In einem Interview sprach Comic-Persönlichkeit Mark Millar auch über den kommenden und letzten Wolverine-Streifen mit Hugh Jackman in der Hauptrolle und erklärte, wie der Film trotz fehlender Rechte an essentiellen Marvel-Charakteren funktionieren könnte.

Es heißt, der letzte und finale Wolverine mit Hugh Jackman in der ikonischen Rolle als Logan soll die Reihe mit einem Rumms beenden und Fans mit der bestmöglichen Story überraschen. Tatsächlich begrüßte Jackman seine Fans auf der San Diego Comic Con mit den Worten: "Old Man Logan" - die von Fans als beste Wolverine-Geschichte überhaupt bezeichnet wird.

Auch Jackman's Co-Star Liev Schreiber teilte in einem Interview mit, dass er von Insidern gehört haben soll, dass der letzte Jackman-Wolverine auf Old Man Logan basieren soll. Das wäre ja auch zu schön, um wahr zu sein. Denn bei einer eventuellen Umsetzung gäbe es nur ein oder besser gesagt, drei Probleme: Hawkeye, Red Skull und den Hulk. Im Comic sind das essentielle Charaktere. Darin haben sich die Superbösewichte zusammengerottet und nahezu alle Superhelden Amerikas ausgelöscht und das Land unter sich aufgeteilt. Logan wohnt seither zurückgezogen mit seiner kleinen Familie. Doch Geldmangel lässt ihn einen Auftrag annehmen, bei dem er gemeinsam mit dem mittlerweile erblindeten Hawkeye das Land durchqueren soll, um ein Päckchen abzugeben.Dabei muss er sich auch Red Skull und dem Hulk stellen.

Bekanntlich liegen die Rechte allerdings bei Marvel. Während Hawkeye und der Hulk ganz sicher in kommenden Filmen des Marvel Cinematic Universe auftauchen werden, ist eine Wiederkehr des Red Skulls zwar fraglich, zumindest hat Hugo Weaving nichts dergleichen angedeutet, aber das bedeutet nicht, dass er nicht doch irgendwo und sei es auch nur als Cameo auftauchen könnte.

Schöpfer Mark Millar ist sich dennoch sicher, dass eine Old Man Logan-Verfilmung auch ohne diese Charaktere funktionieren könne. Alles, was es braucht, ist Hugh Jackman als Wolverine - und das hat 20th Century Fox.

"Sie sind nicht bedeutend für die Geschichte", so Millar. "Ich bin einfach von diesem Teil von Amerika zu diesem Teil von Amerika gegangen und habe mir vorgestellt, was er sich unterwegs stellen könnte, die Kontrahenten habe ich später hinzugefügt. Im Grunde durchläuft Wolverine den Film The Road, was das Wichtigste darstellt und er hat einen Freund bei sich [den blinden Hawkeye]. Aber dieser Freund könnte auch ein Cyclops sein, der praktisch blind ist, da sein Visor defekt ist und er seine Augen geschlossen halten muss, aber immer noch darauf besteht, den Wagen zu lenken, mit dem sie Amerika durchstreifen. Da gibt es eine Menge Möglichkeiten. Und anstatt den Hulk könnte man auch den Blob nehmen oder so."

Generell finde Millar es besser, wenn man die auftauchenden Charaktere in einer eventuellen Verfilmung auf das X-Men-Universum beschränkt, da das Mainstream-Publikum nicht soviel Ahnung von der Materie habe wie etwa die Comicfans. Es sei ihnen nicht wichtig, welche Crossover-Charaktere auftauchen. Er persönlich wisse zwar bereits, worum es in Wolverine 3 gehen werde, könne aber selbstverständlich noch kein Wort darüber verlieren.

Da müssen wir uns wohl noch eine Weile gedulden. Wolverine 3 soll voraussichtlich am 3. März 2017 in die Kinos kommen.

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