In einem aktuellen Interview bekräftigte Regisseur James Mangold das Vorhaben, mit dem abschließenden Teil der Wolverine-Saga Logan ein erwachsenes Publikum ansprechen zu wollen.

Wenn man sich mal überlegt, dass der erste X-Men-Streifen im Jahr 2000 in die Kinos kam und Hugh Jackman den Charakter des Wolverine somit bereits seit 16 Jahren verkörpert, ist es nur folgerichtig, dass 20th Century Fox mit Logan, dem dritten Teil der Wolverine-Spin-offs, ein erwachsenes Publikum anpeilt. Die 16-jährigen Fans von damals sind nun immerhin 32 Jahre alt und stehen zum Großteil wahrscheinlich nicht mehr rein auf Spektakel. Sie wollen eine Story mit Tiefgang und Charaktere, in die man sich hineinversetzen kann. Und genau das will Regisseur James Mangold mit Logan bieten, dem ersten Film der gesamten X-Men-Reihe (oder zweiten, wenn man Deadpool mitzählt), der ein R-Rating hat.

"Wir machen keinen Familienfilm"

"Logan ist ein Versuch, Hugh Jackmans atemberaubende Leistung als Wolverine zu einem Ende zu bringen", so Mangold. "Und das Ziel ist es, einen erwachsenen Film über Wolverine zu machen, einen Film für Erwachsene. Wir versuchen kein Familienfilm für jeden zu machen, wir versuchen einen Film zu machen, der für sich selbst steht und anders ist. Ein Film für Erwachsene mit intensiver Action."

Und diese Action ist roh, brutal und blutig, wie man am ersten Trailer sehen konnte. Aber vor allen Dingen ist es eine Geschichte, die offenbar wirklich anders ist als die typische 08/15-Superheldenstory.

"Spetakel ist nicht genug. In was wir wirklich zu investieren versuchen ist Charakter. Die Tatsache ist, dass viele solcher Filme nur eine Ansammlung von Schauplätzen sind, die nur sehr vage dadurch miteinander verbunden sind, indem nur erklärt wird, wie man von Schauplatz A nach Schauplatz B kommt. Wir wollten dagegen ein echtes Drama machen. Wenn man die Action außen vor lässt, erhält man ein kraftvolles Drama über interessante Charaktere. Ob wir uns damit von anderen abheben können, das müssen andere entscheiden, aber ich denke, dass es unser Ziel war, einen Film zu machen, der sich sein Publikum dadurch erschließt, dass er sich echt anfühlt. Sich wirklich menschlich und vertraut anfühlt."

Ein ambitionierter Plan, den Mangold verfolgt. Ob es ihm und Hugh Jackman tatsächlich gelungen ist, einen Wolverine mit Substanz zu drehen, sehen wir am 2. März 2017, wenn Wolverine 3: Logan in den deutschen Kinos startet.

Alles steht Kopf

- Wählt den besten Pixar-Film in Spielfilmlänge
Voting startenKlicken, um Voting zu starten (16 Bilder)