Wie GVU Urheberrechtsverletzungen e. V. (GVU) auf der eigenen Website mitteilt, habe man eine Kino-Abfilmerin auf frischer Tat ertappt. Dabei ist aber die Rede von einer sogenannten "Kinoraubkopiererin".

Wie es heißt, konnte man mittels forensischer Markierungen in Bild und Ton von Kinofilmen mehrere Kinos ermitteln, in denen während der Vorführung abgefilmt wurde. Der Täterkreis befinde sich seit Jahreswechsel 2012/2013 im Visier der GVU.

Die Frau wurde am 24. Juli von drei GVU-Mitarbeitern ins Kino zur Vorstellung von Wolverine - Weg des Kriegers verfolgt, wo sie dann ihre Kamera entsprechend einrichtete. Auf frischer Tat ertappt, riefen sie die Polizei herbei und nahmen sie zur Vernehmung mit auf die Dienststelle. Erst nach Mitternacht soll sie wieder auf freien Fuß gesetzt worden sein.

Die Kamera wurde so bearbeitet bzw. beschliffen und abgeklebt, damit man die reflektierenden Teile nicht mehr wahrnehmen konnte. Interessant dürfte sein, dass 2012 nur eine illegale Kinofilmkopie durch Abfilmung in einem deutschen Kino erstellt wurde. In diesem Jahr sollen es bereits elf Kopien gewesen sein.

"Nach GVU-Erkenntnissen versorgt dieser Täterkreis die so genannten "Release-Gruppen". Diese fertigen aus solchen illegalen Bild- und oder Tonmitschnitten die frühesten Raubkopien aktueller Kinofilme und laden sie auf szene-eigene Downloadserver hoch. Dort besorgen sich professionelle Uploader die fertigen Kopien und laden die Filme gegen Entlohnung wiederum auf Online-Speicherdienste hoch. Die Links zu diesen Inhalten geben sie dann an die Verantwortlichen von solchen illegalen Portalen wie kinox.to & Co. weiter. Erst dann können die Filme von Internetnutzern gefunden und genutzt werden", heißt es.