Es ist bekannt, dass X-Men: Apocalypse eine Wende in 20th Century Fox' X-Men-Universum bringen wird. Nun sprachen Regisseur Bryan Singer und Produzent Simon Kinberg in einem Interview über diese neue Zeitlinie.

X-Men: Apocalypse - Bryan Singer und Simon Kinberg sprechen über die neue Zeitlinie

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 1/31/3
Apocalypse bedroht die gesamte Welt
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

ACHTUNG: SPOILERGEFAHR! Wer X-Men: Zukunft ist Vergangenheit noch nicht gesehen hat, sollte diesen kleinen Abschnitt überspringen, denn es tauchen unter Umständen spoilerlastige Details vor.

Mit X-Men: Erste Entscheidung führte 20th Century Fox einen Soft-Reboot ihres X-Men-Universums durch, die in Regisseur Bryan Singers X-Men: Zukunft ist Vergangenheit darin resultierte, dass die gesamten Ereignisse aus X-Men, X-2: X-Men 2 und X-Men: Der letzte Widerstand ausgelöscht wurden. Insofern kann man sagen, dass Zukunft ist Vergangenheit die wahrscheinlich eleganteste Lösung für das Reboot war [Sony Pictures, so macht man das!]. Doch das bedeute laut Singer nicht, dass die kommenden Filme nicht genau da enden könnten, wo X-Men aus dem Jahr 2000 begann.

Spoilergefahr Ende.

"Es führt nicht notwendigerweise dorthin, wo wir Patrick Stewart zu Beginn von X-Men vorgefunden haben", so Singer. "Es gibt einige Dinge, die generell dahin führen. Das war ein Teil der Philosophie hinter dem Ende von Zukunft ist Vergangenheit, dass man nicht in der Lage ist, die Richtung oder die Strömung eines Flußes zu verändern. Aber man kann sie ein wenig lenken und genau das haben wir getan. Einige Dinge werden daher überraschen, es könnten Leute sterben, die in X-Men 1,2 und 3 noch überlebt haben oder Leute überleben, die in 1,2 oder 3 gestorben sind."

Das Konzept eines Prequels aufbrechen

Generell sei es ihm wichtig, das Konzept des Prequels aufzubrechen. Das Problem bei einem Prequel ist nun mal der Ausgang. Als Zuschauer weiß man, wie der Film schlussendlich enden wird.

"Im Prequel weiß man nicht, wohin es sich entwickeln wird und doch weiß man, wohin es führen sollte, wo man die Charaktere am Ende sehen möchte und genau das ist das Schöne an Zukunft ist Vergangenheit. Daher war es mir so unheimlich wichtig, sicherzustellen, dass Hank McCoy über die Theorie der Unwandelbarkeit der Zeit spricht, weil es genau definiert, was ich mit diesem Universum anstelle und mit diesen Prequels zur alten Trilogie, die nun ausgelöscht ist - oder ist sie das?"

X-Men: Apocalypse - Bryan Singer und Simon Kinberg sprechen über die neue Zeitlinie

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 1/31/3
Wird die Zukunft der X-Men rosig?
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

"All diese Filme existieren nun in derselben Zeitlinie und die Absicht am Ende von Zukunft ist Vergangenheit war sicherlich die, dass die finale Zukunft, die wir sahen, die Richtung für die Charaktere darstellt", fügt Produzent Simon Kinberg hinzu. "Mal abgesehen von einer weiteren Zeitreise oder etwas Vergleichbarem, das die Zeitlinie verändern könnte, wird das nun das Schicksal jener Charaktere sein."

Die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt

Dennoch sind sich Singer und Kinberg darin einig, dass die Zukunft der X-Men nicht in Stein gemeißelt sei. Das, was man am Ende von Zukunft ist Vergangenheit gesehen habe, müsse nicht definitiv auch das sein, worauf die kommenden Filme hinarbeiten.

"Ich würde jeden dieser Charaktere jederzeit sterben lassen, wenn mir danach ist", so Singer. "Für mich sind sie allesamt Freiwild. Alles kann passieren. Wenn sich zwei Dinge in der Quantenphysik zur selben Zeit überlagern, nennt man das Superposition. Und wenn ein Beobachter das Ergebnis davon betrachtet, nennt man das den Kollaps der Wellenfunktion [Hierbei ersetzt der Kollaps die bestehende Wellenfunktion durch eine neue, leicht abgeänderte Version ihrer selbst]. Und genau das ist passiert, als Wolverine wieder aufgewacht ist und all die Glückseligkeit um sich herum erblickte. Also ja, das ist das Ergebnis, auf das wir uns zubewegen, aber in Zukunft ist Vergangenheit haben wir eine andere, dunkle Welt gesehen. Wer sagt, dass sich das nicht wiederholen kann?"

Hochinteressante Gedanken und Vorstellungen bei einem Film, den die meisten wohl nur als Sommer-Blockbuster ansehen und nicht mehr. Was meint ihr?

X-Men: Apocalypse startet voraussichtlich am 19. Mai 2016 in den Kinos.

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit - X-Men – Vom Comic zum Film

Klicken, um Bilderstrecke zu starten (77 Bilder)

Aktuellstes Video zu X-Men: Apocalypse

X-Men: Apocalypse - Finaler deutscher Trailer3 weitere Videos