Mäßigt euch und seid wachsam, denn der Teufel geht um, auf der Suche nach jemandem, den er verschlingen kann.“ – Das klingt cool, so fängt „Zombie Hunter“ an, aber gar so mächtig wie dieser akustische Einstieg ist der Film dann doch nicht. Aber immerhin: Man bietet mal ein klein bisschen Abwechslung im Zombie-Einerlei, denn der Film bedient sich auch der typischen Endzeit-Muster á la „Mad Max“.

Ein Virus verbreitet sich und löscht fast die gesamte Menschheit aus. Aber die Betroffenen sterben nicht, sie verwandeln sich in blutrünstige Monster, die von den Überlebenden schlicht und einfach „Esser“ genannt werden. Der Zombie Hunter, ein Mann ohne Namen (was daher kommt, dass er ihn vergessen hat), rast mit seinem Wagen durch das entvölkerte Land.

Zombie Hunter - CGI-Monster, Endzeit á la Mad Max und ein bisschen Danny Trejo …

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Der Film erscheint bei uns am 25.04.2014 auf Blu-ray und DVD.
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Die einzige Aufgabe, die ihm im Leben noch geblieben ist, ist das Aufspüren und Vernichten jedes einzelnen Essers. Nach einem Unfall wird er von ein paar Überlebenden aufgenommen. Der Pater Jesus (Danny Trejo) erklärt ihm, dass sie ein Flugzeug brauchen, denn etwa eine Stunde vor der kalifornischen Küste gibt es unbewohnte Inseln, auf denen man ein neues Leben beginnen kann, ohne sich wegen der Zombies Sorgen machen zu müssen.

Hunter beschließt, diesen Menschen zu helfen, auch und gerade, weil er durch sie einen Teil seiner eigenen Menschlichkeit wiederentdeckt. Doch die Suche nach einem Flugzeug ist gefährlicher als gedacht, denn in dieser Welt des totalen Verfalls treiben sich nicht nur Esser, sondern noch weit gefährlichere Kreaturen herum.

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Natürlich gibt es auch was fürs Auge.
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Wenig Trejo

Das Cover der DVD ist so gestaltet, dass es nicht nur an „Machete“ erinnert, sondern auch Danny Trejo besonders populär eingesetzt ist. Aber man ahnt es schon. So viel hat Trejo in diesem Film nicht zu tun. Er ist nur in ein paar Szenen dabei, die er wohl an ein oder zwei Drehtagen herunterkurbeln konnte. Immerhin gibt es dabei ein paar Action-Einlagen, auch wenn sie nur in kurzen Rückblicken zupasskommen. Aber da darf Trejo mit nacktem Oberkörper und Axt in der Hand kräftig Zombies metzeln, was angesichts der CGI-Blutfontänen dann doch ein bisschen an „Machete“ erinnert.

Fans des Schauspielers werden aber dennoch enttäuscht, da er einfach viel zu wenig zu tun hat. Da hilft es auch nichts, dass der Endzeitmix ansonsten halbwegs passabel daherkommt.

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Von Danny Trejo gibt es leider reichlich wenig zu sehen.
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Nach der Apokalypse

Mit seinem Setting, aber auch der Inszenierung – und natürlich der Gefahr durch Menschen, die zu Kannibalen geworden sind – erinnert das Ganze an typische Endzeitfilme. Dazu passend hat Hunter auch ein cooles Auto, das dem V8 Interceptor von Max Rockatansky in fast nichts nachsteht. Da passt es dann auch, dass Hauptdarsteller Martin Copping gebürtiger Australier ist und als Magermilchversion von Mel Gibsons Paraderolle ganz passabel agiert.

Da es immer gut ist, nicht nur von einer Quelle zu klauen – pardon – sich inspirieren zu lassen, ist Hunter nicht nur der typische Max-Verschnitt, sondern auch ein Bruder im Geiste von Frank Castle. Der Punisher hat seine Familie durch einen Gewaltakt von Verbrechern verloren und dann begonnen, Kriminelle zu liquidieren. Hunter hat seine Familie an Zombies verloren und es sich darum zur Aufgabe gemacht, jeden Einzelnen zur Strecke zu bringen.

Zombie Hunter - CGI-Monster, Endzeit á la Mad Max und ein bisschen Danny Trejo …

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Es gibt schlechtere Filme als Zombie Hunter - Aber definitiv auch bessere.
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Stilistisch schön gemacht sind die kurzen Rückblicke, die es immer wieder gibt. Sie sind farblich verfremdet und verleihen dem Film ein gewisses Flair. Auch der übrige Film profitiert davon, dass der Kameramann (zumeist) ganz gute Arbeit leistet, nur manchmal geht es dann doch mit ihm durch (etwa nach gut 70 Minuten, als die Helden den Flugzeughangar betreten; hier hätte es feineren Kontrasts bedurft).

Was verspricht, Zombiespaß im Machete-Stil zu bieten, ist nur ein Mix aus Resident Evil und Mad Max.Fazit lesen

Geht doch nichts über ein Massaker am frühen Nachmittag

Da die Produktionsfirma von „Ozombie“ auch für „Zombie Hunter“ verantwortlich zeichnet, wundert es nicht, dass in dem Verschlag der Überlebenden auch ein Poster zu diesem Film hängt. Was den Zitatenschatz des Films betrifft, gibt es aber noch mehr. So ist die Lieblingswaffe von Hunter ein Messer, wie es auch Brian Thompsons Figur in „Die City-Cobra“ benutzt hat.