb kurzer Zeit aufeinander im Kino folgen konnten.

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Selbst die Kleidung ist in der ZidZ-Version cooler als in unserem Universum.
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Das war ein Vorteil, ein anderer natürlich, dass sich so Geld sparen ließ, wenn man gleich zwei Filme auf einmal dreht. Diesem Verfahren folgen manche Produzenten auch heute noch, obschon es nicht so häufig ist, wie man das eigentlich erwarten würde.

Das Ergebnis ist eine fantastische Mixtur aus Science-Fiction und Komödie, mit viel Pfiff umgesetzt und so clever geschrieben, dass die Zeitparadoxon-Probleme, die Zeitreisefilme oftmals haben, hier außen vor bleiben.

2015 - 1885

Im zweiten Teil geht es in die Zukunft des Jahres 2015, im darauffolgenden Abschluss der Trilogie auch noch in die Wild-West-Vergangenheit. Denn nach der Zukunft musste es auch in die Vergangenheit gehen, so dass man noch mehr Vorfahren der Hauptfiguren kennen lernen konnte. Dabei gibt es auch echte Western-Klischees – wie das Duell –, aber darüber hinaus auch allerhand unerwartet coole Gags. So nennt sich Marty in der Vergangenheit einfach „Eastwood“, aber solch coolen Klang wie in der Moderne hat der Namen im Jahr 1885 eben nicht.

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Niemand nennt mich eine feige Sau.
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Die Zeitreisen nehmen immer mehr Überhand, aber die Trilogie verliert nie den Kern ihrer Geschichte aus den Augen. Stattdessen wird eine komplexe Story erzählt, in der man auf alte und junge Versionen der McFlys und deren Erzfeinden, den Tannens, stößt.

Die Filme kamen 1989 und 1990 in die Kinos und erwiesen sich wie erwartet als Hits. Obschon Fans zwar nach weiteren Abenteuern mit Marty und dem Doc riefen, weigerten sich alle Beteiligten standhaft, diese Trilogie, die wirklich eine einzige große Geschichte ist und nicht “nur” ein Sequel nach dem anderen darstellt, zu schänden.

Die Trilogie stand für sich selbst, ein weiterer Besuch in der „Zurück in die Zukunft“-Welt war einfach überflüssig.

Aber sie immer wieder besuchen, das geht wirklich gut. Es sind zeitlose Klassiker, die Steven Spielberg hier produziert hat. Natürlich gibt es zum Jubiläum – immerhin ist die Reihe nun 30 Jahre alt – auch eine neue Blu-ray-Veröffentlichung, die hoffentlich die Probleme der vorherigen Edition beseitigt, stimmte dort doch am Seitenverhältnis des Bildes einiges nicht. Aber nichts geht darüber hinaus, ein Spektakel wie diese Zeitreise-Trilogie auf der großen Leinwand zu sehen.

"Back to the Future"-Day! - Marty McFly landet in unserer Gegenwart!

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Sagt nicht, sagt nichts. Ihr .... wollt euch "Zurück in die Zukunft" jetzt sofort noch mal ansehen, richtig?
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Fiktion und Realität

Ein besonderes Vergnügen ist dabei natürlich, zu vergleichen, wie wenig unsere Gegenwart der anvisierten Zukunft, wie man sie sich Ende der 1980er Jahre vorstellte, gleicht. Und das gilt längst nicht nur für die fliegenden Autos, sondern auch für die praktische Mode, die noch praktischeren Accessoires in den Wohnungen und – natürlich – für „Der weiße Hai 19“, der hier noch beworben wird. Bei uns war nach Teil 4 Schluss. Was hätte da nur alles in den folgenden 15 Teilen passieren können?

Vermutlich nichts, was auch nur annähernd so cool ist, wie Marty McFly wieder bei der Reise zurück in die Zukunft zu begleiten. In dem Sinne: Viel Spaß im Kino!

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