Warner Bros. und DC Entertainment planen mit Wonder Woman nicht nur einen Film über eine Superheldin, sie wollen auch, dass eine Frau auf dem Regiestuhl Platz nimmt. Die deutsche Regisseurin Lexi Alexander sprach nun in einem Interview darüber, warum sie bei diesem Projekt nicht Regie führen würde.

Wonder Woman - Warum 'Punisher: War Zone'-Regisseurin Lexi Alexander nicht Regie führen will

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Regisseurin Lexi Alexander bei der Arbeit
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Warner Bros. und DC Entertainment haben vor kurzem die Roadmap für das DC-Universum bis 2020 offengelegt. Und wie man sehen konnte, wird wirklich jeder der 'Justice League'-Mitglieder einen eigenständigen Film erhalten. Vielleicht nicht unbedingt noch vor dem eigentlichen 'Justice League'-Film selbst, aber zumindest im Anschluss. Das bedeutet natürlich, dass auch Wonder Woman ihren eigenen Film erhalten wird. Ziemlich sicher dürfte sein, dass sie dann auch von Gal Gadot gespielt wird, die in Zack Snyders Batman v Superman: Dawn of Justice ihren Einstand feiern wird. Bereits bestätigt ist jedenfalls nur, dass sich Warner Bros. und DC Entertainment eine Frau auf dem Regiestuhl wünschen.

Welche Regisseurin könnte einen solchen Posten übernehmen, ohne völlig aus ihrem bevorzugten Genre herausgerissen zu werden? Da dürfte den meisten sofort Kathryn Bigelow einfallen, die im Action- und Thriller-Genre daheim ist, und für ihre Arbeit an Tödliches Kommando - The Hurt Locker einen Oscar für die Beste Regie erhielt. Eine weitere Regisseurin, die mit dem Action-Genre vertraut ist, und selbst als Stuntfrau gearbeitet hat, ist die in Mannheim geborene Lexi Alexander, die mit ihrem Kurzfilm Johnny Flynton ebenfalls eine Oscar-Nominierung einheimsen konnte. Alexander wurde ebenfalls mit Wonder Woman in Verbindung gebracht.

In einem Interview teilte sie nun aber mit, warum sie nicht Regie führen will. "Stellt euch nur mal das Gewicht vor, das auf meinen Schultern lasten würde", so Alexander. "Wieviele Superhelden-Filme mit Männern fallen durch? Jetzt kriegen wir also Wonder Woman mit einem weiblichen Regisseur, stellt euch nur vor, er floppt. Und man hat keine Kontrolle über das Marketing, das Budget. Man trägt also das verdammte Gewicht der Geschlechter-Gleichberechtigung sowohl für den weiblichen Charakter als auch weibliche Regisseure ohne jegliche Kontrolle auf den Schultern. Nein, danke."

Vielleicht hat Alexander aber auch Aeon Flux gesehen. Die Verfilmung der MTV-Zeichentrickserie von Regisseurin Karyn Kusama fiel bei Kritikern wie Publikum gnadenlos durch.

Alexander, die mit 19 Jahren nach Hollywood auswanderte, nachdem sie Chuck Norris höchstpersönlich dazu ermutigte, dort Fuß zu fassen, hatte bereits bei einem Superhelden-Streifen Regie geführt - Punisher: War Zone. Alexander, die von ihren Agenten regelrecht dazu genötigt wurde, Punisher: War Zone zu machen, willigte nur ein, nachdem man ihr versprach, dass sie den Film nach ihren Vorstellungen, und in Anlehnung an die Punisher MAX Comic-Reihe drehen dürfte. Dennoch wurde es ein regelrechter Kampf für Alexander, den Film so zu machen, wie sie ihn sich vorgestellt hatte. vielleicht mit ein Grund, warum sie Wonder Woman scheut?

Fest steht wohl nur, dass Alexander den Namen der Regisseurin kenne, der das Skript angeboten wurde. "Wenn sie zusagt, werden alle glücklich sein, auch ich. Zu diesem Zeitpunkt sehe ich allerdings keinen Grund, warum auch nur irgendjemand zusagen sollte. Es herrscht ein zu hoher Druck... Wenn ein weiblicher Regisseur versagt, wird es nur heißen, 'alle Frauen sind scheiße bei der Regie.'"