Am 8. Januar geht es mit der „Wrong Turn“-Reihe weiter. Der sechste Teil mit dem Untertitel „Last Resort“ ist dann auch in keinster Weise anders als seine Vorgänger. Das heißt, es gibt eine durchwachsene Geschichte, Reißbrettfiguren und ein paar derbe Splattereinlagen. Oh, und nicht zu vergessen viel nackte Haut. Von der ist im sechsten Film sogar noch mehr als üblich zu sehen, was bei dieser Art Film ja nie schlecht ist.

Wrong Turn 6: Last Resort - Deutscher Trailer

Danny erbt ein uraltes Ferien-Ressort, das er eigentlich gar nicht aufsuchen will. Aber seine Freundin drängt ihn, weswegen er sich schließlich mit ein paar Freunden auf den Weg macht. Ziel: irgendwo im Nirgendwo. Als sie bei dem Anwesen ankommen, werden sie von einem Geschwisterpaar begrüßt. Es ist die Dienerschaft, die Danny nun untersteht und ihm alles zeigen will. Aber: Beide sind konsterniert, dass er nicht alleine gekommen ist.

Wrong Turn 6: Last Resort - Brutale Hinterwäldler und zeigefreudige Starlets

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Noch ein Teil? Da guckt nicht nur er hier verdutzt.
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Das verstehen die Freunde nicht wirklich, aber dem Zuschauer wird es schon schnell klar. Denn einerseits mögen sich die Geschwister mehr, als es gut für sie ist, andererseits sind sie nicht die einzigen Familienmitglieder, die in und um das Anwesen herumschleichen. Sie sind nur die bestaussehenden Exemplare dieser Inzest-Familie. Die richtig hässlichen, degenerierten Familienmitglieder machen indes Jagd auf die Neuankömmlinge.

Die Fortsetzung, die keine ist

Eigentlich sollte man meinen, dass dieser Film an den direkten Vorgänger anschließen würde, aber weit gefehlt. Zwar haben die Backwoods-Killer ihr Revier geändert, so wie es im fünften Teil noch angedeutet wurde, aber richtig weiter geht es dennoch nicht. Schon alleine deswegen, weil der von Doug Bradley gespielte Maynard hier sang- und klanglos verschwunden ist. Hintergrund mag sein, dass bei solchen Low-Budget-Produktionen sogar ein Bradley irgendwann zu teuer werden kann.

Wie TCM 3-D

Ein neuer Autor, ein neuer Regisseur, aber neue Ideen blieben weitestgehend aus. Tatsächlich ist die Grundgeschichte sogar nur eine Variation dessen, was es mit „Texas Chainsaw 3-D“ gegeben hat. Der einzig wirklich nennenswerte Unterschied ist, dass die Hauptfigur nun halt ein Mann und keine Frau mehr ist.

Wrong Turn 6: Last Resort - Brutale Hinterwäldler und zeigefreudige Starlets

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Mit sowas hier hält der Film sich über Wasser.
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Auch das Ende ist etwas anders gestaltet, geht aber in ähnliche Richtung. Man kann es wohl sogar erahnen, ohne den Film gesehen haben. Blut ist schließlich dicker als Wasser, auch wenn die Wandlung der Hauptfigur ohne jede echte Motivation daherkommt. Sie ist einfach so, weil das Drehbuch das so will.

Alles wie gehabt: Kreischende Produkte der Inzucht machen Jagd auf halbgare Schauspieler.Fazit lesen

Über solchen Irrungen und Wirrungen, die in „guten“ Geschichten nichts zu suchen haben, sollte man aber wohl drüberstehen, wenn man schon „Wrong Turn 6: Last Resort“ in den DVD-Player schiebt.

Nackt und derb

Die Schauspieler sind halbgar, die Handlung ist es, und die filmische Umsetzung macht auch keine Luftsprünge. Aber der Film punktet in zwei Kategorien, die für dieses Genre essenziell sind: Die Gewaltszenen sind reichlich vorhanden und warten mit allerhand überzogenen, ziemlich blutigen Effekten auf. Die weiblichen Stars lassen fast allesamt die Hüllen fallen. Das macht „Wrong Turn 6: Last Resort“ nicht zum guten Film, aber es hilft beim Totschlagen der Zeit. Immerhin sind es 90 Minuten, die man mit diesem Streifen verbringt.