Regisseur James Mangold hat in einem Interview über Logan gesprochen. Dabei erklärte er, wie er sich mit dem letzten Hugh Jackman-Wolverine von anderen Superheldenstreifen und vom gesamten Subgenre an sich abgrenzen wird.

Wolverine 3 - James Mangold: Wie sich Logan von anderen Superheldenstreifen abgrenzt

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 1/31/3
Old Man Logan und X-23
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Der erste Trailer zu Logan, wie Wolverine 3 nun offiziell heißt, sorgte bei den Fans für helle Vorfreude: ganz anders als die bisherigen Filme mit Wolverine präsentierte sich dieser. Und das ist auch gewollt, wie Regisseur James Mangold im Interview aussagt.

Die einzige Bedingung: nicht das Übliche

Schon bevor über Gespräche über einen dritten Wolverine geführt wurden, war für Mangold und Hugh Jackman klar, dass sie nicht den gleichen Weg gehen wollten wie zuvor schon. "Für uns beide war klar, dass es eine Bedingung sein würde, um überhaupt auch nur daran interessiert zu sein, uns von den Voraussetzungen zu befreien, die in der Vergangenheit existierten, um in der Lage zu sein, den Ton zu ändern. Nicht einfach nur, um etwas der Änderung willens zu ändern, sondern auch, um etwas zu kreieren, das die heutige Kultur widerspiegelt, und das nicht einfach nur denselben Stil beinhaltet - wie oft können sie die Welt auf die ein oder andere Weise retten? Wie können wir eine Geschichte konstruieren, die auf Charaktere und deren Probleme aufbaut, und zwar auf eine Weise, dass es fast schon kein Superheldenstreifen mehr ist?"

Die Zeitlinie

Was die Einordnung in das X-Men-Universum angeht, so sei Logan zeitlich nach dem Epilog aus X-Men: Zukunft ist Vergangenheit angesetzt: "Wir sehen all diese Charaktere in Umständen, die etwas realistischer sind. Es stellt sich die Frage nach dem Altern, nach der Einsamkeit, nach dem Platz, wo man hingehört. Bin ich noch immer von Nutzen für diese Welt? Ich sah es als eine Gelegenheit: Wir haben diese Charaktere in Aktion gesehen, wie sie das Universum retten. Aber was passiert, wenn sie im Ruhestand sind und ihre Karriere vorbei?"

Und um diesen neuen, finalen Weg zu gehen, beschlossen sie, einige Motive und Regeln aus den vergangenen Filmen fallenzulassen. "Um einen komplett anderen Logan zu inszenieren und einen völlig anderen Ton in einen Wolverine-Film zu bringen, hatten wir das Gefühl, dass wir uns nicht an jeder Tradition festhalten durften, die geradezu religiös in all den Filmen etabliert wurde, sonst wären wir in den Entscheidungen gefangen geblieben, die vor uns getroffen wurden. Also haben wir in Frage gestellt, ob die Selbstheilungskräfte von Logan seine Wunden so heilen können, dass keine Narben zurückbleiben. Wir stellten uns vor, dass dies der Fall gewesen sein könnte, als er noch jünger war. Aber mit der Zeit kommt das Altern und die Krankheit. Vielleicht produzieren seine Selbstheilungskräfte keine babyglatte Haut mehr. Also stellten wir uns vor, dass er zwar noch immer schnell heilt, aber es bleiben Narben zurück. Die einfache Idee dahinter war es, dass die Narben auf seinem Körper von vergangenen Kämpfen, aus vorherigen Konflikten Übrigbleibsel sind, die eine Art Tattoo hinterlassen und seinen Körper verwüsten."

Über die Gewalt

Deadpool hatte es vorgemacht: Superheldenstreifen sind nicht mehr länger reine Blockbuster für männliche Teenies, auch Erwachsene, die immerhin mit der Comic-Kultur aufgewachsen sind, wollen auf ihre Kosten kommen. Das bewog 20th Century Fox dazu, der Wolverine-Reihe endlich grünes Licht für die Gewalt zu geben, die in den Comics so zelebriert wird.

Wolverine 3 - James Mangold: Wie sich Logan von anderen Superheldenstreifen abgrenzt

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 1/31/3
Das hätte es so ohne Deadpool wohl nicht gegeben
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

"Dieser Film repräsentiert die Art von aggressiver, klassischer Wolverine-Action, die wir im Film haben wollten - und mehr dem entspricht, das Fans schon immer verlangt haben", so Mangold. "Bei diesem Film haben wir das Okay dazu erhalten. Also haben wir versucht, die Art Kämpfe zu liefern, die sich alle immer vorgestellt haben."

Deutscher Kinostart von Logan ist der 2. März 2017.

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit - X-Men – Vom Comic zum Film

Klicken, um Bilderstrecke zu starten (77 Bilder)