Es gibt Produktionsfirmen, bei denen weiß man einfach, woran man ist. Eine solche ist Cinetel, die nicht nur als Produktion, sondern auch als Vertrieb auftritt, aber ein sehr gleichgeschaltetes Programm sein eigen nennt. In erster Linie sind es Science-Fiction-Filme mit Action- und Katastrophen-Einschlag, die häufig und gerne produziert werden. Weil in den USA Sender wie der Syfy Channel dankbar sind, ihr Programm überhaupt füllen zu können.

Zodiac - Die Zeichen der Apocalypse - deutscher Trailer

In Deutschland ist Tiberius ein treuer Abnehmer des Cinetel-Ausstoßes. Für jedes Highlight, das man wirklich haben will, muss man im Paket auch ein paar andere Titel abgreifen. Gehört „Zodiac – Die Zeichen der Apokalypse“ nun zu den Highlights oder ist er doch nur Massenware aus dem Rechtepaket?

Zodiac - Die Zeichen der Apocalypse - Kann Christopher „Doc Brown“ Lloyd die Welt retten?

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Der Film erscheint bei uns am 08.01.2015 auf Blu-ray und DVD.
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Im Grunde muss man sich nur die Besetzung ansehen, um die Antwort zu erahnen. Mit Joel Gretsch („The 4400“, „V – Die Besucher“) und Aaron Douglas („Battlestar Galactica“) hat man zwei Sci-Fi-Gesichter, wie man sie bei dieser Art Film gerne einsetzt. Darüber hinaus ist noch Christopher Lloyd dabei, dessen große Tage als Doc Brown in den „Zurück in die Zukunft“-Filmen aber auch schon lange vorbei sind. Heutzutage gibt er sich haufenweise für mickrige Rollen in fragwürdigen Filmen her. So überrascht es nicht, dass es bei „Zodiac – Die Zeichen der Apokalypse“ auch eine geschlagene Stunde dauert, bis er auftaucht.

Tierkreiszeichen der Katastrophe

Neil Martin (Joel Gretsch) wird angeheuert, um bei Ausgrabungen zu helfen, bei denen ein steinerner Tierkreis gefunden wurde, der in diesem Teil der Welt gar nicht existieren dürfte. In seinem Zentrum befindet sich ein Stein, der eine immense Energie besitzt. Darum ist die Regierung in Form recht dümmlicher 'Men in Black' auch hinter dem guten Stück her.

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Oh, nein. Die Welt geht schon wieder unter. Mist.
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Aber Martin weiß, dass es hier um weit mehr geht. Er hat erkannt, dass der Tierkreis eine Prophezeiung ist. Weltweit geschehen verheerende Katastrophen, die alle mit den Tierkreisen korrelieren. Was kommt, ist das Ende der Welt, aber das wollen die Regierungsschergen nicht erkennen. Sie sind nur an dem Stein als Energiequelle interessiert.

Martin bemächtigt sich des Steins und versucht, das Ende der Welt aufzuhalten. Aber wie trotzt man einer uralten Prophezeiung, die mit dem Auftauchen eines neunten Planeten im Sternensystem zusammenhängt?

Wenig Sci-Fi, viel Katastrophe

„Zodiac – Die Zeichen der Apokalypse“ benutzt zwar einen Science-Fiction-Katalysator, um die Geschichte in Gang zu bringen, ist aber im Grunde auch nichts anderes als ein handelsüblicher Katastrophenfilm.

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Der Film ist recht durchschaubar, aber manschmal braucht man für ordentliche Abendunterhaltung auch nicht mehr. Oder?
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Diese Katastrophen werden mit halbgaren CGI-Effekten umgesetzt, die nur selten Charme oder Flair entwickeln. Vor allem bei Wasser kommen die CGI-Künstler sehr schnell an ihre Grenzen, wie der Tsunami am Anfang des Films zu sehen ist. Aber auch die anderen Ereignisse wie aus der Erde schießende Lava oder ein verheerender Sturm kommen nie über Fernsehniveau hinaus.

Obwohl es um das Ende der Welt geht, wirkt der Film erstaunlich klein, denn es ist nur eine Handvoll von Akteuren, die sich hier tummeln und auf bedeutungsschwanger machen. Das Story-Konstrukt ist dabei so simpel, dass man im Grunde alles auf eine große Verfolgungsjagd minimieren kann.

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Die Motivation der Figuren bleibt dabei aber auf der Strecke, vor allem gilt dies für den von Aaron Douglas gespielten Regierungsagenten Woodward (!), der nur um des Bösen Willen böse ist (und zudem strunzdumm, denn das Ende der Welt wird er auch nicht überleben). Aber allzu genau sollte man über die Geschichte und ihre Figuren wirklich nicht nachdenken.