Die Titanen haben den Kampf gegen die Götter nicht aufgegeben und so braucht Zeus die Hilfe seines unzerstörbaren Sohnes: Perseus, stark und gewieft wie nie zuvor. Denn wer einen Feuerstrahl mit einer Holztür abwehren kann, ist ein wahrer Halbgott…

Erst zwei Jahre sind vergangen, seit „Kampf der Titanen“ die Kinosäle mit einer laschen Story und gelungenen visuellen Effekten flutete. Die Fortsetzung spielt zehn Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils und ist noch lascher und noch effektvoller. Dennoch konnten wieder Sam Worthington, Liam Neeson und Ralph Fiennes für die Hauptrollen gewonnen werden.

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Rettet Zeus

Perseus führt inzwischen ein beschauliches Leben als Fischer und Vater seines Sohnes Helios. Doch im Untergrund tobt weiterhin der Krieg zwischen den Göttern und den Titanen. Als die Götter vermehrt an Stärke verlieren, weil die Menschen aufhören zu ihnen zu beten, sieht Kronos seine Stunde gekommen. Der Schöpfer der Erde und Vater von Zeus, Hades und Poseidon will die Erde vernichten. Hades und Zeus‘ göttlicher Sohn Ares stehen auf der Seite des mächtigen Titanen. Sie nehmen Zeus gefangen, damit sich Kronos an dessen Energie nähren kann.

Perseus bekommt Wind davon und will seinen Vater befreien. Immerhin steht das Ende der Welt auf dem Spiel. Zusammen mit der blonden Kriegerkönigin Andromeda und dem listigen Halbgott Argenor, Sohn des Poseidon, macht sich Perseus auf den Weg, Kronos zu stoppen.

Zorn der Titanen - Kampf der Titanen 2 - Untergang der Titanen

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"Als ich sagte 'Du kommst nicht vorbei!' war das ehrlich nicht so gemeint. Also, mehr bildlich, so..."
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Heldenhaft unbeteiligt

Viel mehr gibt die Geschichte leider auch nicht her. Nachdem 30 Minuten lang die Haupthandlung erklärt wurde und man sich geeinigt hat, nach Zeus zu suchen, wird dieser eine halbe Stunde später auch schon befreit. Es folgt eine halbstündige Endschlacht und damit ist der Drops gelutscht. Auf dem Weg dahin passieren allerdings etliche Schwachsinnigkeiten, die erfahrene Drehbuchautoren besser gelöst oder gar nicht erst angeschnitten hätten.

Direkt zu Beginn trifft Perseus auf eine Chimäre, die feuerspeiend sein Dorf in Schutt und Asche legt. Sein Sohn steht dabei immerzu dumm herum, sodass Perseus nicht müde wird, ihn zu retten. Gegen die Feuerstrahlen setzt er eine dürftige Holztür als Schutzschild ein und hat damit vollen Erfolg. Am Ende verbrennt das blöde Vieh sich schließlich selbst.

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Ebenso unbeteiligt geht es dann für Perseus weiter. Im Labyrinth, das zum Tartarus führt, in dem Zeus und Kronos gefangen gehalten werden, wirft der clevere Argenor zornig die einzige Karte weg, die sie durch die wirren Tunnel lotsen kann. Denn nur ein einziger Weg führt zum Ziel, wie Hobby-Architekt und Waffenschmied Hephaestus eindringlich erklärte.

Noch platter, aber dafür effektvoller als der Vorgänger. Einfaches Hirnausschalten hilft da diesmal leider auch nicht.Fazit lesen

Als das Trio um Perseus, Argenor und Andromeda durch die sich ständig verschiebenden Gänge irren, rutschen und davon beinahe zerquetscht werden, tauchen zu allem Überfluss auch noch Ungeheuer auf. Von den monströsen Kreaturen angegriffen, finden sie plötzlich ganz allein zum Verlies.

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"I'm Zeus. And Qui-Gon Jinn. And Oskar Schindler. Get over it!"
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Ein Drehbuch für die Tonne

Und dann gibt es noch diese Vielzahl an unnützen Dialogen, die nur dazu da sind, die Stille zu füllen. So überreicht Poseidon kurz vor seinem Tod Perseus seinen kostbaren Dreizack mit der Bitte, ihn seinem Sohn Argenor zu geben, wenn dieser sich als würdig erweist. Sobald Perseus Argenor trifft, ist die Bedingung vergessen und er reicht ihm zu Beginn der Reise sogleich den Dreizack. Als würde der von Dreck übersäte Argenor, der zuvor noch im Kerker angekettet war, eine gigantische, unsichtbare Portion Würde ausstrahlen.

Dies ist auch gerade deswegen merkwürdig, weil von Anfang an der Eindruck vermittelt wird, als könne man Argenor nicht über den Weg trauen. Durch die Warnung von Königin Andromeda, sowie durch die vorsichtigen Handlungen der anderen Figuren Argenor gegenüber und das Anvertrauen höchst wichtiger Gegenstände wie den Dreizack und die Karte, wird man das Gefühl nicht los, dass sich Argenor als Verräter herausstellen müsste. Eine eingeworfene, spannende Idee, die leider nicht weiter verfolgt wird.

Leider können die sehenswerten, visuellen Tricks nicht über das miese Drehbuch hinwegtäuschen. Auch der dreidimensionalen Effekthascherei gelingt es nicht, die fehlende Handlung zu überspielen. Wenn bereits der hundertste Mensch, begleitet vom klassischen Wilhelmsschrei, durch die Luft fliegt, fragt man sich lediglich, woher dieser nun wieder kommt…