Schon einmal, bei „X-Men 2“ hat sich Bryan Singer auf eine hochgelobte und bei Fans beliebte Geschichte als Vorlage gestützt. Damals war es „God Loves, Man Kills“, nun ist es „Days of Future Past“, einer der großen Klassiker der „X-Men“-Comic-Historie, der nun auch für einen ziemlich guten Film Pate stand.

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Die Welt ist ein düsterer Ort geworden. Sentinels haben fast alle Mutanten zur Strecke gebracht – und auch die Menschen leiden unter ihnen. Aber Professor X (Patrick Stewart) und Magneto (Ian McKellen) sehen noch eine Chance, das Ruder herumzureißen: Indem man verhindert, dass dieser Krieg je beginnt. Der auslösende Moment kam 1973, als Mystique (Jennifer Lawrence) den Wissenschaftler Bolivar Trask (Peter Dinklage) ermordete. Danach begann das Sentinel-Programm in vollen Zügen.

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit - Nach diesem Film ist alles anders!

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Peter Dinklage als Wurzel allen Übels?
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Mit Hilfe von Kitty Pryde (Ellen Page) versetzt man Logans (Hugh Jackman) Verstand gut fünf Jahrzehnte in die Vergangenheit. Logan erwacht in seinem Körper im Jahr 1973. Seine Mission: Professor X und Magneto zusammenzubringen, um zu verhindern, dass Mystiques Tat alle Mutanten verdammt. Doch der Professor und Magneto sind in jener Ära erbitterte Feinde. Kann Logan seine Mission überhaupt erfolgreich abschließen?

Neu ist alt

Das Thema des Films ist im Grunde nur eine Erweiterung von „X-Men 2“, inklusive aller Beteiligter dieses Films. Selbst Stryker, Wolverines große Nemesis, ist mit von der Partie, wenn auch eher in einer irrelevanten Rolle. Bolivar Trask als Gegner bleibt leider auch unterentwickelt, seine Motivation ist schwammig.

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Der Film erscheint bei uns am 22.05.2014 in den Kinos.
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Gerade der Umstand, dass man mit Peter Dinklage einen kleinwüchsigen Menschen für die Rolle nahm, der ebenfalls nicht der Norm angehört, hätte das Potenzial gehabt, eine weit interessantere, von innerlichen Konflikten geplagte Figur zu entwerfen. Aber er ist in „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ lediglich ein Katalysator.

Im Grunde geht es eher um eine Menage a trois der besonderen Art, stehen doch der Professor und Magneto wieder auf unterschiedlichen Seiten und Mystique zwischen ihnen. Was sie hier betreiben, ist der Kampf um eine Seele, der Konflikt zweier Ideologien. Am Ende kommt es auf Mystique an. Ihre Entscheidung bestimmt, ob die Zukunft, die man zu Beginn des Films gesehen hat, Realität wird.

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Mystique (Jennifer Lawrence) hat dieses Mal eine tragende Rolle in der Geschichte.
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Das große Sterben

In der Anfangssequenz erlebt man einen großen Kampf der Mutanten gegen die Sentinels mit. Das ist aufregend gestaltet, vor allem, weil einige der zur Schau gestellten Superkräfte grandios sind. Besonders Blink mit ihren Teleportationsfähigkeiten sorgt für ein paar visuelle Highlights.

Dass einige der Mutanten das Zeitliche segnen, ist keine Überraschung. Das Problem dabei: So dramatisch wie das klingt, ist es nicht, da man kaum einen der neuen Mutanten kennt und die emotionale Bindung dadurch vollkommen fehlt. Hier wäre es weit vorteilhafter gewesen, wenn man auf Figuren der letzten Filme zurückgegriffen hätte, die der Zuschauer auch kennt.

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Originaltitel: "X-Men: Days of Future Past".
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Das Beste zweier Welten

Die Verbindung der beiden X-Men-Reihen ist gut gelungen. Singer gelingt die Kombination und macht daraus direkt etwas Neues. Er hat eine Geschichte, die den bisherigen Geschichten gegenüber treu ist, aber auch die Bühne für einen kompletten Neustart bereitet. Nach „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ ist nichts mehr, wie es war.

Damit umschifft man auch logische Ungereimtheiten, die sich durch „Erste Entscheidung“ ergeben haben. Und man spart sich die Erklärung, wieso der Professor nach „Der letzte Widerstand“ wieder seinen Körper hat. Nach dem Finale dieses Films ist das auch nicht mehr relevant.

Aufregende Kombination von alten und neuen X-Men, die einige Überraschungen parat hält.Fazit lesen

Durch das Neumischen der Karten ist der Film auch eine Wundertüte für Fans der Reihe, denn hier gibt es einige Cameos, die nicht unbedingt zu erwarten waren.