Mit großartigen Autorenfilmen wie „Near Dark“, „Gefährliche Brandung“ oder „Strange Days“ galt Kathryn Bigelow lange Zeit als unterschätzte Regisseurin, die ihre sensible Formsprache in ganz unterschiedliche Genres einbrachte. Dem Oscarerfolg „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“, der ihr endlich eine breite Anerkennung sicherte, folgt mit „Zero Dark Thirty“ nun ein Film über die langjährige Jagd der CIA nach Osama Bin Laden.
Eine betont unemotionale und dadurch mitunter eindrucksvolle Schilderung der Jagd nach Osama Bin Laden, die aber nicht selten auch recht müßig ist.FazitObwohl von der US-Filmkritik beinahe kollektiv gefeiert, entfachte „Zero Dark Thirty“ unlängst eine fiebrige Debatte, die ihren Höhepunkt möglicherweise sogar erst zur kommenden Oscarverleihung erreichen wird. Im Kern richten sich die Vorwürfe gegen die vermeintliche Verzahnung der Filmemacher mit den politischen Absichten der Demokraten, so das Weiße Haus die Produktion aus Eigennutz mit exklusiven Informationen über die Operation versorgt haben soll.
Aus den Reaktionen auf den fertig gestellten Film folgte dann eine im Wesentlichen von US-Kongressabgeordneten wie Senator John McCain initiierte Kontroverse, Regisseurin Kathryn Bigelow und ihr Drehbuchautor Mark Boal würden im Film implizieren, dass erst die dargestellte Folter von Gefangenen zum letztendlichen Fahndungserfolg und der anschließenden Tötung Osama Bin Ladens geführt hätte.
Diese Vorwürfe, denen wohl die Angst vor einer Rufschädigung der CIA zugrunde liegt, bestimmen in den USA derzeit eine Debatte, die für „Zero Dark Thirty“ kaum bessere Werbung darstellen könnte. Am Film selbst lassen sie sich hingegen kaum nachweisen. Davon abgesehen, dass die entscheidenden Details der Agenten darin nicht über Folter ermittelt werden, ist dies für dessen vermutliche Absichten auch gar nicht relevant.
Denn der Film beansprucht zwar eine bestimmte (und weitgehend auch korrekte) Faktengrundlage, stellt durch die zentrale Figur der fiktiven CIA-Ermittlerin Maya (Jessica Chastain) jedoch auch klar, die geschilderten Ereignisse, also die Jagd nach dem staatenlosen Al-Qaida-Anführer Bin Laden und dessen Hinrichtung durch Navy SEALs, in Spielfilmform zu dramatisieren.
Maya (Jessica Chastain) leitet die Operation Neptune’s Spear am Rande zur Obsession.Formal verweist lediglich die unruhige Kamera auf einen dokumentarischen Charakter, der aber nicht zuletzt vom Musikeinsatz Lügen gestraft wird. So ist ein Abgleich an eventuellen Tatsachen bei der Auseinandersetzung mit „Zero Dark Thirty“ ähnlich wenig gewinnbringend wie die (augenscheinliche) Erwartungshaltung, er würde die Begebenheiten werten, moralisch korrekt darstellen und damit ja erst zum tatsächlichen Erfüllungsgehilfe politischer Absichten werden.
Im eigentlichen Film geht es anhand einer nüchtern dargestellten Sachlage und ihrer bekannten Eckdaten vorrangig eher um die Nachbildung des jahrelangen Klimas der Angst und Lähmung nach 9/11 sowie den letztlich rein symbolischen Versuch, sich mit der Operation Neptune’s Spear und der rechtsstaatwidrigen Exekution eines Topterroristen aus eben diesem Klima zu befreien.
Regie: Kathryn BigelowGenre: Action, ThrillerFilmstart:
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Die wurde ins Meer geworfen weil man den Bastard nich begraben wollte und so eine Pilgerstädte für Tausende Bekloppte errichtet hätte.
Das Beste was man tun konnte.
Was hast du denn groß zu bieten, das du annimmst, ich würde mich ohne Fundiertes Grundlagenwissen in so eine "Diskussion" stürzen? Da bin ich aber mal gespannt was du uns für Wissen zu bieten hast. Und vorallem...woher du es bezogen hast.
DU Genie erleuchte uns dann mit der Wahrheit. Die du dir wahrscheinlich durch das Lesen der Bildzeitung angeeignet hast
mit rechtsstaatlichkeit hat sowas 0.0 zu tun
Und genau da gehört die ganze Story auch hin :-D