Jeder große Schauspieler musste mal kleine Brötchen backen. Und das gilt auch für Hugh Jackman, der mit einem Vorsprechen die Rolle seines Lebens erhielt - die des Wolverine.

Logan: The Wolverine - Seht Hugh Jackmans Vorsprechen für die Wolverine-Rolle anno 1999

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Hugh Jackman einmal als Wolverine im ersten X-Men von 2000 und einmal als Wolverine in Weg des Kriegers
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Anno 1999, da war Hugh Jackman außerhalb seines Heimatlandes Australien ein Niemand. Bis dato hatte er unter anderem eine Rolle in der TV-Serie Correlli, die nur eine Staffel lang lief, - allerdings lernte er am Set seine Ehefrau Deborra-Lee Furness kennen - und neben einigen anderen Rollen in TV-Filmen mit Erskineville Kings und Trucker mit Herz noch zwei Filme vorzuweisen.

Die Rolle, die sein Leben änderte

Wenn man sich mal überlegt, dass X-Men-Autor Chris Claremont zunächst Bob Hoskins für die Rolle des Wolverine wollte - in den Comics wurde Logan lange Zeit als untersetzt und ziemlich wütend beschrieben, was seht gut zu Hoskins gepasst hätte, der in vielen britischen Gangsterfilmen eben einen solchen Charakter verkörpern durfte - und Bryan Singer zu Beginn noch Dougray Scott in der Rolle besetzt hatte, dann erscheint es einem wie eine göttliche Fügung, dass Scott aufgrund seiner Verpflichtung bei John Woos Mission: Impossible 2 die Rolle nicht übernehmen konnte, da sich die Dreharbeiten in die Länge zogen.

Jackman war Singer zu dem Zeitpunkt auch nicht unbekannt, hatte ihn doch sein australischer Schauspielkollege Russell Crowe für die Rolle vorgeschlagen, bevor sich Singer für Scott entschied. Knapp drei Wochen nach Beginn der Dreharbeiten lud Singer Jackman zu einem Vorsprechen ein und der Rest ist Filmgeschichte.

Superheldenrolle als Karrierepoller

Heutzutage ist es nicht unüblich, dass eher unbekannte Darsteller durch Superhelden- und Comic-Streifen zu internationalen Superstars aufsteigen und daneben noch weitere Rollen in anderen Filmen angeboten bekommen - Marvel Studios und dem Marvel Cinematic Universe sei Dank.

Aber 2000? Die Filmwelt hatte sich gerade erst von den katastrophalen Batman-Filmen eines Joel Schumachers erholt, die wenige Jahre zuvor am Leinwand-Firmament verglühten. Damit verlor Hollywood den einzig relevanten Superhelden, andere Filme wie Spawn, Steel oder The Phantom verdingten sich im B-Sektor, während viele nicht einmal wussten, dass Blade, Barb Wire und The Crow auf Comics basierten - was nicht unbedingt ungewollt war von den produzierenden Studios.

Ganz im Gegenteil: Mit Comicverfilmungen konnten ganze Karriereenden besiegelt werden, was bei Lori Petty (Tank Girl), Billy Campbell (The Rocketeer) und ganz besonders bei Matt Salinger als Captain America der Fall war. Umso erstaunlicher ist vor diesem Hintergrund die unglaubliche Karriere des Hugh Jackman, die ihren Anfang mit der Rolle eines wütenden Mannes nahm:

17 Jahre später verabschiedet sich der Weltstar mit dem wohl besten Wolverine-Streifen von Logan und von seinen Fans. Logan: The Wolverine von Regisseur James Mangold läuft derzeit in den Kinos. Und wie es Mangold bereits wissen ließ, wird es keinen Director's Cut geben - der Film, den ihr in den Kinos seht, ist die finale Fassung.