Magie befindet sich überall um uns herum. Das lehrten uns schon so einige Filme aus verschiedenen Genres. Das gilt für Zauberei, für getarnte Kreaturen wie Vampire, Werwölfe oder Dämonen, die zwischen uns leben sowie für die unerklärliche Macht der Gefühle. „Winters Tale“ zeigt uns eine eben solche Welt, regiert durch unsterbliche Liebe und inmitten alledem ein liebestoller Colin Farrell … haaach!

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Dass Colin Farrell ein schmucker Typ ist, wissen viele Frauen. Bislang versteifte er sich eher auf die Rolle des Schönlings in Actionfilmen oder Thrillern wie „Dead Man Down“, „Total Recall“, „Brügge sehen und sterben“ oder „Nicht auflegen“. Nun darf er in „Winters Tale“ die Macht der Liebe verteidigen.

Winter's Tale - Love, Drugs and Colin Farrell

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Colin Farrell in der Hauptrolle. Was will (Frau) mehr?
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Wahre Liebe stirbt nie

Wie kitschig die Botschaft dessen ist, sieht man schon am Untertitel: „Das ist keine wahre Geschichte. Das ist wahre Liebe“ – wie schööön! Da schmilzt doch selbst das Herz des härtesten Haudraufs! Und wie praktisch, dass ein so vor Romantik strotzender Film weltweit kurz vor Valentinstag in die Kinos kommt.

Der Pressetext verrät: „Die Geschichte „Winter’s Tale“ umfasst mehr als 100 Jahre und spielt in einem mythischen New York voller Wunder und schicksalhafter Begegnungen im ewigen Kampf Gut gegen Böse. Meisterdieb Peter Lake (Farrell) hätte nie erwartet, dass ihm die schöne Beverly Penn (Brown Findlay) sein Herz stehlen würde.

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Russell Crowe als Dämon Pearly Soames.
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Doch die beiden verlieben sich – aber ihre Liebe steht unter einem schlechten Stern: Beverly verglüht durch eine tödliche Variante der Schwindsucht, und Peter steht auf der Abschussliste seines ehemaligen Mentors: Der dämonische Pearly Soames (Russell Crowe) will Peter brutal ermorden.

Verzweifelt versucht Peter die Liebe seines Lebens über die Schranken der Zeit und im Kampf mit den Mächten der Finsternis zu retten, während Pearly die Legionen der Hölle in Bewegung setzt, um Peter zu vernichten: Der Gewinner bekommt alles, der Verlierer wird verdammt. Nur ein Wunder kann Peter retten – doch erst die Zeit wird zeigen, ob ihm dieses Wunder vergönnt ist.“

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Der ewige Kampf "Gut gegen Böse".
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Kitsch auf einer neuen Ebene

Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können. Gut gegen Böse. Dämonen und eine ewige Liebe – der Film hat einfach alles! Und so wirkt es eben auch: als wolle der Film einfach zu viel. Eine gewöhnliches Liebesgeschichte war dem Autor des Romans (Mark Helprin) wohl zu schlicht.

Während sich der Oscar-preisgekrönte Drehbuchautor Akiva Goldsman („A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn“) bei seinem Regiedebüt viel Zeit bei der Inszenierung der romantischen Handlungen zwischen den beiden Protagonisten lässt, wirkt die Geschichte um die Dämonen doch sehr in den Film hineingequetscht. Als müsse man jetzt noch unbedingt ein bisschen Fantasy und den klassischen Kampf zwischen Himmel und Hölle abarbeiten.

Auch die Idee einer Art Prophezeiung, die die Handlung tragen soll, dass Peter Lake dazu bestimmt sei, einem rothaarigen Mädchen das Leben zu retten, das zu früh sterben soll, kommt absolut aufgesetzt herüber.

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Der Film startet bei uns am 13.02.2014 in den Kinos.
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Durch den Verlauf der Ereignisse, an denen weder die Dämonen bis zum Schluss großen Anteil haben noch die Vorhersage für den Großteil der Geschichte – die Liebesbeziehung zwischen Peter und Beverly - relevant ist, erscheinen diese Elemente als unnötige Ausstaffierung, die dem Film eher schadet, als ihn zu bereichern.

Durch den extrem in die Länge gezogenen ersten Teil, wirkt die Auflösung von Peters Mission auf der Erde als lieblos drangehängter Rattenschwanz, sodass man die ausführliche Betrachtung der Romanze im Endeffekt als Zeitverschwendung erachten könnte. Dadurch lässt der Schluss den Zuschauer eher unzufrieden zurück, der ebenso kitschüberladen ist wie der gesamte Rest von „Winters Tale“: Ein strahlend weißes Ross, das fliegen kann, rettet Peter mehrfach das Leben und gleitet mit ihm über die New Yorker Skyline.

Ein wunderschönes Schloss in einer herzerwärmenden Schneelandschaft, verliebte Blicke, die bei einem prächtigen Ball ausgetauscht werden, ein Prinzessinnenbett im Blumenbeet und im Winde wehende Vorhänge romantischer Himmelbetten unter klarem Sternenhimmel, die sich auf den Dächern von herrschaftlichen Häusern befinden. „Winters Tale“ ist an Kitsch kaum zu überbieten – und dadurch eben absolute Geschmackssache.