Ein Horrorfilm funktioniert immer am besten, wenn er nach Schema F verfährt: Dumme Teenies, ein fast unkaputtbarer Irrer, Polizisten, die nicht treffen können und übernatürliche Wesen, die sich am liebsten mit lauten Soundeffekten anschleichen. Doch was ist, wenn man einen Horrorfilm so inszeniert, wie er in der Realität ablaufen würde? Dann kommt HELL NO: The Sensible Horror Film dabei raus.

Ertappt ihr euch auch immer dabei, wie ihr bei einem derart unlogischen Horrorfilm in Richtung TV oder Leinwand (hier wohl eher weniger) schreit und dabei den Kopf schüttelt, wie dumm man doch nur sein könne? Der Killer steht vor einem, was tun? Natürlich in den ersten Stock rennen. Eine klapprige, vermoderte Hütte im Wald? Die ideale Partygelegenheit. Die Wahl zwischen Schere und Uzi? Die Schere, die hatte man ja schon mal in der Hand. So gut wie alle Horrorfilme funktionieren nach diesen, eigentlich dämlichen Regeln.

Nicht so HELL NO: The Sensible Horror Film. Eine alte Hütte im Wald? Lieber zum Strand. Mit einem heißen Cheerleader in ein altes, verlassenes Haus, um an einem Ouija-Board zu drehen? Nein, danke. Den Helden markieren und sich ins Getümmel stürzen? Lieber auf Verstärkung warten. Ähnlich wie schon in Tucker und Dale Vs. Evil, werden hier die gefestigten Regeln des Horrorfilms gepflegt ignoriert, um eben aus daraus den Humor zu generieren. Gerade weil der geneigte Zuschauer die strikte Einhaltung jener Regeln erwartet, überraschen die Entscheidungen der vernünftigen Protagonisten, obwohl man die im echten Leben ja genau genauso getroffen würde.

Den Film hat Joe Nicolosi inszeniert, der bislang Youtube-Kurzfilme wie The Matrix Retold by Mom gemacht hat. Das Drehbuch verfasste er gemeinsam mit John Freiler. Von den Darstellern dürfte man am ehesten noch Sam Eidson (Zero Charisma) und Ashley Spillers (Last Vegas) kennen.

Leider handelt es sich dabei nur um einen kurzen Fake-Trailer, aber einem kompletten 90-Minüter wären wir auch nicht abgeneigt.