Die 'Zurück in die Zukunft'-Filme haben vor Jahrzehnten eine ganze Reihe an Dingen vorausgesagt, wie etwa riesige Flachbildschirme, 3D-Technologie, Drohnen, Technologie für Videokonferenzen, Controller-lose Steuerung für Videospiele und Co.

Zurück in die Zukunft - Drehbuchautor: Ich hätte Smartphones niemals vorhersagen können

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Selbst einige Firmen schafften es in diesem Jahr, so manch Gadget umzusetzen – wenn teilweise auch noch nicht ganz so optimal. Darunter das Hoverboard oder auch die selbstschnürenden Schuhe von NIKE.

Aber das Smartphone – heute wohl DAS Gadget überhaupt -, hatten die Filme nicht vorhergesagt. Drehbuchautor Bob Gale zufolge sei dies etwas, das er damals nie prophezeit hätte können.

"Heute ist es das Schweizer Armeemesser. Die Tatsache, dass jeder ein Gerät besitzen kann, das ein Computer, eine Kamera, ein Aufnahmegerät, ein Taschenrechner, eine Taschenlampe usw. ist, damit hätten wir nie gerechnet", so Gale in einem Interview mit The Hollywood Reporter.

Gale war sich damals sicher, dass einige seiner für Zurück in die Zukunft erdachten Dinge in nicht allzu ferner Zukunft umgesetzt werden, wie etwa große Flachbild-TVs und die bereits angesprochene Skype-ähnliche Kommunikation: "Ich hätte mit Geld gewettet, dass wir das haben werden."

Auch ahnte er, dass die Leute im Jahr 2015 wehmütig zurück auf die Achtziger blicken: "Man wird immer nostalgisch bei etwas, das 30 Jahre vorher passierte."

Einerseits ist Gale erfreut darüber, dass seine Kunst die Realität inspiriert hat. Doch andererseits ist er auch schockiert über einige Erfindungen, wie etwa Drohnen: "Wir dachten nicht ernsthaft darüber nach, wie diese Technologie funktionieren würde; aber Wow. Noch können sie unsere Hunde nicht ausführen, doch das wird passieren."

Damit spielt er auf eine Szene in Zurück in die Zukunft 2 an, in der eine Drohne mit einem Hund Gassi geht.

"Ein Teil, der den Film trotz des albernen Zeugs weiterhin so sehenswert macht, ist, dass jeder erkennt, dass wir Spaß damit haben. Wir sagen nicht 'Wir versuchen ernsthaft vorherzusagen, wie das Leben im Jahr 2015 aussehen wird.' Nein", so Gale.

Und welche Technologie würde er sich für heute wünschen? Wenn es nach ihm ginge, dann wäre das Fusionsenergie: "Das würde bedeuten, dass wir grenzenlose, außergewöhnlich günstige Energie hätten. Das würde so viele Probleme in der Welt lösen. Aber ich glaube nicht, dass das passieren wird."

Und wie sieht es in 30 Jahren aus? "Es bahnt sich ein ernsthafter Ärztemangel an. Doch wenn wir Geräte in den Kliniken oder sogar Zuhause hätten, die augenblicklich das Blut analysieren, die lebensnotwendigen Signale aufnehmen und direkt einen Netzhautscan durchführen können… sie würden mit all dieser Ausstattung eine bessere Diagnose abgeben können, als es ein normaler Arzt jemals tun könnte."