Hat die berühmteste weibliche Superheldin ihre Regisseurin gefunden? Wie das Branchenblatt Variety berichtet, könnte "Wonder Woman" nicht nur das Filmdebüt der ikonischen Figur in einer Hauptrolle werden, sondern auch das Kino-Debüt einer gefragten TV-Regisseurin.

Wonder Woman - "Game of Thrones"-Regisseurin für WW-Film Gespräch

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Ist ihre Regisseurin gefunden? Neu-Wonder Woman Gal Gadot.
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Angeblich soll Michelle McLaren für den Regieposten in der großen Comic-Adaption im Gespräch sein. Die Kanadierin gehört zu den gefragtesten TV-Regisseuren im aktuellen Hollywood. Sie inszenierte etliche legendäre Folgen von "Breaking Bad" und "Game of Thrones", außerdem drehte sie Episoden für "The Walking Dead" und "The Leftovers". Ihren Start hatte McLaren bei "Akte X". Bei "Breaking Bad" war sie außerdem als Produzentin beteiligt. Für ihre Arbeit an der bereits jetzt legendären Serie wurde Michelle McLaren etliche Male für den Emmy nominiert, 2014 bekam sie ihn schließlich für ihre Produzenten-Tätigkeit.

Die Verpflichtung der talentierten Regisseurin könnte für Warner, sofern sie denn glückt, ein echter Coup sein. Zum einen, weil McLaren sicher mehr als genug Talent mitbringt, um einen derartigen Film gut umzusetzen. Zum anderen, weil ein weiblicher Regisseur auch einen anderen Zugang zu dem Material ermöglicht.

Der geplante US-Kinostart von "Wonder Woman" ist derzeit der 23. Juni 2017. Ihren ersten Auftritt im Kino wird Wonder Woman allerdings bereits über ein Jahr zuvor haben, nämlich in "Batman v. Superman: Dawn of Justice", welcher am 25. März 2016 startet. Gespielt wird Diana, die Amazonenprinzessin mit göttlichen Fähigkeiten, von der israelischen Schauspielerin Gal Gadot. Die 29jährige Gadot ist bisher nur in kleinen Rollen zu sehen gewesen, unter anderem in den beiden letzten Teilen der "Fast & Furious"-Reihe. Doch ihr Bekanntheitsgrad wird sich in den nächsten Jahren dramatisch erhöhen, alleine durch die Rolle der Diana Prince/Wonder Woman. Gal Gadot wird den Charakter in (mindestens) vier Filmen verkörpern: "Batman v. Superman: Dawn of Justice", "Wonder Woman", & "Justice League Part One & Two".

Nachdem das Superhelden-Genre im Kino sehr lange von Männern dominiert wurde, sowohl vor, als auch hinter der Kamera, rücken jetzt die Frauen mehr in den Vordergrund. Auch Marvel kündigte vor kurzem an, 2018 mit "Captain Marvel" einen eigenen Solo-Film mit weiblicher Titelrolle an den Start bringen zu wollen.
Die Regisseurin Lexi Alexander hatte sich erst vor kurzem über die unfairen Herausforderungen beschwert, der sich eine weibliche Regisseurin in dem Genre wird stellen müssen: Es herrscht ein zu hoher Druck... Wenn ein weiblicher Regisseur versagt, wird es nur heißen, 'alle Frauen sind scheiße bei der Regie.'" beschwerte sich die Regisseurin von "Punisher: War Zone". Deshalb würde für sie die Regie bei "Wonder Woman" nicht in Frage kommen. Es wäre den Fans zu wünschen, dass Michelle McLaren dazu eine andere Meinung hat und den Job annimmt.