Mit mittlerweile fünf „X-Men“- und zwei „Wolverine“-Filmen wurden schon zahlreiche Mutanten filmisch umgesetzt, aber angesichts einer fast 50-jährigen Historie mit verschiedenen X-Men-Teams gibt es noch mehr als genug, die noch nie in einem Film aufgetaucht. Einige sind aber heiße Anwärter, über kurz oder lang auf den Kinoleinwänden dieser Welt zu sehen zu sein.

Sunfire, Dazzler und Forge

10. Sunfire

Erster Auftritt: Uncanny X-Men 64 (Januar 1970)

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Sunfire, aka. Shiro Yoshida
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Roy Thomas entwickelte den Mutanten, weil er langfristig plante. Er wollte nicht nur X-Men, die weiße Amerikaner sind. Internationaler sollte es werden – und so wurde Shiro Yoshia alias Sunfire geboren. Die damalige Denkweise ist auch heute noch durchaus richtig. Etwas stärkeres internationales Flair täte den X-Men ganz gut. Zumal es auch finanzielle Gründe gibt, einen Japaner ins Team aufzunehmen. Das sorgt für eine bessere Vermarktung in Japan.

Sunfire, dessen Mutter durch die Strahlenvergiftung der Bombe in Hiroshima gestorben ist, wodurch sich auch sein Erbgut veränderte und er als Mutant geboren wurde, war anfangs ein Feind der USA, aber auch der X-Men. So könnte man ihn auch in einem Film einführen, auch wenn die Hintergrundgeschichte etwas verändert werden muss. Seine Fähigkeit ist, Sonnenstrahlung zu absorbieren und in Plasmastößen zu bündeln. Er kann auch fliegen.

Packshot zu Wolverine 3Wolverine 3

09. Dazzler

Erster Auftritt: Uncanny X-Men 130 (Februar 1980)

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"Call me Dazzler, darlin'. That's my name -- and that's what I do. Dazzle people".
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Eigentlich wurde die Figur schon in den 70er Jahren entwickelt. Sie sollte ein Joint Venture von Marvel und Casablanca Records, das eine Sängerin als Dazzler etablieren wollte, während Marvel den Comic bietet. Daraus wurde nichts, später versuchte man dann, einen Film zu produzieren, doch auch daraus wurde nichts. Marvel entschied sich, der Figur eine eigene Serie zu geben. Eine Sängerin war sie noch immer, der Disco-Hintergrund der 70er Jahre ging jedoch flöten.

Alison Blaire ist Dazzler, deren Kräfte sich manifestierten, als sie bei einer Schulveranstaltung sang. Sie kann Lichteffekte erzeugen. Gut, das ist nicht besonders effektiv, sieht aber hübsch aus. Das ließe sich in einem Film wunderbar umsetzen. Die Figur selbst würde mal eine neue (Klang-)farbe in das Filmuniversum bringen. Ihr Look hat sich im Lauf der Jahre ganz gewaltig verändert. Eine Notwendigkeit, da ihr erstes Outfit schon stark nach 70er Jahren aussieht.

08. Forge

Erster Auftritt: Uncanny X-Force 184 (August 1984)

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Forge wäre sogar fast einmal ein S.H.I.E.L.D.-Agent geworden.
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Forges Mutantenfähigkeit ist sein intuitives Verständnis jedweder Technik. Damit kann er auch bestehende und neue Technologie erfinden. Teilweise muss er seine Erfindungen sogar zerlegen, um nachvollziehen zu können, wieso sie funktionieren, wie sie es tun.

Forge hat kybernetische Körperteile, in der X-Men-Historie war er auch schon Anführer des Teams. Rein optisch macht die Figur nicht so viel her, mit seinen Fähigkeiten wäre er jedoch auch in den Filmen eine Bereicherung. In den Comics hat er das Schulgebäude technisch auf Vordermann gebracht, das würde in den Filmen auch nicht schaden.

Cannonball, Northstar, Wolfsbane und Psylocke

07. Cannonball

Erster Auftritt: Marvel Graphic Novel 4: The New Mutants (1982)

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Samuel Guthrie. Besser bekannt als "Cannonball".
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Sam Guthrie war nicht immer ein X-Men, er begann seine „Karriere“ als ein Mitglied der New Mutants, einer Gruppe junger Mutanten, die von Professor Xavier ausgebildet wurden und die dereinst in die Fußstapfen der X-Men treten sollten. Cannonball erzeugt thermochemische Energie, die er in Stößen mit seinem Körper abgeben kann.

Das erlaubt ihm auch zu fliegen, da er sich quasi wie eine Kanonenkugel durch die Luft schleudert. Sam Guthrie ist seinen Kräften zum Trotz ein bodenständiger Typ, vom Charakter her Colossus nicht unähnlich. Da der aber in den X-Men-Filmen regelmäßig verschwendet wird, gäbe es durchaus Platz für Cannonball, zumal dessen Kräfte bewegt sicherlich richtig gut wirken würden.

06. Northstar

Erster Auftritt: Uncanny X-Men 120 (April 1979)

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Ein Mutant und homosexuell. Schwere Bürden, die Jean-Paul Beaubier da tragen muss.
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Die Figur ist wie kaum eine andere für einen X-Men-Film prädestiniert. Bei Northstar handelt es sich um eine der wenigen homosexuellen Figuren im Marvel-Universum. Das muss besonders für Bryan Singer seinen Reiz haben, hat er die X-Men-Filme mit der Ausgrenzung und dem Hass auf Mutanten doch auch immer metaphorisch für das Schicksal von Homosexuellen gesehen.

Jean-Paul Beaubier ist Northstar, der erst spät zu den X-Men gekommen ist. Über Jahre hinweg war er zuvor ein Mitglied des kanadischen Superhelden-Teams Alpha Flight. Northstar kann extrem schnell fliegen. Er erreicht fast Lichtgeschwindigkeit. Sein Körper hält den dabei auf ihn ausgeübten Druck spielend aus. Zudem hat er ein extrem gutes Gleichgewicht und exzellente Reflexe. Wenn man Cannonball in einem Film hätte, bräuchte man Northstar nicht. Ihre Kräfte sind recht ähnlich. Reizvoller wäre auf jeden Fall Northstar.

05. Wolfsbane

Erster Auftritt: Marvel Graphic Novel 4: The New Mutants (1982)

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Eigentlich sieht Rahne ja ganz niedlich aus.
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Diese Figur hat eigentlich nur dann Reiz, wenn man mal einen X-Men-Film ohne Wolverine produziert. Ihre Kraft ist es, sich in einen Wolf zu verwandeln – oder in jede Zwischenstufe der Transformation vom Mensch zum Wolf. Sie erinnert dabei an einen Werwolf, womit eine gewisse Wildheit einhergeht. Dementsprechend könnte sie das in einen Film einbringen, wofür ansonsten Wolverine zuständig ist.

Rahne Sinclair ist wie Cannonball ein Gründungsmitglied der New Mutants, die die nächste Generation der X-Men sein sollten.

04. Psylocke

Erster Auftritt: New Mutants Annual 2 (Oktober 1986)

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Psylocke ist vielleicht schon bald in einem Film zu sehen.
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Elizabeth „Betsy“ Braddock ist die Schwester von Captain Britain. Sie hat telepathische Fähigkeiten, zu denen sich später auch telekinetische hinzugesellten. Außerdem hat sie die Fähigkeiten eines Ninjas (das ist eine komplizierte Geschichte, die wir hier gar nicht erst ausbreiten wollen, da kommt man schnell vom Hundertsten ins Tausendste).

Psylocke hat sich im Lauf der Jahre häufig verändert, sie wurde härter und tödlicher (darum gibt es Gerüchte, dass sie auch im kommenden X-Force-Film dabei sein könnte, in dem es vermutlich um etwas kompromissloser agierende Mutanten gehen wird). Man kann sie sich als eine Kombination aus Elektra und Jean Grey vorstellen. Sollte Jean Grey in den künftigen X-Men-Filmen nicht dabei sein, wäre Psylocke ein guter Ersatz.

Polaris, Cloak & Dagger und Cable

03. Polaris

Erster Auftritt: X-Men 49 (Oktober 1968)

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Polaris verfügt über die gleichen Kräfte wie Magneto.
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Erstmal: Das grüne Outfit und die grüne Haare könnten in einem Film echt cool aussehen. Das wäre schon ein Grund, Polaris in einem der kommenden X-Men-Filme unterzubringen. Darüber hinaus gibt es aber noch weit bessere Gründe. Lorna Dane alias Polaris verfügt über dieselben Kräfte wie Magneto. Lange hat sie vermutet, dass Magneto ihr Vater sein könnte.

Im Jahr 2003 wurde das dann auch bestätigt. Das macht sie zur Halbschwester von Quicksilver und Scarlet Witch. Da ersterer schon seinen Einstand gab und letztere gerüchteweise in „X-Men: Age of Apocalypse“ dabei sein wird, wird es auch Zeit, dass Polaris ihr Filmdebüt gibt. In den Comics war sie mit Havok liiert – auch das ist ein Element, das man in einem künftigen Film durchaus unterbringen könnte.

02. Cloak & Dagger

Erster Auftritt: Peter Parker, the Spectacular Spider-Man 64 (März 1982)

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Ty Johnson und Tandy Bowen.
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Cloak und Dagger agieren immer im Duo. Ty Johnson und Tandy Bowen sind Ausreißer, die entführt und an denen experimentiert wurde. Die eingesetzte Droge, die zahlreiche andere Teenager tötete, veränderte sie aber nur. Das in ihnen schlummernde Mutantengen sorgte dafür, dass aus den Beiden Cloak und Dagger wurden.

Cloak kann seinen Mantel ausbreiten und Menschen in die Schwärze darin ziehen. Er ist auch in der Lage, sich und andere durch die dunkle Dimension zu teleportieren. Er hat ständig Hunger, der nur von Daggers Lichtdolchen gestillt werden kann. Dagger kann Lichtdolche erzeugen, die ihren Opfern Lebenskraft absaugen. Die Lichtdolche können aber auch Menschen von Suchtkrankheiten befreien.

In den Comics sind die beiden erst gut 20 Jahre nach ihrer Erfindung den X-Men beigetreten. Im Film würden sie sich gut machen, einerseits, weil die Backstory interessant ist, andererseits, weil sie eine ungewöhnliche Optik und Kräfte haben.

01. Cable

Erster Auftritt: New Mutants 87 (März 1990)

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Scott Summers Sohn: Nathan.
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Nathan Summers ist Cable. Okay, der Name sagt es ja schon. Er ist Scott Summers Sohn. Ja, das ist kompliziert. Es wird aber noch komplizierter. Die Mutter ist Madelyne Pryor, die wiederum ein Klon von Jean Grey war und in die Zukunft entführt wurde. Dort wurde Cable geboren. Cable kehrte in die Vergangenheit, unsere damalige Gegenwart zurück, und schloss sich den New Mutants an, die er dann zur X-Force umformierte. Die Hintergründe zu Cables Figur, ja, sogar sein Name, waren lange ein Geheimnis.

Er war ein mysteriöser Mann. Als solcher könnte man ihn auch in den X-Men-Filmen einführen, wo er die Rolle eines Anführers einnehmen kann. Er ist sozusagen die Antithese zu Professor X, ein Mann, der handelt und sich mitten in die Schlacht wirft.

Cable hat telepathische und telekinetische Fähigkeiten. In seinem Körper tobt eine technoorganische Infektion, die er mit seinen Kräften in Schach hält. Ein Resultat daraus sind die kybernetischen Teile wie der linke Arm.

Am populärsten war Cable in den 90er Jahren, aber er hat auch heute noch viele Fans. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass er einer der Mutanten ist, auf dessen filmisches Debüt viele Fans schon lange warten.