Wie sieht eigentlich die perfekte amerikanische Familie aus? Mutter und Vater sind glücklich verheiratet, Papa bringt viel Geld nach Hause, Mama kann sich um den Haushalt kümmern. Der Sohn ist Kapitän der Football-Mannschaft, die Tochter talentierte Cheerleaderin. Beide sind beliebt und Klassenbeste. Oder doch: Vater dealt mit Drogen, Mutter ist Stripperin, der Sohn eine trottelige Jungfrau und die Tochter eine rebellische Ausreißerin?

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So sieht es zumindest bei den Millers aus. In der neuen Komödie mit Jennifer Aniston und Jason Sudeikis wird der Familienalbtraum für einen kleinen Drogendealer Wirklichkeit

Eine schrecklich nette Familie

David (Jason Sudeikis) hat es im Leben nicht sehr weit gebracht. Er ist Mitte Dreißig und zieht immer noch mit seinem Rucksack allein durch die Straßen, um Gras zu verticken. Er wohnt in einem schäbigen Mehrfamilienhaus, Tür an Tür mit dem trotteligen Jungen Kenny (Will Poulter), dessen Mutter lieber ihrem Alkoholkonsum frönt, anstatt sich um ihren Sohn zu kümmern und der kessen Stripperin Rose (Jennifer Aniston), die von David nichts wissen will. Als Kenny der rebellischen Casey (Emma Roberts), die von ein paar Rüpeln belästigt wird, helfen will, muss David eingreifen. Die Rettungsaktion geht schief und die Rowdys klauen David all seine Drogen und sein Geld.

Davids Lieferant Brad (Ed Helms) ist darüber sehr erzürnt, schlägt David aber einen Deal vor: Er holt Brads Pot-Lieferung aus Mexiko ab und bekommt dafür sogar noch eine gehörige Summe Geld. Doch wie schmuggelt man als weißer Mittdreißiger allein eine große Menge Gras über die Grenze? David hat den perfekten Plan! Er engagiert Rose, Kenny und Casey, um mit ihm zur Tarnung einen „Familienausflug“ im Wohnmobil nach Mexiko zu veranstalten. Denn wer vermutet hinter einer glücklichen, amerikanischen Familie eine Bande von Drogenschmugglern? Doch wenn die „Millers“ unterwegs sind, ist die Grenzüberfahrt das geringste Problem…

Brüllend komisch, diese Millers!

Denn schon bald haben sie einen skrupellosen Drogenboss mitsamt Gefolge im Rücken, sind umgeben von nervigen – echten – Familien und im Endeffekt treiben sie sich selbst gegenseitig in den Wahnsinn. Irgendwie eine klassische Familienurlaub-Roadmovie-Komödie, nur dass der Wohnwagen bis zum Kühlgrill mit zwei Tonnen Marihuana vollgestopft ist.

Wir sind die Millers - Jennifer Aniston lässt die Hüllen fallen

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Die Millers: eine ganz normale Familie.
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Aber nicht nur der Wohnwagen ist gut gefüllt, sondern auch das Gag-Repertoire. Die Drehbuchautoren Bob Fisher & Steve Faber („Die Hochzeits-Crasher“) sowie Sean Anders & John Morris („Hot Tub – Der Whirlpool… ist ne verdammte Zeitmaschine“, „Mr. Poppers Pinguine“) haben wirklich ganze Arbeit geleistet, einen gelungenen Witz nach dem anderen herauszufeuern. Dabei schwankt das Witzniveau von kessen Sprüchen wie „Fuck off, Reallife-Flanders!“ und „Kauf dir ein paar neue Klamotten. So Sachen, wie sie Kinder tragen, die geliebt werden“ zu Klamauk über Genitalien. So landen beispielsweise Videos von geschwollenen Hoden dank Handy-Kamera bei Youtube. Meistens bewegt sich der Humor aber oberhalb der Gürtellinie.

Wir sind die Millers - Jennifer Aniston lässt die Hüllen fallen

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Höhepunkt des Films: Jennifer Anistons Striptease.
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Sexy Aniston

Wichtig für die Lacher sind aber vor allem die Schauspieler, die wunderbar in ihre Rollen passen und eine tolle Performance abliefern. Vor allem das männliche Publikum dürfte sich auf Jennifer Aniston freuen, die schon direkt zu Beginn einen sexy Auftritt hinlegt. Besonderes Schmankerl ist aber ihr Strip in der Mitte des Films, der sicher seine Runden durchs Internet ziehen wird. Ihr durchtrainierter Körper zusammen mit der heißen Showeinlage – und das auch noch in einer Autowerkstatt! Männerträume werden wahr! - können sich echt sehen lassen.

Natürlich darf man keinen tieferen Sinn bei diesem Film erwarten. Es ist eben ein typisches Family-Roadmovie, das Menschen zusammenschweißt, die anfangs gar nicht zueinander passen wollen und das Gute in jedem hervorbringt. Jeder darf sich einbringen und jede Figur hat ihre besonderen Momente. Damit erfüllt der Film genau den Zweck, zu dem er geschaffen wurde: Er unterhält einen spaßigen Kinoabend lang.