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Kriege und Naturkatastrophen zerstören viele Heimaten und viele junge Menschen verlieren ihre Familien. So gibt es neuen Millionen Kinderflüchtlinge, auch während des Zweiten Weltkrieges. Die Vertriebenen aus dem damaligen Ostpreußen müssen um ihr Überleben kämpfen und fliehen in kleinen Gruppen in die Wälder Litauens.

Zu den Problemen jener Flüchtlinge gehören nicht nur die Angst und die fehlenden Lebensbedingungen, sondern auch die Entwurzelung. Zugehörigkeit, Identität und Heimat gehören zu den menschlichen Bedürfnissen. Fehlt es an ihnen, zerrt es an der Seele.

Die Geschichte dreht sich um eine Gruppe Kinder, die während des Krieges im Baltikum um ihr Überleben kämpft. Auch die Kinder belastet jene Orientierungslosigkeit schwer und doch halten sie zusammen. Jenes Filmdebüt von Rick Ostermann erzählt von melodramatischen Ereignissen der deutschen Kriegs- beziehungsweise Nachkriegshistorie. Dabei verzichtet er auf geschichtliche oder politische Details, um dabei den Fokus auf die Erlebnisse der Kinder während ihrer beschwerlichen Flucht zu legen.

Es ist das Jahr 1947. Der 14 Jahre alte Hans (Levin Liam) uns sein neunjähriger Bruder Karl (Willow Voges-Fernandes) nehmen nach dem Hungertod ihrer Mutter (Jördis Triebel) all ihr Mut zusammen, um sich auf den Weg vom sowjetisch besetzten Ostpreußen nach Litauen zu machen. Dort hoffen sie, von einem Bauer aufgenommen zu werden, der mit ihrer Familie befreundet war, nachdem ihr Dorf unter der Besatzung feindlicher Soldaten geraten ist.

Immer wieder auf der Flucht vor anonymen, marodierenden Soldaten, treffen die beiden auf andere Kinder, werden wieder getrennt und durchleben Hunger, Durst und Schlafmangel und müssen auch der Natur und dem Unwetter strotzen. Dabei macht den Kindern auch die eine oder andere Krankheit zu schaffen. Während sie bei einer Verfolgung unter Beschuss geraten, wird Hans von seinem kleinen Bruder getrennt. Dies ist erst der Anfang einer dramatischen Suche.

Jene ungeschönt und emotional erzählte Geschichte wurde von den Erlebnissen von der Mutter des Regisseurs Ostermann inspiriert und geprägt und mit fiktiven Figuren ausgearbeitet.

Nationalität: Deutschland

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