Beinahe könnte man sie als Pioniere bezeichnen: Zwar war “X-Men“ nicht die erste Comicverfilmung im Kino, wohl aber jene Umsetzung, die den Boom der Superheldenfilme zu Beginn des neuen Jahrtausends erst so richtig entfachte. Zwei nicht minder erfolgreiche Sequels folgten und wenn es nach den Studiobossen in Hollywood geht, liegt die Kino-Zukunft ebenfalls fest in der Hand der X-Männer.

Seit geraumer Zeit befindet sich z.B. das erste von mehreren geplanten Spin-Offs in der Mache: Wolverine, der wohl beliebteste Charakter der Comics, bekommt seinen eigenen Einsatz. Grund genug, in unserer Reihe „gamona Vorgespult“ das heiß ersehnte Projekt genauer unter die Lupe zu nehmen und euch ein halbes Jahr vor Kinostart auf das kommende Spektakel mit sämtlichen Infos einzustimmen.

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Die Anfänge des Schlitzers

Drei Filme lang hat er nach seiner Identität geforscht, selbst im vorerst letzten X-Men-Streifen „Der letzte Widerstand“ wurde das Geheimnis um Logans Vergangenheit und die Adamantiumkrallen, mit denen er seine Gegner vermöbelt, nicht gelöst. Die Fans der Comicvorlage wissen natürlich längst mehr, dort wurde Wolverines Herkunft bereits in den 90ern geklärt – nun sollen jedoch auch Filmfreunde ihre Antworten kriegen.

Vorgespult: X-Men Origins: Wolverine - Die Klingen blitzen wieder: Ein Ausblick auf das erste X-Men-Spinoff

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Einschneidender Held: Wolverine bekommt endlich seinen eigenen Kinofilm.
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Wie der Titel schon verspricht setzt die Handlung von „X-Men Origins: Wolverine“ konsequenterweise einige Jahre vor dem ersten Kinofilm an und portraitiert neben Wolvies frühen Jahren vor allem die…nunja, komplizierte Freundschaft zu seinem Leidensgenossen Victor Creed alias Sabretooth. Wie Logan ist auch er ein Mutant und Versuchsobjekt des ominösen „Weapon X“-Experimentes.

Glücklicherweise konnte für die Hauptrolle erneut Australien-Export Hugh Jackman gewonnen werden, der bereits in den X-Men-Filmen den behaarten Kauz verkörperte. Von Jackman einmal abgesehen, muss man ansonsten allerdings auf große Namen verzichten: Liev Schreiber spielt den bärigen Sabretooth, Dominic Monaghan (bekannt aus „Lost“ und „Der Herr der Ringe“) gibt den Mutanten Beak.

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Liev Schreiber spielt Wolverines Kameraden und späteren Erzfeind Sabretooth.
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Weitere Enthüllungen blieben die Macher ihren Fans bisher schuldig, auch auf den ersten Trailer müssen wir weiterhin warten. Immerhin wurde auf der diesjährigen Comic Convention in San Diego eine kurze Preview mit kurzen Filmszenen vorgeführt – wer auf den einschlägigen Videoportalen nach „Wolverine“ und „Comic Con“ sucht, dürfte den abgefilmten Appetithappen aber relativ schnell finden.

Sicher ist hingegen, dass sich die Ausrichtung des Spin-Offs deutlich von den X-Men-Filmen abheben wird. Produzentin Lauren Schuler Donner versprach bereits im Vorfeld, „X-Men Origins: Wolverine“ würde sehr viel „düsterer, trauriger und brutaler“ als die bisherigen X-Streifen werden – schließlich wäre Wolvies Vergangenheit von Schmerz, Verlust und Folter geprägt. Sogar der zweite Weltkrieg soll thematisiert werden.

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Einige Szenen spielen in Wolverines früher Vergangenheit - dem zweiten Weltkrieg.
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Scheinbar sind die Macher dabei jedoch etwas übers Ziel hinausgeschossen. Seit Beginn der Dreharbeiten machten nämlich immer wieder negative Gerüchte die Runde, das produzierende Studio 20th Century Fox stünde kurz davor, Regisseur Gavin Hood zu feuern. Insider munkelten, Hoods Interpretation des Wolverine-Mythos wäre zu dunkel für die breite Masse gewesen und hätte dem Film eine niedrige Altersfreigabe gekostet.

Neue X-Männer braucht das Land

Abseits derlei Atmosphäre-Fragen gibt es für Fans des bärbeißigen Schlitzers allen Grund zur Freude: Zum einen weil „Origins“ zwei Stunden komprimierte Wolvie-Action bietet und sich dabei erstmals komplett auf dessen hoch interessante Geschichte konzentriert. Zum anderen weil sich endlich auch ein paar der X-Men und X–Fieslinge die Ehre geben, die in den bisherigen Filmen schändlicherweise übergangen wurden.

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Ryan Reynolds schlüpft in die Rolle des zynischen Söldners Deadpool.
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Deadpool zum Beispiel, ein zynischer Söldner im roten High-Tech-Anzug, der sich mit Logan das ein oder andere Gefecht liefern dürfte. Ersten Gerüchten zufolge soll Darsteller Ryan Reynolds (Blade: Trinity, Party Animals) seinen Part so gut ausgefüllt haben, dass die Produzenten schon über ein weiteres Spin-Off mit diesem charismatischen Herren in der Hauptrolle nachdenken.

Zudem wird endlich ein lang gehegter Wunsch erfüllt: Remy LeBeau alias Gambit, der in der X-Men-Reihe angeblich aus Budget-Gründen nie seinen Auftritt bekam, gibt sich endlich auf der großen Leinwand die Ehre. Der Fanliebling ist dafür bekannt, mit hochexplosiven Spielkarten um sich zu werfen und selbst in ausweglosen Situationen noch einen coolen Spruch zum Besten zu geben.

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Von Fans seit langem ersehnt: Endlich bekommt auch Gambit seinen Leinwand-Auftritt.
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Bis zum Start des nächsten großen Action-Krachers müssen sich Interessierte allerdings noch etwas gedulden – erst im Mai des kommenden Jahres lässt „Wolverine“ die Klingen im Kino blitzen. Übrigens: 20th Century Fox arbeitet bereits mit Hochdruck an der nächsten „Origins“-Geschichte. Angeblich sollen bereits 2009 die Dreharbeiten zur geplanten „Magneto“-Vorgeschichte starten.