Wie im Grunde nicht anders zu erwarten war, hat sich Logan: The Wolverine, der finale Hugh-Jackman-Wolverine-Streifen, als wahrer Kassenmagnet erwiesen. Was das nun für das X-Men-Franchise bei 20th Century Fox bedeutet, darüber sprach Produzent Simon Kinberg.

Satte 85 Millionen Dollar am Startwochenende in Nordamerika und weltweit weitere knappe 160 Millionen Dollar aus 81 Märkten - mit zusammen rund 245 Millionen Dollar hat Logan: The Wolverine nicht nur das beste Startergebnis des noch jungen Jahres 2017 eingefahren, es ist auch eines der erfolgreichsten Starts eines Films im März und mit R-Rating. Ganz klar: Die Leute wollen dabei sein, wenn Hugh Jackman ein letztes Mal seine Klauen ausfährt. Mit dem finalen Jackman-Wolverine haben Regisseur James Mangold und sein Team den Nerv der Zeit getroffen - nie mehr PG-13! Gefragt ist nicht mehr länger das gigantische Spektakel mit überlebensgroßen Superbösewichten, die nur mit vereinten Kräften geschlagen werden können, sondern kleine Geschichten, die von Charakteren getragen werden.

Die Zukunft des X-Men-Franchises

20th Century Fox hat - wahrscheinlich mit ein wenig Glück - eine Nische entdeckt, die keine ist: erst Deadpool, nun Logan: The Wolverine. Beide Superheldenstreifen haben bewiesen, dass es einen Markt für erwachsenere Comicverfilmungen gibt. Da stellt sich die Frage, was bedeutet das eventuell für die Zukunft des X-Men-Franchises bei 20th Century Fox? Einer, der diese Frage beantworten kann, ist Produzent und Drehbuchautor Simon Kinberg, der nicht nur eine treibende Kraft hinter dem X-Men-Franchise ist, sondern offenbar auch die Regie beim nächsten X-Men-Film übernehmen könnte.

"Ich denke, bei jedem Film müssen wir erst eine Story finden, und dann, was die Story voraussetzt. Und wenn die Story nach einem R-Rating verlangt, dann muss ein R-Rating her", so Kinberg. "Wir gehen aber keine Filme an und sagen uns, dieser hier erhält ein R-Rating, dieser hier wird PG-13. Diese Entscheidungen treffen wir nicht, bevor wir uns für eine Story entschieden haben. Mein Instinkt sagt mir, dass das Deadpool-Universum, welches aus Deadpool 2 und womöglich X-Force besteht, ein R-Rating benötigt. Einfach weil es Deadpools Wesen in den Comics und auch im Film widerspiegelt. Ich denke, das Publikum wäre enttäuscht, wenn es in einen PG-13-Deadpool müsste. Also schätze ich, dass Deadpool 2 definitiv ein R-Rating erhält, was für die meisten Filme gelten wird, die ein ähnliches Universum teilen."

Und mit dem mehr als zufriedenstellenden Ergebnis von Logan: The Wolverine nach nur einem Wochenende kann man davon ausgehen, dass 20th Century Fox durchaus Blut geleckt haben könnte. Ein X-Force mit R-Rating sowie eventuell weitere X-Men-Spin-offs wie X23 wären sicher denkbar. Wäre das auch in eurem Sinne?