Immer hieß es im Vorfeld, Deadpools großer Erfolg war die treibende Kraft hinter dem R-Rating von Logan - The Wolverine. Nun sprach Regisseur James Mangold Klartext und erklärte, inwiefern Deadpool sich auf Logan ausgewirkt hat.

Logan - The Wolverine - Regisseur James Mangold spricht über Deadpools Einfluss auf die Freigabe

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Kümmert sich noch immer um Prof. X: Logan
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Der große Erfolg von Deadpool, da sind sich alle einig, hat Logan - The Wolverine den Weg zum R-Rating geebnet. Durchaus denkbar, immerhin sind beide Filme von 20th Century Fox. Regisseur James Mangold streitet einen gewissen Faktor auch nicht ab, aber:

"Zwei Dinge sind geschehen", so Mangold bei einer Presserunde. "Wir waren bereits auf dem Weg zur Entscheidung mit dem R-Rating, als Deadpool in die Kinos kam. Ich denke, sie, also das Studio, wussten bereits, dass sie einen richtigen Hit im Ärmel hatten noch bevor der Film rauskam. Sie wussten, dass sie etwas hatten, das die Leute wirklich sehen wollten. Aber ich denke, man muss den Studios und ganz besonders Fox zugute halten, dass sie ahnten, dass diese überborderten 200-Millionen-Dollar-Produktionen nicht mehr dieselbe Sensation erzeugen wie noch vor fünf, sechs Jahren. Stattdessen gerät man in eine Spirale des Wettrüstens mit immer mehr, immer besseren Besetzungen, lauter, schneller, mehr, lauter, schneller, mehr... Aber ab einem bestimmten Punkt, und da kann ich nur für mich selbst sprechen, verdrehe ich meine Augen, wenn ich von visuellen und audiovisuellen Reizen überflutet werde. Da wird man nur überladen."

Ein Problem, womit Mangold sicher nicht alleine dasteht. Nicht wenige haben ihren Unmut über diese Aufwärtsspirale der Superheldenstreifen geäußert, der nur allzu oft die Story zum Opfer fällt.

R-Rating schon immer geplant

Mangold, der bereits Wolverine: Weg des Kriegers inszenierte, wollte beim nächsten Wolverine-Streifen schon immer eine härtere Gangart einlegen, wie er sagt: "Ich schwor mir, sollte ich einen weiteren Film in diesem Bereich drehen, würde ich einen Film ganz nach meinem Geschmack drehen. Also mehr als würde ich nur diese Charaktere aus dem X-Men-Universum nehmen und sie in meine Filme wie Walk the Line oder Todeszug nach Yuma oder Durchgeknallt packen. Sie also in meine Welt stecken, anstatt in ihre Welt zu gehen."

In James Mangolds drittem und wahrscheinlich abschließenden Teil der Wolverine-Trilogie wird Hugh Jackman ein letztes Mal den titelgebenden Helden mimen. Ebenfalls dabei sind Patrick Stewart als Charles Xavier a.k.a. Professor X, Stephen Merchant als Caliban, Dafne Keen als Laura Kinney / X-23, Boyd Holbrook als Donald Pierce, Richard E. Grant als Dr. Zander Rice und Doris Morgado als Maria.

Deutscher Kinostart des erwachsenen Actiondramas ist der 2. März 2017.